Büffelmozzarella 11/2019

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Der Käse der Wasserbüffel Kampaniens wird von Gourmets in aller Welt ob seines Aromas geschätzt. Doch es klebt Blut daran – was einem den Appetit gehörig verderben kann. (Montage: wirachaiphoto/shutterstock.com)

Büffel-Mozzarella aus Italien gilt als Luxusprodukt. Die Schattenseite: Für den Genuss dieser Delikatesse müssen viele Kälber sterben, die Haltungsbedingungen sind prekär.

Verdreckte Ställe, verletzte Büffel und tote Kälber: Über diese dunkle Seite des so beliebten "Mozzarella di bufala" hat die Tierschutzorganisation Vier Pfoten im Sommer 2014 erstmals berichtet. Die Verantwortlichen gelobten Besserung; doch die Bilanz fünf Jahre danach fällt eher durchwachsen aus. 

Tierleid an der Tagesordnung 

Die Zustände auf den Büffelfarmen sind nach wie vor schrecklich, wie Vier Pfoten in der soeben veröffentlichten Nachuntersuchung feststellt: "Es gibt nach wie vor schwerwiegende Probleme betreffend das Wohl der Tiere." 27 Büffelfarmen wurden besichtigt. Die Stallungen sind schmutzig, die Tiere liegen in ihren eigenen Exkrementen, Hufe, Geschwüre und Wunden werden nicht behandelt, Nasenringe führen zu Infektionen. Die Intensivtierhaltung bedeutet kaum bis wenig Grünauslauf für die Tiere. Wasserbecken oder Gruben, die der Abkühlung dienen und für Wasserbüffel überlebenswichtig sind, gibt es selten. 

Männliche Kälber als wertloses Nebenprodukt 

Vor allem männliche Büffelkälber leiden unter den herrschenden Haltungsmethoden. Sie gelten als "nutzloser Abfall", weil es kaum eine Fleischproduktion gibt. Als wertloses Nebenprodukt betrachtet, werden die Jungtiere oft bewusst schwer vernachlässigt. Anerkannt wird, dass die Zahl der illegalen Tötungen männlicher Kälber jedoch stark zurückgegangen ist. Zum einen ist das auf die Registrierungspflicht zurückzuführen, die es schwer macht, Kälber einfach verschwinden zu lassen. Dazu kommt eine Prämie von fünf Euro für Kälber, die ordnungsgemäß geschlachtet werden. 

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