Coronavirus in Österreich: FAQ

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Coronavirus, FAQ, Mundschutzmasken, Arbeitsrecht, Reiserecht, Konsumentenrechte

Welche aktuellen Entwicklungen und Einschränkungen gibt es? Was sind Ihre Rechte im Alltag und als Konsument? – Wir beantworten Ihre Fragen rund um die Coronakrise. 

Aktuelle Maßnahmen & Entwicklungen

  • Die Ausgangsbeschränkung für ganz Österreich ist seit 1. Mai aufgehoben. Der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu Personen, die nicht im selben Haushalt leben, soll trotzdem eingehalten werden. 
  • Seit 21. September sind private Zusammenkünfte und Feiern Indoor auf 10 Personen begrenzt (außer in Privatwohnungen) und Outdoor auf 100 Personen. Gibt es zugewiesene Sitzplätze, dürfen Veranstaltungen im Freien mit bis zu 3000 Teilnehmern und drinnen mit bis zu 1.500 Teilnehmern weiterhin stattfinden. Allgemein gilt: Ein Meter Mindestabstand oder Schutzmaskenpflicht. Ab einer Größe von 500 bzw. 750 Teilnehmern (je nachdem, ob Indoor oder Outdoor) müssen Veranstaltungen bewilligt werden. Details finden Sie hier
  • Die Schließung von Handel und Dienstleistungsbetrieben wurde schrittweise zurückgenommen: Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Banken, Trafiken oder Tankstellen waren nie geschlossen. Seit 2. Mai dürfen alle Geschäfte und Einkaufszentren wieder öffnen - unabhängig von ihrer Größe. Das betrifft auch Dienstleistungsanbieter (z.B. Frisöre oder Masseure).
  • Gastronomiebetriebe dürfen seit 15. Mai wieder öffnen. Derzeit sind Öffnungszeiten zwischen 05:00 und 01:00 Uhr erlaubt (die Sperrstunde gilt seit Mitte September auch wieder für geschlossene Veranstaltungen). In Tirol, Vorarlberg und Salzburg wurde die Sperrstunde vorübergehend auf 22:00 vorverlegt. Seit 28. September gilt in Lokalen eine Registrierpflicht für Gäste zur besseren Kontaktnachverfolgung im Fall einer Infektion. Dafür müssen Sie dem Wirten Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Tischnummer und Zeit bekanntgeben. 
  • Hotels und andere Beherbungsstätten dürfen seit 29. Mai wieder öffnen.
  • Tourismusstätten und Sehenswürdigkeiten, Freizeit- und Vergnügungsparks, Casinos, Wettbüros, Spielhallen, Paintballanlagen, Indoorspielplätze und Schwimmbäder dürfen ebenfalls seit 29. Mai öffnen. Tierparks im Freien dürfen bereits seit 15. Mai öffnen.
  • Hobby-Sport ohne Kontakt darf auch im Inneren seit 29. Mai wieder mit 2-Meter-Abstand stattfinden (z.B. Fitness-Studios). Seit Anfang Juli ist auch Kontakt- und Mannschaftssport wieder erlaubt. 
  • Museen, Ausstellungshäuser, Bibliotheken, Büchereien und Archive können seit 15. Mai wieder aufsperren. Theater, Kabaretts, Konzertsäle und Kinos dürfen seit 29. Mai mit Besucherbeschränkungen wieder öffnen.  
  • Schulen sind seit Mitte Mai schrittweise zum Normalbetrieb zurückgekehrt. 
  • Fachhochschulen und Universitäten bleiben bis zum Herbst geschlossen, für Studierende gibt es weiterhin ein Online-Angebot.
  • Gefährdete Personengruppen sollen vorübergehend verpflichtend von der Arbeit freigestellt werden (wenn Home Office bei Ihnen nicht möglich ist).
  • Die Lufthansa-Tochter AUA hat am 15. Juni ihren Passagierflugbetrieb wieder aufgenommen.
  • Nachbarland Ungarn hat seit 1. September seine Grenzen geschlossen (Ausnahmen für Berufspendler und Transitverkehr). Beim Grenzverkehr mit allen anderen Nachbarländern gibt es beidseitig keine Reisebeschränkungen mehr. Detaillierte Informationen zu Einschränkungen bei der Einreise aus anderen Staaten finden Sie hier: Reisebeschränkungen durch das Coronavirus  
  • Zum Fremdschutz besteht die Maskenpflicht derzeit:
  1. ...in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und taxiähnlichen Betrieben.
  2. ...in Spitälern, beim Arzt, in der Apotheke, in Banken und Postfilialen.
  3. ...seit 14. September österreichweit auch wieder in allen Geschäften, in Schulen (außerhalb der Klassen) und bei Dienstleistungen.
  4. ...seit 21. September gilt sie in der Gastronomie auch für Gäste (außer bei Tisch) bei Messen und auf Märkten im Freien.  

 

Hier finden Sie offizielle Informationen über das aktuelle Risiko in Ihrer Region/Ihrem Bezirk (und über die ev. damit verbundenen Maßnahmen): Corona-Ampel

 

  • Was sind meine Rechte rund ums Thema Schule?
    Was passiert bei einem Corona-Verdachtsfall in der Schule?
    Der/die betroffene Schüler/in wird abgesondert, unverzüglich werden die Gesundheitsbehörden, die Bildungsdirektion und die Erziehungsberechtigten informiert. Schulleitung und Gesundheitsbehörden definieren anschließend die Kontaktpersonen und verhängen je nach Situation über einzelne MitschülerInnen Quarantäne. Alle anderen setzen bis zur endgültigen Abklärung den Unterricht im gut gelüfteten Klassenraum fort. 
     
    Kann ich mein Kind zu Hause lassen, weil ich Angst habe, dass es sich in der Schule ansteckt?
    In den meisten Fällen lautet die Antwort: Nein, Ihr Kind darf nicht aus Angst vor einer Ansteckung von der Schule fernbleiben.
    Ausnahmen gibt es nur in folgenden Fällen:
    • für Kinder, die zur Risikogruppe gehören
    • für Kinder, die mit Personen im Haushalt leben, die zur Risikogruppe gehören
    • für Kinder mit (schweren) Grunderkrankungen oder psychischen Belastungen (dafür benötigen Sie ein ärztliches Attest)
     
    Die Schule/der Kindergarten meiner Kinder ist derzeit coronabedingt geschlossen bzw. mein Kind ist wegen einem Corona-Verdachtsfall in Quarantäne. Darf ich deshalb von der Arbeit fernbleiben?
    Das kommt darauf an, ob die Betreuung Ihres Kindes anders möglich ist. Wird Ihnen keine alternative Betreuungsmöglichkeit gewährt und Sie haben keine andere Möglichkeiten, ist das laut Arbeiterkammer ein berechtigter Dienstverhinderungsgrund. Abhängig ist das vor allem vom Alter des Kindes. Allgemein gilt: Gibt es anderweitige Betreuungsmöglichkeiten, müssen Sie diese nutzen und weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen.
     
    Wann sollte mein Kind von der Schule fernbleiben?
    Das Bildungsministerium (BMBWF) empfiehlt, den Gesundheitszustandes Ihres Kindes genau zu beobachten. Ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad sollten Sie von einem Schulbesuch absehen. Dasselbe gilt, wenn bei Ihrem Kind zeitgleich mehr als eines der folgenden Corona-Symptome auftritt: Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Katarrh der oberen Atemwege, plötzlicher Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes, für das es keine plausible Ursache gibt. Zur Abklärung einer Corona-Infektion rufen Sie bitte 1450. 
     
    Wann muss mein Kind in der Schule eine MNS-Maske tragen?
    Ab Ampelphase „Gelb“ (siehe dazu: Corona-Ampel) müssen alle SchülerInnen und das Lehrpersonal außerhalb des Klassenraums eine MNS-Maske tragen. Im Unterricht kann sie abgenommen werden - wer sie aber im Klassenraum weiterhin tragen möchte, kann das natürlich tun. Zusätzlich kann die Schulleitung für bestimmte Teile einer Unterrichtsstunde, für einzelne Gruppen, Klassen oder Unterrichtsräume das Tragen einer MNS-Maske anordnen.
     
    Finden Musik- und Sportunterricht planmäßig statt?
    Ja. Ab Ampelphase „Gelb“ muss beim Singen in der Klasse eine MNS-Maske getragen oder der Musikunterricht ins Freie verlegt werden (ab Farbe "Orange" verpflichtend im Freien). Der Sportunterricht findet ab der Ampelphase „Gelb“ vorwiegend im Freien statt. Turnen in der Halle ist dann nur mehr unter besonderen Auflagen erlaubt (Kleingruppen und ausreichende Belüftung). Ab Ampelphase "Orange" sind Kontaktsportarten verboten.
     
    Wer zahlt, wenn Schulskikurs, Projektwoche oder Auslands-Schulreise storniert wurden?
    Ob Sie als Eltern oder Schule Stornogebühren zahlen müssen, hängt von einigen Faktoren ab. Kostenlos können Sie von Schulreisen ins Ausland zurücktreten, wenn es für den Zielort aktuell eine Reisewarnung des Außenministeriums gibt. Liegt keine Reisewarnung vor, ist die rechtliche Situation derzeit unklar. Im Einzelfall kommt es auf den konkreten Vertragsinhalt an, ob bzw. in welcher Höhe Sie die Stornokosten zahlen müssen, so die Arbeiterkammer. Für nähere Informationen können Sie sich an das Bildungsministerium oder die Bildungsdirektion Ihres Bundeslandes wenden.
     
    Der Privatkindergarten/die Privatschule/das Internat war geschlossen. Bekomme ich für diesen Zeitraum mein Geld zurück?
    Bei der Frage nach den Zahlungspflichten der Eltern ist nicht wichtig, ob es sich um eine private oder öffentliche Schule handelt. Wie bei anderen Dauerschuldverhältnissen (z.B. Verträge mit Fitnesscentern) ist laut VKI-Expertin Petra Leupold entscheidend, ob die Schule die vertraglich geschuldete Leistung weiterhin erbringt. Tut sie das nicht, haben Sie als Eltern einen (aliquoten) Rückforderungsanspruch.  
    Demnach könnten Sie das Geld für den Zeitraum zurückbekommen, in dem der Privatkindergarten bzw. die Privatschule keine Leistungen anbietet. Bietet die Schule etwa virtuellen Unterricht an, hat sie zumindest einen eingeschränkten Anspruch auf das Schulgeld. Im Einzelfall kommt es auch darauf an, welche Leistungen die Schule vertraglich schuldet. Wir empfehlen in jedem Fall, vorab einen Blick in Ihren Vertrag und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu werfen. Eindeutiger ist die Situation bei Internaten: Ab 1. April 2020 mussten Sie an Internaten des Bundes keine Beiträge mehr zahlen.  
       
    Ich habe für Tagesbetreuung bzw. Essensgeld schon bezahlt. Bekomme ich für den Zeitraum mein Geld zurück, in dem mein Kind zu Hause betreut wird?  
    Laut VKI-Experten macht es keinen Unterschied, ob die Schule formal geschlossen ist. Sie haben Anspruch auf nicht erbrachte Leistungen: Bei Schulschließung bekommen Sie Essensgeld und Geld für Hort/Nachmittagsbetreuung auf jeden Fall zurück. Aber selbst, wenn keine Schulschließung im engeren Sinn vorliegt, haben Sie als Eltern einen Rückforderungsanspruch. Dieser bezieht sich auf die nicht erbrachten Leistungen (Essen, Betreuung). An Bundesschulen müssen Sie ab April keine Elternbeiträge mehr für ganztägige Schulangebote zahlen. Das Bildungsministerium empfiehlt das auch den Ländern und Gemeinden.    
    Haben Eltern Schadenersatzansprüche an Schulen?
    Nein, es besteht kein Anspruch auf Schadenersatz. Die Schule trifft bei der derzeitigen Situation kein Verschulden, da es sich um öffentlich verfügte Maßnahmen handelt. Anderes könnte dann gelten, wenn die Schule z.B. nicht ordnungsgemäß auf Infektionen reagiert und damit ihre Schutz- und Sorgfaltspflichten verletzt.
     
    Wie sieht es mit meiner Maturareise aus, da der Termin für meine Matura jetzt verschoben wurde?
    Ob Maturareise oder nicht: Aus rechtlicher Sicht ist entscheidend, ob es sich bei der Maturareise um eine Pauschalreise handelt (wie das bei den großen Spezialveranstaltern der Fall ist) oder ob die Klasse Anreise und Unterkunft selbst organisiert hat. Im ersten Fall gehen wir davon aus, dass der entscheidende Anlass der Reise das „Feiern des Maturaabschlusses“ ist. Das wäre dann ein „Wegfall der Geschäftsgrundlage“ und somit ein Grund zum kostenlosen Rücktritt, vorausgesetzt, das war dem Veranstalter bekannt. Wir empfehlen, in solchen Fällen Kontakt mit dem Veranstalter aufzunehmen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Bei Selbstorganisation der Maturareise ist man darauf angewiesen, dass die beteiligten Unternehmen von sich aus erklären, die Leistung nicht erbringen zu können, bzw. im Fall eines Rücktritts Kulanz walten lassen. Lesen Sie hier mehr über die Stornomöglichkeiten beim Maturareiseveranstalter DocLX: X-Jam: Vorsicht bei Stornierung
     
  • Was muss ich bei Mund-Nasen-Schutzmasken beachten?
    Wo muss ich derzeit einen Mund- und Nasenschutz tragen?
    Aktuell müssen Sie einen Mund- und Nasenschutz tragen (MNS-Maske), wenn Sie die öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis oder taxiähnliche Betriebe nutzen. MNS-Masken müssen auch in Spitälern, beim Arzt, in der Apotheke, in Banken, Postfilialen und bei Dienstleistungen getragen werden. Seit 14. September gilt die Maskenpflicht österreichweit auch wieder in allen Geschäften, in der Schule (außerhalb der Klassen), in Museen und in der Gastronomie (für das Servicepersonal). Seit 21. September gilt die Maskenpflicht in der Gastronomie auch für Gäste (außer bei Tisch) bei Messen und auf Märkten im Freien. Auf der Straße bzw. im öffentlichen Raum gibt es sonst keine Maskenpflicht.
     
    Können Mundschutzmasken eine Ansteckung verhindern?  
    Nein, herkömmliche Mundschutzmasken (MNS-Masken) sind kein wirksamer Schutz gegen Viren oder Bakterien, die in der Luft übertragen werden. Sie dienen aber als Fremdschutz. Deshalb ist es wichtig, trotz Maske Abstand zu halten und alle anderen Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten, so VKI-Expertin Angela Tichy.  
     
    Was muss ich beim Tragen des Mund- und Nasenschutzes beachten?
    VKI-Experten raten beim Absetzen der Masken zu besonderer Vorsicht, um Bakterien und Viren nicht mit den Händen zu verteilen. Verwenden Sie Ihre eigene Maske. Auch Kinder sind momentan angehalten Masken zu tragen.
    • Greifen Sie den MNS während des Tragens möglichst nicht an.
    • Wechseln Sie den Schutz, sobald diese durch die Atemluft feucht geworden ist.
    • Greifen Sie den MNS beim Ablegen nicht direkt vorne an, sondern am besten an den Befestigungsbändern.
    • Gründlich Hände waschen
     
    Wie und wo soll man den Mund-Nasen-Schutz nach Gebrauch entsorgen?
    Der Schutz kann laut Sozialministerium bis zu 3-4 Stunden getragen werden. Wenn er durchfeuchtet ist, muss er getrocknet werden. Der Mund-Nasen-Schutz kann im Restmüll entsorgt werden. Angesichts der allgemeinen Knappheit kann der Schutz auch gereinigt und wiederverwendet werden.  
     
    Kann man Mund- und Nasenschutzmasken selber nähen?
    Ja, das ist laut Sozialministerium eine Möglichkeit. Jede Art der Bedeckung von Mund und Nase sei besser als keine, lautet die Empfehlung. Beachten Sie, dass Sie für selbst erzeugte Masken feste Stoffe aus Baumwolle verwenden und das Gewebe zweilagig vernähen. Wichtig ist, Stoffe zu verarbeiten, die möglichst wenig durchlässig sind. Es geht darum, die Verbreitung von durch Niesen oder Husten entstehenden Tröpfchen zu verlangsamen bzw. zu reduzieren. Auch das Bedecken von Mund und Nase mittels Tücher oder Schals ist laut Ministerium möglich.
     
    Wie kann ich meinen Stoffschutz reinigen?
    Egal, ob der Stoffschutz durchfeuchtet wurde oder nicht, waschen Sie ihn nach jedem Tragen. Laut AGES tötet die Beigabe von Waschmittel die Viren verlässlich ab - selbst bei niedrigen Waschtemperaturen (30 Grad). Lassen Sie den Stoffschutz anschließend gut trocknen, bevor Sie ihn wieder verwenden.
  • Was bedeutet das für meine Arbeit?
    Kann ich gekündigt werden, wenn ich wegen Anti-Corona-Maßnahmen am Urlaubsort oder unerwarteter Grenzschließungen nicht rechtzeitig die Rückreise antreten kann?
    Eine tatsächliche oder rechtliche Verhinderung der Rückreise ist ein gerechtfertigten Abwesenheitsgrund von der Arbeit. Ihr Arbeitgeber kann Sie deswegen nicht entlassen. In diesem Fall haben Sie (bis zu einer Woche) Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber.
     
    Darf mir mein Arbeitgeber verbieten, einen Urlaub in einem gefährdeten Gebiet zu verbringen?
    Der Arbeitgeber kann Ihnen das nicht verbieten. Erkranken Sie aber während Ihrem Aufenthalt in einem Land, für das eine Reisewarnung gilt, könnte der Arbeitgeber unter Umständen die Entgeltfortzahlung verweigern. In diesem Fall haben Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit rechtlich gesehen grob fahrlässig herbeigeführt.
     
    Darf mich mein Arbeitgeber fragen, ob ich meinen Urlaub in einem Gebiet mit hoher Ansteckungsgefahr verbracht habe?
    Ja, Ihr Arbeitgeber darf Sie das fragen. Aufgrund seiner Fürsorgepflicht zum Schutz der anderen Arbeitnehmer muss er in diesem Fall geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen.
     
    Wann komme ich als Arbeitnehmer für Kurzarbeit infrage?
    Corona-Kurzarbeit ist in jedem Unternehmen grundsätzlich möglich – unabhängig von der Branche oder Größe des Betriebs. Auch Vereine oder Museen können Kurzarbeit einführen. Dann ist Kurzarbeit für alle Arbeitnehmer möglich, die in die Arbeitslosenversicherung haben. Das betrifft alle Angestelltenverhältnisse außer geringfügig Beschäftigte. Sie kommen nicht für Kurzarbeit infrage, Lehrlinge hingegen schon. Auch Leiharbeitnehmer können kurzarbeiten, wenn Ihr Beschäftigerbetrieb das tut und das mit dem Leihunternehmer vereinbart wurde.
     
    Wie wirkt sich Kurzarbeit auf Gehalt und Lohn aus?
    Tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden bekommen Sie regulär entlohnt. Aber selbst wenn Sie in Kurzarbeit gar nicht arbeiten, erhalten Sie einen Mindestbetrag als Kurzarbeitsentgelt. Je nach Höhe Ihres Bruttoeinkommens vor der Kurzarbeit zahlt Ihnen Ihr Arbeitgeber 80, 85 oder 90 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens. Verdienten Sie davor etwa monatlich unter 1.700 Euro brutto, erhalten Sie bei Kurzarbeit 90 Prozent. Unter 2.685 Euro brutto sind es 85 Prozent und ab diesem Betrag nur mehr 80 Prozent Ihres Nettogehalts. Zulagen, Zuschläge und laufende Provisionen werden eingerechnet, Diäten und Überstundenentgelte nicht. Lehrlinge erhalten weiterhin 100 Prozent der Lehrlingsentschädigung.
       
    Kann ich während der Kurzarbeit gekündigt werden?
    Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht möglich. Während der Corona-Kurzarbeit muss Ihr Arbeitgeber die Zahl der Arbeitnehmer halten, die der Betrieb davor beschäftigte. Nur personenbezogene Kündigungen sind in dieser Zeit möglich. Betriebsbedingte Kündigungen sind frühestens ein Monat nach Ende der Kurzarbeit erlaubt.
     
    Wie melde ich mich krank? 
    Kommen Sie nicht in die Arztpraxis! In den meisten Fällen ist eine telefonische Krankmeldung bei Ärzten mit Kassenvertrag möglich. Konkret gilt das für Arbeiter, Angestellte, Beamte und Eisenbahner (Versicherte von ÖGK und BVAEB). Keine Krankmeldung ist erforderlich, wenn Sie in Quarantäne (nach dem Epidemiegesetz) sind. Laut Arbeiterkammer müssen Sie in diesem Fall nur Ihren Arbeitgeber informieren.
     
    Darf ich aus Angst vor dem Virus eigenmächtig zu Hause bleiben?
    Nein. Ein grundloses eigenmächtiges Fernbleiben von der Arbeit stellt eine Verletzung der Dienstpflichten dar. Dies kann arbeitsrechtliche Folgen haben (bis hin zur Entlassung). Es könnte nur dann gerechtfertigt sein, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld bereits zu einer Ansteckung mit dem Virus gekommen ist. Ausgenommen davon sind alle Arbeitnehmer, die berufsbedingt regelmäßig mit Krankheiten zu tun haben (z.B. in Spitälern oder Apotheken). Wenn Home Office bei Ihnen nicht möglich ist und Sie der Risikogruppe angehören, werden Sie verpflichtend von der Arbeit freigestellt.  
     
    Die Schule bzw. der Kindergarten meiner Kinder ist geschlossen. Darf ich deshalb von der Arbeit fernbleiben?
    Das dürfen Sie nur, wenn die Betreuung Ihres Kindes anders nicht möglich ist. Wird Ihnen keine Betreuungsmöglichkeit gewährt, ist das laut Arbeiterkammer ein berechtigter Dienstverhinderungsgrund. Allgemein gilt: Gibt es anderweitige Betreuungsmöglichkeiten, müssen Sie diese nutzen und weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen.
     
    Darf mich mein Arbeitgeber einseitig nach Hause schicken?
    Grundsätzlich kann Sie Ihr Arbeitgeber jederzeit nach Hause zu schicken – auch wenn Sie nicht krank sind. Dann handelt es sich um eine „Dienstfreistellung“, nicht um einen Krankenstand, Zeitausgleich oder Urlaub. In diesem Fall muss die Firma Ihr Entgelt auf jeden Fall weiterzahlen.
     
    Darf mein Arbeitgeber einseitig Home Office anordnen?
    Nur, wenn es dazu bereits eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag gibt. Ansonsten muss Home Office zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber gemeinsam vereinbart werden. Nur Personen, die zur Risikogruppe gehören, kann seit den neuen Verschärfungen Home Office auch einseitig angeordnet werden.
     
    Was passiert, wenn ich wegen Quarantäne oder Erkrankung nicht am Arbeitsplatz erscheine?
    Sind Sie in Quarantäne oder im Krankenstand wegen einer Infektion mit dem Coronavirus, müssen Sie Ihren Arbeitgeber umgehend davon informieren. Der Arbeitgeber ist trotz Ausfalls der Arbeitsleistung gesetzlich verpflichtet, Ihr Gehalt weiterzuzahlen. Dafür kann er innerhalb von sechs Wochen Kostenersatz beim Bund beantragen. Auch als freier Dienstnehmer oder Selbstständiger können Sie dort eine Entschädigung für den Verdienstausfall beantragen. Als befristet Beschäftigter haben Sie Anspruch auf Fortzahlung des Gehalts bis zum Vertragsende.
     
    Welche Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz kann ich von meinem Arbeitgeber erwarten?
    Ihr Arbeitgeber muss zweckmäßige Schutzmaßnahmen treffen, um eine Ansteckung der Beschäftigten bestmöglich zu verhindern. Das umfasst eine leicht zugängliche Möglichkeit zur Desinfektion und Hygieneempfehlungen für die Beschäftigten. Nur in Sonderfällen sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, Schutzmasken bereitzustellen (z.B. bei der Arbeit in Spitälern). Zum besonderen Schutz der Risikogruppen werden gefährdete Personen verpflichtend von der Arbeit freigestellt, wenn Home Office für sie nicht möglich sein sollte.
     
    Darf ich während der Arbeit eigenmächtig eine Schutzmaske aufsetzen?
    Das kommt auf die Ansteckungsgefahr an. Ist sie bei Ihrer Arbeit nicht überdurchschnittlich hoch (z.B. durch intensiven Kunden- oder Patientenkontakt), darf Ihnen Ihr Arbeitgeber das Tragen von Schutzmasken verbieten. Das ist aber branchenabhängig und muss im Einzelfall beurteilt werden. Bedenken Sie: Das Tragen von Schutzmasken schützt oft nicht vor einer Ansteckung.
  • Was soll ich bei Urlauben beachten?
    Was soll ich allgemein bei Urlauben beachten?
    Das Außenministerium rät momentan ab "von nicht unbedingt notwendigen Reisen" ins Ausland. Weltweit gilt derzeit mindestens Sicherheitsstufe 4.
     
    Aufrechte Reisewarnungen (Sicherheitsstufe 6) in Europa:
    Albanien | Andorra | Bosnien-Herzegovina | Bulgarien | Kosovo | Moldau | Montenegro | Nordmazedonien | Rumänien | Russland | Serbien | Ukraine | Weißrussland
    Aufrechte Reisewarnungen außerhalb Europas gelten derzeit z.B. für:
    Ägypten | Argentinien | Bahrain | Bangladesch | Brasilien | Chile | Costa Rica | Ecuador | Indien | Indonesien | Iran | Israel | Kuwait | Malediven | Mexiko | Nigeria | Pakistan | Peru | Philippinen | Senegal | Südafrika | Türkei | Vereinigte Staaten (USA)
    Partielle Reisewarnungen gelten für China (Provinz Hubei) | für die französischen Regionen Ile de France, Paris und Provence-Alpes-Côte d'Azur | für das spanische Festland und die Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza, Formentera) | und für Tschechien (Prag).  
     
    Was muss ich aktuell beim Grenzverkehr mit Österreichs Nachbarländern beachten?
    Ungarn hat seit 1. September alle Grenzen geschlossen. Nicht-ungarische Staatsbürger dürfen nicht einreisen, ungarische Heimkehrer müssen in Quarantäne oder brauchen zwei negative Coronatests. Ausnahmen gibt es nur für Berufspendler und den Transitverkehr. 
    Beim Grenzverkehr mit allen anderen Nachbarländern gibt es beidseitig keine Reisebeschränkungen mehr. Detaillierte Informationen zu Einschränkungen bei der Einreise aus anderen Staaten finden Sie hier: Reisebeschränkungen durch das Coronavirus.  
     
    Welche Länder (für die es keine aufrechte Reisewarnung gibt) haben Einreisebeschränkungen für Österreicherinnen und Österreicher eingeführt?
    Slowenien hat am 28. September eine Reisewarnung für Wien, Tirol und Vorarlberg erlassen. Die Niederlande haben das am 22. September für Wien und Innsbruck getan, Deutschland schon am 16. September für Wien (deutsche Reisewarnung gilt inzwischen auch für Tirol und Vorarlberg). Die Schweiz hat eine Quarantänepflicht für Reisende aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich eingeführt. Belgien hat Wien, Tirol und Vorarlberg auf die "rote Liste" gesetzt. Norwegen und Dänemark haben das für Reisende aus ganz Österreich getan. Auch in FinnlandZypern und Ungarn gibt es aktuell Einreisebeschränkungen für Österreicher. (Stand: 28.9.2020)

    Ich wohne in Wien und habe eine 14-tägige Pauschalreise in die Schweiz gebucht. Jetzt ist bekannt geworden, dass für Reisende aus dem Bundesland Wien eine Quarantänepflicht bei der Einreise in die Schweiz besteht. Kann ich die Pauschalreise kostenlos stornieren?
    Das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz führt eine Liste von betroffenen Gebieten oder Staaten mit erhöhtem Infektionsrisiko (www.bag.admin.ch). Die Liste wird regelmäßig aktualisiert. Das Bundesland Wien wurde am 14.9.2020 als Risikogebiet in die Liste aufgenommen. Das bedeutet, dass Sie sich nach der Einreise für 10 Tage in verpflichtende Quarantäne begeben müssen, solange das Bundesland Wien als Risikogebiet eingestuft ist. Ein negatives Testergebnis hebt weder die Quarantänepflicht auf noch verkürzt es die Dauer der Quarantäne. Die Durchführung der Pauschalreise ist durch die mehrtägige Quarantäne somit wesentlich beeinträchtigt. Sie können die Pauschalreise kostenlos stornieren. Voraussetzung ist natürlich, dass die zwingende Quarantäne zum Datum Ihrer geplanten Anreise noch gilt.

    Ich wohne in Wien und habe ein Hotel in Berlin gebucht. Ich habe nunmehr erfahren, dass Deutschland eine Reisewarnung für das Bundesland Wien ausgesprochen hat. Ich muss bei der Einreise einen negativen COVID-19-Test vorweisen, ansonsten in Quarantäne. Kann ich das Hotel kostenlos stornieren?
    Eine kostenlose Stornierung ist in diesem Fall nicht möglich. Die Einreisemodalitäten sind bei einer Individualreise nicht Teil des Vertrages. Prüfen Sie jedoch die Buchungsbedingungen. Viele Hotels kann man bis kurz vor Anreise kostenlos oder kostengünstig stornieren. Sollte dies nicht möglich sein, können Sie versuchen, eine gütliche Einigung mit dem Beherbergungsbetrieb (z.B. eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt) zu erzielen.

    Kann ich nach Österreich einreisen, wenn für meinen Aufenthaltsort aktuell eine Reisewarnung besteht?

    Österreicher und andere EU-Bürger, die aus einem Land nach Österreich einreisen möchten, für das aktuell eine Reisewarnung gilt, müssen einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als drei Tage ist. Ist das nicht möglich, müssen sie einen Corona-Test innerhalb von 48 Stunden auf eigene Kosten nachholen. Zusätzlich müssen sie eine zehntägige Quarantäne antreten (unabhängig vom Testergebnis). Angehörige dieser Staaten dürfen nur mit Sondergenehmigung nach Österreich einreisen (ausgenommen EU-Mitglieder). 
     
    Kann ich meinen gebuchten Urlaub kostenfrei stornieren? 
    Leider gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort. Es kommt auf den Einzelfall an: Wann und wohin genau geht die Reise? Handelt es sich um eine Pauschal- oder Individualreise? 
    Individualreisende haben von vornherein kein kostenloses Rücktrittsrecht. Bucht man Flug und Hotel unabhängig voneinander, gilt oft das Recht des Ortes, an dem die jeweiligen Leistungen erbracht werden.
    Pauschalreisende sind hier deutlich besser geschützt. Ein kostenloser Rücktritt vom Pauschalreisevertrag ist möglich. Die Voraussetzung: Am Reiseziel treten „außergewöhnliche Umstände“ auf, die die Durchführung der Pauschalreise erheblich beeinträchtigen. Das ist z.B. der Fall, wenn es für den Zielort z.B. eine Reisewarnung gibt. Dann ist der Reiseveranstalter verpflichtet, alle bereits geleisteten Zahlungen zurückzuzahlen. Dasselbe gilt, wenn z.B. inkludierte Besichtigungstouren nicht möglich sind und die Pauschalreise dadurch nicht wie geplant stattfinden kann. Eine darüber hinausgehende Entschädigung (etwa für entgangene Urlaubsfreude) gibt es allerdings nicht.
     
    Ich habe für Oktober eine Pauschalreise nach Griechenland gebucht. Wie soll ich mich jetzt verhalten?
    Falls Sie die Reise nicht antreten möchten, sind Sie derzeit leider in einer „Pokersituation“. Wenn Sie schon jetzt stornieren, wird eine Stornogebühr fällig (je früher, desto geringer). Falls die Lage am Zielort noch vor Reiseantritt eskaliert (und z.B. wieder ein Einreiseverbot verhängt wird), können Sie kostenlos zurücktreten. Wir raten, sich mit dem Anbieter in Verbindung zu setzen – vielleicht wird Ihnen eine kos­tenlose Umbuchung angeboten.
     
    Was ist mit meinem gebuchten und bezahlten Flug?
    Rechtlich ist es so: Storniert die Linie den Flug von selbst, gilt die Fluggastrechte-Verordnung der EU. Sie bekommen binnen sieben Tagen das ganze Geld zurück. Findet der Flug statt und Sie als Kunde entscheiden nicht zu fliegen, können Sie nur um Umbuchung oder eine Gutschrift bitten (Kulanz). Manche Airlines bieten auch für bereits annullierte Flüge Umbuchungen an. Prüfen Sie, ob solche Angebote für Sie hinsichtlich allfälliger Befristungen, Termine und angebotener Strecken akzeptabel sind; andernfalls bestehen Sie auf Rückerstattung.
     
    Mein AUA- bzw. Laudamotion-Flug wurde annulliert, die Airline bietet mir aber keine Rückerstattung an. Was kann ich tun?
    In der Kommunikation der Airlines geht meist unter, dass man in diesem Fall das Recht auf volle Rückerstattung hat. Wie wir aus vielen Beschwerden wissen, verläuft der Prozess nicht immer reibungslos ab. Der Kontakt zur Fluggesellschaft ist oft mühsam. Deshalb haben wir vom VKI bis Ende Juni eine Sammelaktion gestartet, um betroffenen Konsumenten kostenlos bei der Durchsetzung der Ansprüche auf Rückerstattung der Ticketpreise zu helfen. 
     
    Ich darf in dem Land, wo ich hinfliegen wollte, aktuell nicht einreisen (z.B. USA) oder bekomme kein Visum mehr für dieses Land (z.B. Indien). Bekomme ich das Geld für mein Flugticket zurück? 
    Das ist derzeit noch rechtlich unklar. Können Sie nachweisen, dass Sie im Land, wo der Flug hingeht, geblieben wären? Haben Sie z.B. schon eine Hotelbuchung oder einen Rückflug von dort? Dann teilen Sie das der Fluglinie mit. Argumentieren Sie, dass die Grundlage des Vertrages weggefallen sei und Sie daher um Rückerstattung des Ticketpreises bitten. Viele Fluglinien bieten in so einem Fall ohnehin von sich aus zumindest eine kostenlose Umbuchung an. Das heißt, Sie bekommen einen Gutschein und können ihn bei einer späteren Buchung verwenden.
     
    Ist eine Reisewarnung des Außenministeriums zwingende Vorausset­zung für ein kostenloses Storno? 
    Nein. Laut bisherigen Urteilen des Obersten Gerichtshofs reicht es, dass auf Basis seriö­ser Medienberichte ein Reiseantritt unzu­mutbar ist.
     
    Ich wohne in Österreich, bin öster­reichischer Staatsbürger und habe bei einem deutschen Reiseveranstalter eine Pauschalreise gebucht. Eine Woche vor Abreise gibt es laut österreichischem Außenministerium eine Reisewarnung für mein Urlaubsland, laut deutschem Außenministerium nicht – kann ich kostenlos zurück­treten?
    Uns erreichen immer wieder ähn­liche Schilderungen, wo deutsche Reise­veranstalter einen kostenlosen Rücktritt in derartigen Fällen verweigern und damit ­argumentieren, dass die deutsche Bundesregierung keine Reisewarnung ausgegeben hat. Wir sehen das anders: Dadurch, dass Sie in Österreich wohnen, österreichischer Staatsbürger sind, aus Österreich gebucht haben und der Veranstalter all diese Fakten durch Angabe Ihrer Daten bei der Buchung gewusst hat, muss sich der Veranstalter das zurechnen lassen. Wir sind der Meinung, dass das österreichische Außenministerium für Ihre Sicherheit zuständig ist. Unseres ­Erachtens kann man in derartigen Fällen ­somit unter Berufung auf § 10 Abs. 2 des Pauschalreisegesetzes auf ein kostenloses Rücktrittsrecht pochen. 
     
    Muss ich nach einem kostenlosen Storno einen Gutschein akzeptieren?
    Nein. Wenn Sie das Recht hatten kostenlos zurückzutreten, dann steht Ihnen Geld zu. Falls es Kulanz war, ist ein Gutschein in Ordnung. Die Fluggastrechte-Verordnung und die Pauschalreiserichtlinie sehen keine Wertgutscheine vor. Sie haben also das Recht, Ihr Geld zurückzuverlangen. Pauschalreiseveranstalter sind außerdem gesetzlich verpflichtet, bezahlte Kundengelder gegen die eigene Insolvenz abzusichern. Wird der Reiseveranstalter nach Ihrer Zahlung insolvent, erhalten Sie die bezahlten Reisekosten zurück. Das gilt grundsätzlich für die gesamte EU.
     
    Was kann ich tun, wenn ich trotzdem nur einen Gutschein oder eine Gutschrift bekomme? 
    Auf unserer Webseite europakonsument.at finden Sie drei Musterbriefe für verschiedene Fälle bzw. Situationen:
    1. Wenn Sie selbst direkt über die Homepage der Airline gebucht haben und die Fluglinie nur einen Gutschein anbietet, wählen Sie diesen Musterbrief.
    2. Wenn Sie nicht über eine Buchungsplattform oder ein Online-Reisebüro gebucht haben und Ihnen nur einen Gutschein angeboten wird, wählen Sie diesen Musterbrief.
    3. Wenn Sie bei einem Pauschalreiseanbieter gebucht haben, dieser die Reise inkl. Flug nicht erbringen kann und Ihnen nur einen Gutschein anbietet, wählen Sie diesen Musterbrief.  
     
    Was ist der "Corona Voucher" und welche Auswirkungen hat er auf meine Rechte als Konsument?
    Erste europäische Regierungen haben Sonderregelungen eingeführt, die übliche Rückerstattungspflichten in der Tourismus-Branche vorübergehend einschränken. Damit wollen sie die Reisebranche unterstützen, die unter der Corona-Krise wirtschaftlich massiv leidet. Konkret erlauben Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande etwa den Fluglinien, statt Geldrückzahlungen Gutscheine auszustellen - den sogenannten Corona Voucher. Das gilt auch bei Absagen seitens der Reise- und Transportunternehmen, ist aber nicht im Einklang mit der bestehenden EU-Gesetzgebung. Die EU-Kommission verurteilt dieses Vorgehen und mahnt die Staaten zur Wahrung geltender Konsumentenrechte, die der "Corona Voucher" zumindest vorübergehend schwächt.
     
    Nützt mir meine Reiseversicherung etwas?
    Nein, die Reiseversicherung deckt in diesem Fall keine Stornokosten. Auch, wenn Sie selbst an COVID-19 erkranken, ist das kein Stornogrund im Sinne der Versicherungsbedingungen. Erkrankungen durch Pandemien und Epidemien sind von der Deckung ausgenommen (Pandemieklausel). Für Details prüfen Sie bitte Ihre Versicherungspolizze.
     
    Wer bezahlt die zusätzlichen Hotelnächte, wenn ich am Urlaubsort in Quarantäne komme? 
    Das hängt vom Recht des Staates ab, wo das passiert. In manchen Ländern übernimmt der jeweilige Staat zumindest teilweise die Kosten. In Österreich ist rechtlich nicht eindeutig geklärt, wer für die Kosten zu welchem Teil aufkommt. Wir kennen aber bislang niemanden, der in Österreich zur Zahlung aufgefordert wurde. Sollte es Ihnen dennoch passieren, sagen Sie dem Hotelbetreiber oder Reiseveranstalter, dass er die Kosten vom jeweiligen Staat fordern soll, der die Quarantäne verhängte. Notfalls halten Sie auf der Rechnung fest: „Zahlung unter Vorbehalt der rechtlichen Klärung und Rückforderung“.
     
    Ich habe in einem Hotel eine Anzah­lung geleistet, es wurde geschlossen. Wegen der Rückerstattung verwies man mich an die Buchungsplattform, die mich hängen lässt. Wer ist da wirklich zuständig?
    Der Vertrag über die Zimmermiete besteht üblicherweise direkt mit dem Hotel. Wenn es nur eine Plattform war, dann buchte wohl das Hotel selbst die Anzahlung ab und muss diese in einem solchen Fall daher auch direkt erstatten. Etwas anders läge der Fall, wenn Sie die Unterkunft über ein Online-Reisebüro ge­bucht hätten. In diesem Fall wäre das Online-Reisebüro für die Rückabwicklung der Anzahlung Ihr Ansprechpartner.
     
    Ich habe über eine Buchungsplattform einen Flug gebucht, der annulliert wurde. Weder die Buchungsplattform noch die Airline zeigen sich bereit, mir Geld zurückzuzahlen. Was kann ich tun?
    Wer bei Vermittlern wie Opodo, Expedia & Co Flüge gebucht hat, die aufgrund der Pandemie annuliert wurden, hat es derzeit leider schwer, an sein Geld zu kommen. Allein über die Buchungsplattform Opodo gibt es Hunderte Beschwerden, auch Vermittler wie Expedia, Flüge.de oder Flugladen werden häufig genannt. Betroffene Konsumenten verweisen sie an die Airlines, die sehen wiederum die Vermittler in der Pflicht und schicken die Konsumenten im Kreis. Zahlen die Onlineplattformen doch, verrechnen sie häufig hohe Bearbeitungsgebühren. Laut EVZ  sind diese intransparenten Gebühren unzulässig. Warten auch Sie immer noch auf Ihr Geld, sollten Sie sich an die Kreditkartenfirma wenden, mit der Sie die Buchung durchgeführt haben. Kreditkartenfirmen gewähren Ihnen in der Regel eine "Einspruchsfrist" ("Chargeback") gegen bereits erfolgte Abbuchungen, wenn Leistungen nicht erbracht werden. Haben Sie über den Online-Bezahldienst Paypal gezahlt, können Sie direkt bei Paypal einen Antrag auf Käuferschutz stellen. Wenn das ausscheidet, können Sie sich an Verbraucherschutzeinrichtungen wie uns wenden oder selbst klagen, wenn es Ihnen der Aufwand und die Klagsgebühr wert sind.
     
    Ich hatte bei einem Reiseveranstalter aus Deutschland für Juli 2020 eine Pauschalreise nach Kroatien gebucht. Ich habe eine Anzahlung geleistet. Das Hotel in Kroatien hat mir vor der Abreise bestätigt, dass es geschlossen hat. Die Flüge wurden von der Fluglinie abgesagt. Der Reiseveranstalter fordert dennoch von mir eine Stornogebühr – mit der Begründung, dass ich die Restzahlung nicht beglichen habe und daher vertragsbrüchig geworden sei. Muss ich die Storno­gebühr bezahlen?
    Nein. Da in Ihrem Fall die gebuchten Leistungen nicht erbracht werden konnten (geschlossenes Hotel in Kroatien, abgesagte Flüge), darf der Reise­veranstalter keine Stornogebühr verrechnen. Eine Stornogebühr ist als pauschalierter Schadenersatz anzusehen. Solange dem ­Reiseveranstalter kein Schaden entsteht, ist eine Stornogebühr somit nicht zulässig. Sie müssen diese nicht bezahlen und können die Rückerstattung der Anzahlung fordern.
     
    Wir haben in Kroatien ein Boot gechartert, den geplanten Segeltörn aber angesichts der Reisewarnung nicht angetreten. Der Vermieter beharrt auf Bezahlung. Ist das wirklich rechtens?
    In diesem Fall unterliegt der Vertrag kroatischem Recht. Die Konsequenzen sind nicht eindeutig. Sollte die gebuchte Leistung vom Vermieter erbracht werden können, wird es schwierig. Natürlich können Sie auch in diesem Fall mit der Reisewarnung argumentieren. Wenn der Vermieter stur bleibt, ließe sich diese Frage wohl nur gerichtlich klären.
     
    Ich habe eine Pauschalreise für Oktober nach Griechenland gebucht. Da ich Risikopatient bin, möchte ich mich nicht der Gefahr in der Enge eines Flugzeuges aussetzen. Ist das ein Grund für kostenlosen Reiserücktritt?
    Solange nicht völlig klar ist, ob die Reise tatsächlich stattfindet oder vom Veranstalter abgesagt wird, ist wohl nur ein Rücktritt (verbunden mit Stornokosten) möglich. Es sei denn, Sie erhalten ein für Sie passendes Kulanzangebot. Dass man Risikopatient ist, ist eine verständliche Sorge, wird aber nicht "Teil des Vertrages" gewesen sein und ist somit schwer zu argumentieren. 
    Griechenland hat übrigens vor kurzem seine Einreisebestimmungen verschärft. Seit 1. Juli 2020 ist bei der Einreise nach Griechenland am Land-, See- und Luftweg eine Registrierung auf der Homepage https://travel.gov.gr/ verpflichtend.
     
    Ich habe einen Flug nach Griechenland gebucht. Kann ich wegen der strengen Einreisebestimmungen kostenlos stornieren? 
    Nein. Die Einreisemodalitäten sind nicht Teil des Beförderungsvertrages mit der Fluglinie. Dass Sie Angst vor einer Quarantäne nach der Einreise haben, ist zwar nachvollziehbar, aber kein Grund für ein kostenloses Storno Ihres Fluges. Auch, wenn Sie selbstständig eine Unterkunft in Griechenland gebucht haben, können Sie deshalb nicht kostenlos stornieren. Die verschärften Einreisebestimmungen sind auch hier nicht Teil Ihres Vertrages. Prüfen Sie aber Ihre Buchungsbedingungen. Vielleicht ist Ihre Unterkunft noch bis kurz vor der Anreise stornierbar.
     
    Ich wurde zu Hause in Österreich unter Quarantäne gestellt. Deshalb kann ich jetzt meine gebuchte Reise nicht antreten. Wer ersetzt mir die Stornokosten?
    Das ist derzeit nicht hundertprozentig klar geregelt. Es könnte sein, dass Ihnen der Staat Österreich das ersetzt. Bitte wenden Sie sich an die Bezirkshauptmannschaft Ihres Wohnortes bzw. (in Wien) an das jeweilige Magistratische Bezirksamt.
     
    Ich habe Angst, am Urlaubsort in Quarantäne zu kommen. Ich will ja nicht den ganzen Urlaub eingesperrt in einem Hotel verbringen. Kann ich kostenlos stornieren? 
    Nein, die Angst, dass das vielleicht passieren könnte, reicht nicht. Sobald aber klar ist, dass man am Reiseziel wirklich in Quarantäne muss, kann man kostenlos zurücktreten - voraus­gesetzt, es handelt sich um eine Pauschal­reise. Bei reinen Hotelbuchungen hängt es vom nationalen Recht ab.
     
    Ich habe nur ein Flugticket gebucht und darf am Zielort zwar einreisen, müsste aber aufgrund des Abflugortes sofort in mehrtägige Quarantäne. Bekomme ich das Geld zurück?
    Das ist derzeit rechtlich noch unklar. Fragen Sie bei der Fluglinie nach, ob man Ihnen eine kostenlose Umbuchung oder einen Gutschein anbietet.
     
    Ich habe eine Kreuzfahrt mit Start in Portugal gebucht. Kann ich kostenlos stornieren? 
    Ja. Solange die Reisewarnung des Außenministeriums für die Region besteht, in der der Hafen liegt, haben Sie Anspruch auf einen kostenlosen Rücktritt. Besteht diese nicht mehr, wird die Lage unklarer. Probieren Sie mit dem Reiseveranstalter zu verhandeln. Vielleicht ist ein Gutschein für eine spätere Kreuzfahrt oder der Zustieg in einem anderen Hafen eine Lösung. Wird aber die Reiseroute der Kreuzfahrt erheblich geändert, haben Sie das Recht kostenlos zu stornieren. Setzen Sie sich mit dem Veranstalter in Verbindung und berufen Sie sich auf § 9 Pauschalreisegesetz. 
     
    Meine Familie hat für Oktober ein Appartement in Portugal gebucht. Der Flug wurde mittlerweile annulliert; wir wissen derzeit nicht, ob und wie wir an unser Ziel gelangen. Eine Anzahlung haben wir geleistet. Können wir zurücktreten?
    Beim annullierten Flug haben Sie Anspruch auf volle Rückerstattung des Ticketpreises. Was das Appartement betrifft, gilt portugiesisches Recht. Ob hier eine Stornomöglichkeit vorliegt, ist im Einzelfall zu prüfen. Wir raten daher, sich direkt mit dem Vermieter in Verbindung zu setzen.
     
    Ich bin bereits im Ausland und möchte meine Pauschalreise abbrechen bzw. früher beenden, weil sich hier das Coronavirus stark ausbreitet. Wer trägt da die Kosten? 
    Wir sind überzeugt: Sie haben in diesem Fall ein Recht zum vorzeitigen Abbruch der Reise. Wenn vor Ort plötzlich ein hohes Risiko besteht, sollte der Veranstalter die Kosten einer Heimreise tragen. Schließlich dürfen Sie bei Gefahr am Urlaubsort auch kostenlos von einer bevorstehenden Reise zurücktreten. Bitten Sie das Reisebüro, den Reiseveranstalter oder dessen Reiseleiter vor Ort eine frühere Heimreise für Sie zu buchen. Machen Sie das am besten schriftlich unter Fristsetzung und geben Sie bekannt, wann sie sonst notgedrungen selbst diesen Rücktransport buchen werden (und sich dabei Kostenersatz vorbehalten).
     
    Ich habe ein Hotel in Andalusien ge­bucht, um von dort auf eigene Faust eine Rundreise zu starten. Das wird aber nur eingeschränkt möglich sein. Kann ich meinen Hotelaufenthalt kostenlos stornieren?
    Für alle ähnlichen Fälle gilt: Es kommt auf die nationalen Regelungen (hier spanisches Recht) an. Im Kontakt mit unseren europäischen Part­nerorganisationen versuchen wir uns derzeit einen Überblick zu ver­schaffen. Wir empfehlen Ihnen, mit der Unterkunft Kontakt aufzunehmen. Vielleicht kann eine Einigung getroffen werden, die die Interessen beider Seiten wahrt (etwa Gut­schrift einer geleisteten Anzahlung auf den nächsten Aufenthalt).
     
    Unsere 12-tägige Indien-Rundreise wurde wegen der Corona-Krise nach dem 3. Tag abgebrochen. Jetzt wird mir eine Entschädigung von rund 400 Euro als Gutschein angeboten. Ist das rechtens?
    Klar ist: Einen Gutschein müssen Sie nicht akzeptieren, Ihnen steht eine aliquote Rückzahlung des Reisepreises zu. Der Betrag erscheint außerdem zu niedrig. Es wäre also noch zu prüfen, ob die angebotene Summe korrekt ist. Berechnungsgrundlage ist jedenfalls der Gesamtpreis inkl. Flug.
     
    Ich war im März 2020 in Tunesien. Der Rückflug wurde am 16.3.2020 aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt. Der Reiseveranstalter konnte die vorzeitige Heimreise nicht organisieren. Ich habe dann mit der österreichischen Botschaft Kontakt aufgenommen, die mir einen Rückflug organisierte, für den pro Person 200 Euro zu zahlen waren. Kann ich diese Kosten zurückfordern?
    Ja. Bei einer Pauschalreise liegt die Verantwortung für den Rücktransport in einem solchen Fall beim Veranstalter. Die Republik Österreich ist in diesem Fall für dieses Versäumnis sozusagen nur eingesprungen. Sie haben also einen Rückerstattungsanspruch gegenüber dem Reiseveranstalter.
     
    Wir buchten im Dezember 2019 eine Pauschalreise nach Ägypten für den Reisezeitraum 12.3.2020 bis 26.3.2020. Wir konnten die Pauschalreise antreten, der Reiseveranstalter hat diese jedoch am 20.3.2020 abgebrochen und einen Rückflug nach Österreich organisiert. Erst während des Fluges wurden wir informiert, dass es sich um einen Repatriierungsflug handelt. Nunmehr erhielten wir eine Zahlungsaufforderung des österreichischen Außenministeriums in der Höhe von 300 Euro pro Person. Muss der Reiseveranstalter diese Kosten übernehmen?
    Gemäß § 11 Abs. 6 des Pauschalreisegesetzes hat der Reiseveranstalter im Rahmen einer Pauschalreise bei einem Abbruch der Reise für die unverzügliche Rückbeförderung des Reisenden ohne Mehrkosten für den Reisenden zu sorgen. In Ihrem Fall hat der Reiseveranstalter zu diesem Zweck die Repatriierungsflüge des österreichischen Außenministeriums genutzt und Sie auch auf diese Flüge eingebucht. Die zusätzlichen Kosten für die Repatriierungsflüge sind somit vom Reiseveranstalter zu übernehmen. Da Ihre Reise zudem abgebrochen wurde, sind auch die nicht konsumierten Reisetage vom Reiseveranstalter anteilig an Sie zurückzuzahlen.
     
    Wir möchten heuer noch ans Meer und im September doch noch einen Urlaub in Kroatien buchen und mit dem Auto anreisen. Was raten Sie uns?
    Da ist derzeit Eigeninitiative gefragt. Beobachten Sie die Situation genau und informieren Sie sich regelmäßig über die Lage in Kroatien. Derzeit hat Österreich für das Land eine Reisewarnung erlassen. Generell gilt: Hat man nur eine Unterkunft mit Eigenanreise gebucht, ist die Anreise nicht Teil des Reisevertrags. Wenn Sie letztlich doch nicht anreisen wollen oder können, ist es sinnvoll, mit der Unterkunft Kontakt aufzunehmen und über eine kostenlose Umbuchung oder Gutscheinlösung für eine allenfalls schon geleistete Anzahlung zu verhandeln. 
     
    Ich möchte für den Herbst ein extrem günstiges Angebot für einen Badeurlaub in der Türkei buchen. Spricht etwas dagegen?
    Derzeit gibt es auch für die Türkei eine aufrechte Reisewarnung. Wie sich die Situation hinsichtlich Ein- und Ausreisebestimmungen und Quarantäneanordnungen weiter entwickelt, bleibt generell ziemlich unsicher. Wer jetzt eine Reise bucht, geht also ein gewisses Risiko ein. Es spricht einiges dafür, in den nächsten Monaten eher kurzfristig zu buchen und immer die Stornobedingungen genau im Auge zu behalten. Einige Touristikunternehmen gehen dazu über, die sonst üblichen Stornobedingungen zu lockern bzw. mit kostenlosen Rücktrittsmöglichkeiten zu werben.
     

     
     
    Unsere Corona-Reiserechtshotline wird krisenbedingt bis 30. September 2020 verlängert. Unter der Telefonnummer 0800 201 211 beantworten wir Montag - Freitag (werktags) von 9:00 - 12:00 kostenlos Ihre Fragen rund um Ihren Urlaub.
  • Was bedeutet das für Abos und Veranstaltungen?
    Welche Veranstaltungen dürfen derzeit stattfinden?
    Seit 14. September dürfen Veranstaltungen im Freien nur mehr mit bis zu 3000 Teilnehmern und drinnen mit bis zu 1.500 Teilnehmern stattfinden. Bei mehr als 50 Teilnehmern (Indoor) bzw. 100 Teilnehmern (Outdoor) muss es zugewiesene Plätze geben. Allgemein gilt: Ein Meter Mindestabstand oder Schutzmaskenpflicht. Ab einer Größe von 500 bzw. 750 Teilnehmern (je nachdem, ob Indoor oder Outdoor) müssen Veranstaltungen bzw. deren Präventionskonzepte von der Bezirksverwaltungsbehörde bewilligt werden. 
    Seit 21. September gilt in geschlossenen Räumen eine Höchstgrenze bei privaten Feiern und Zusammentreffen von zehn Personen. Dieselbe Personenobergrenze gibt es auch in der Gastronomie pro Tisch, NICHT aber für Privatwohnungen. Bei Kultur- und Sportveranstaltungen bleiben die bisherigen Obergrenzen aufrecht.
     
    Großveranstaltungen (also auch Stadtfeste oder Musikfestivals) konnten auch im Sommer nicht stattfinden. Das betrifft z.B. auch die Olympischen Sommerspiele in Tokio, die Fußball-Europameisterschaft oder den Eurovision Song Contest, die coronabedingt abgesagt bzw. verschoben werden mussten.
     
    Ich habe ein Ticket für eine Veranstaltung. Bekomme ich mein Geld zurück?
    Wurde eine Veranstaltung abgesagt, bekamen die Konsumenten bislang Ihren Ticketpreis zurück. Die Regierung hat das nun im Sinn der Veranstalter geändert und eine neue gesetzliche Regelung geschaffen. Wenn eine Kunst-, Kultur- oder Sportveranstaltung aufgrund der Pandemie im Jahr 2020 nicht stattfinden kann, muss der Veranstalter das bereits empfangene Geld nicht mehr zurückzahlen. Stattdessen kann er Ihnen als Konsument einen Gutschein ausstellen. Das gilt für Ticketpreise bis zu 70 Euro. Übersteigt der Betrag 70 Euro, bekommen Sie einen Gutschein und nur den Differenzbetrag ausbezahlt. Lösen Sie den Gutschein bis Ende 2022 nicht ein, haben Sie das Recht, sich den gesamten Betrag auszahlen zu lassen. Dabei tragen Sie als Konsument allerdings das Risiko einer zwischenzeitlichen Insolvenz des Veranstalters. Lesen Sie hier die Details zur Gutscheinlösung.
     
    Ich habe Karten für ein Musical in Deutschland gekauft und hätte meine Reise dorthin extra auf diese Veranstaltung ausgerichtet. Der Veranstalter beruft sich auf die deutsche COVID-19-Gesetzgebung und möchte mir nur einen Gutschein erstatten. Kann ich auf einer Auszahlung des Gutscheins bestehen?
    Ja. Es gibt eine Ausnahmebestimmung im deutschen „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Veranstaltungsvertragsrecht“. Wenn Sie extra aus Österreich anreisen und extra Übernachtungskosten tragen müssten, können Sie die Veranstaltung nur unter Aufwendung von zusätzlichen Reisekosten besuchen. In diesem Fall sieht die deutsche Regelung vor, dass Sie aufgrund hoher unausweichlicher Kosten bei einem Nachholtermin Anspruch auf Auszahlung der Ticketkosten haben.
     
    Wir hatten für den F1-Grand-Prix in Spielberg schon vor langer Zeit Karten über Global Tickets gekauft. Jetzt bot das Unternehmen an, den Ticketpreis zu erstatten, behielt aber 70 Euro „Bearbeitungsgebühr“ ein. Ist das zulässig?
    Wir meinen: nein. Uns liegen mehrere ähnliche Fälle vor. Selbst eine bereits zuvor bezahlte „Vermittlungsgebühr“ ist bei coronabedingter Absage möglicherweise anfechtbar. Unsere Rechtsabteilung plant dazu Musterprozesse.
     
    Ich habe ein Ticket für das "Nova Rock"-Musikfestival. Darf der Veranstalter den Ticketpreis (190 Euro) auf die drei Festival-Tage aufteilen, um sich die Rückzahlung zu ersparen?
    Nach derzeitigem Stand scheint das rechtlich in Ordnung zu sein. In einem Bericht des Justizausschusses heißt es dazu: Bei mehrtägigen Veranstaltungen wie Musikfestivals kann der Veranstalter für jeden einzelnen Veranstaltungstag einen gesonderten Gutschein von bis zu 70 Euro ausstellen. Im Gesetzestext selbst steht davon allerdings nichts. Mehr über verfassungsrechtliche Bedenken und die Details der Gutscheinlösung erfahren Sie auf der Webseite unserer VKI-Rechtsabteilung. Aktuell bietet der Veranstalter des Festivals jedenfalls nur in Ausnahmefällen eine Rückzahlung an. Möglich soll das für jene Teilnehmer sein, die nachweislich durch die Corona-Krise ihren Job verloren haben. Nähere Informationen dazu finden Sie hier: www.novarock.at/ticket-info .
     
    Ich habe für die Teilnahme am abgesagten Vienna City Marathon gezahlt und bin unzufrieden mit den Rückerstattungsoptionen. Was kann ich tun?
    Der Veranstalter hält sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen. Er bietet aktuell nur 30% Rückerstattung oder eine Gratis-Teilnahme am Vienna City Marathon 2021 oder 2022 an. Das müssen Sie nicht akzeptieren. Wir vom VKI mahnten den Veranstalter erfolgreich auf Unterlassung. Einen VKI-Musterbrief, mit dem Sie auch die Chipmiete und einen Gutschein über die restlichen 70% Ihrer Zahlungen anfordern können, finden Sie hier: Vienna City Marathon - Ihre Rechte nach der Absage
     
    Ich hatte für meine Hochzeit im Mai ein Lokal für 70 Gäste reserviert. Ist es zulässig, dass mir eine Stornogebühr verrechnet wird, nachdem ich die Hochzeit verschieben musste?
    Nein. Wir sehen keine Rechtsgrundlage dafür. Anders läge der Fall, wenn die Absage einer solchen Reservierung unter normalen Umständen und kurzfristig erfolgen würde.
     
    Ich habe ein Abo bei einem Fitnesscenter. Muss ich für die Zeit zahlen, in der es geschlossen war?
    Nein. Solange der Freizeitdienstleister geschlossen war, entfällt aus rechtlicher Sicht die Zahlungsverpflichtung. Sie müssen in diesem Zeitraum also NICHT für Ihre Mitgliedschaft zahlen, da die Leistung des Fitnesscenters nicht erbracht werden kann. Für den Monat März können Sie den halben Betrag zurückverlangen. Für den April kann die Zahlung eingestellt werden. 
    Wollen Sie zukünftige Zahlungen stoppen? Informieren Sie Ihre Bank und widerrufen Sie den Dauerauftrag oder das Lastschriftverfahren. Informieren Sie das Unternehmen schriftlich darüber und bewahren Sie die entsprechenden Unterlagen als Nachweis auf. 
    Wir wissen, dass Freizeitdienstleister verschiedene Formen der Kompensation anbieten (Verlängerung der Mitgliedschaft, Gutscheine, Online-Betreuung). Klären Sie genau ab, ob diese Angebote für Sie ein vollwertiger Ersatz sind und welche Bedingungen es gibt. Bedenken Sie: Wie immer gilt bei Gutscheinen, dass sie bei einer Insolvenz des Unternehmens wertlos werden können.
     
    Ich habe ein Sky-Abo abgeschlossen, das jetzt durch die vielen Absagen der Bundesliga und der Champions League für mich wertlos geworden ist. Bekomme ich Geld zurück?
    Es gibt Anspruch auf anteilige Refundierung. Ob allfällige Kompensationsangebote ausreichend sind, ist noch offen.
     
    Ich habe eine Mitgliedschaft bei einer Online-Partnervermittlung. Kann ich diese aufgrund von Corona vorzeitig kündigen, da man seine sozialen Kontakte ja einschränken sollte?
    Vorweg: In der Regel werden in den Verträgen mit Online-Partnervermittlern und Online-Datingportalen keine realen Treffen garantiert und zugesagt. Es geht um ein "Sichfinden" und "Kennenlernen" über die zur Verfügung gestellte Plattform. Da dies auch in Corona-­Zeiten möglich ist, wird die Firma ihren Teil des Vertrages nach wie vor erfüllen können und die Pandemie wird kein Grund sein, um eine vorzeitige und außerordentliche Kün­digung argumentieren zu können. Aber ­Achtung! Einige dieser Anbieter verlängern die Verträge nach Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit automatisch. Schauen Sie in den Vertrag, um keine Kündigungsfrist zu versäumen. 
     
    Ich bin Admira-Fan und habe ein Abo für alle Heimspiele. Ich möchte meinem Klub nicht schaden, aber habe ich An­spruch auf aliquote Rückerstattung?
    Theoretisch wohl ja. Aber wenn Sie Ihren Lieblingsverein unterstützen wollen, akzep­tieren Sie am besten die Situation.
     
    Ich hatte einen 7-Tage-Skipass. Als die Skilifte gesperrt wurden, hatte ich für 7 Tage bezahlt, aber nur 4 Tage fahren können. Wie ist da die rechtliche Lage?
    Der Fall ist klar: Wenn sämtliche Lifte geschlossen waren, steht Ihnen nach österreichischem Recht eine aliquote Rückerstattung für die restlichen 3 Tage zu.
     
    Ist es sinnvoll, jetzt etwa Gutscheine für ein noch geschlossenes Geschäft oder Lokal zu kaufen?
    Der Kauf von Gutscheinen ist eine Geste der Solidarität und verbessert insbesondere für kleine Betriebe deren Liquidität. Klar ist aber: Gutscheine sind mit einem Risiko verbunden. Im Fall einer Insolvenz wird aus der kurzfristigen Unterstützung eine Spende.
  • Was ändert sich bei Post und Zustellungen?
    Wenn ich eine Lieferung von der Post erhalte und diese persönlich übernehme, muss ich dann für den Empfang der Sendung wie bisher am Handheld unterschreiben?  
    Nein, das ist derzeit nicht nötig. Kunden erhalten ihre Sendung kontaktlos. Die Post informiert auf ihrer Webseite: Die zustellende Person erkundigt sich, ob sie anstelle des Empfängers die Sendung auf dem Handheld unterschreiben darf. Ist der Empfänger einverstanden, bestätigt der Zusteller den Empfang und hinterlegt die Sendung im Briefkasten oder vor der Tür.
     
    Wie sieht derzeit die Zustellung von behördlichen Briefen aus, die Postmitarbeiter bisher persönlich gebracht haben?
    Die Rede ist von sogenannten RSa-Briefen (Zustellung bisher an den Empfänger persönlich oder einen Postbevollmächtigten) oder RSb-Briefen (Zustellung bisher an einen Ersatzempfänger oder an Haushaltsangehörige, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber des Empfängers).  Durch das 2.COVID-19-Gesetz kommt es derzeit zu Änderungen bei der Zustellung von Briefen, die Gerichte oder Verwaltungsbehörden versenden.  
    Wegen der Coronavirus-Krise können Zusteller derzeit RSa- und RSb-Briefe im Briefkasten hinterlassen. Der Empfänger ist nach Möglichkeit davon zu verständigen. Eine Unterschrift des Empfängers oder eines Ersatzempfängers zur Dokumentation der Übernahme ist derzeit nicht notwendig.  Konkret gilt der Brief als zugestellt, wenn der Postmitarbeiter ihn in die jeweilige Abgabeeinrichtung (Briefkasten, Hausbrieffach, Briefeinwurf) legt oder den Brief an der Abgabestelle (zB Wohnung, Betriebsstätte, Kanzlei, Arbeitsplatz) zurücklässt.
    Soweit es ohne Gesundheitsgefährdung des Zustellers möglich ist, informiert dieser den Empfänger schriftlich (an der Wohnungs-, Haus-, Gartentüre), mündlich (über eine Gegensprechanlage, an der geschlossenen Wohnungstüre bzw. direkt durch entsprechenden Abstand zum Empfänger) oder telefonisch. Die Mitteilung kann der Zusteller auch an Personen übermitteln, bei denen er davon ausgehen kann, dass sie den Empfänger informieren.  
     
    Ich studiere in Innsbruck, meine Eltern leben in Südtirol und sind Risiko­personen. Ich wollte daher aufgrund der Coronavirus-Pandemie für sie in einem italienischen Supermarkt online Lebensmittel einkaufen. Der Kauf wurde von dem Supermarkt mit der Begründung verweigert, dass meine in Österreich ausgegebene Kreditkarte nicht akzeptiert wird. Ist dies zulässig?
    Art. 5 der Geoblocking-Verordnung verbietet eine Diskriminierung aufgrund des Wohnsitzes in Zusammenhang mit Zahlungsmitteln. Wenn der italienische Supermarkt Zahlungen mit Kreditkarte derselben Zahlungsmarke und Zahlungskategorie akzeptiert (z.B. Visa, Mas­tercard) und die Authentifizierungsanforderungen erfüllt sind (Zahlung mit Passwort und TAN-Code), ist auch die Zahlung mit einer in Österreich ausgestellten Kreditkarte zu akzeptieren. Sollte der Supermarkt Ihre Kreditkarte nach wie vor nicht akzeptieren, können Sie sich an das Europäische Verbraucherzentrum wenden. Es berät und unterstützt bei einer Ungleichbehandlung aufgrund des Wohnsitzes oder der Staatsangehörigkeit. 
     
    Welche Auswirkung hat das auf verfahrensrechtliche Fristen?
    Die verfahrensrechtlichen Fristen in Zivilrechtssachen (Art 21) und in Verwaltungsverfahren (Art 16) sind bis zum 30.4.2020 unterbrochen. Sie beginnen - nach derzeitigem Stand - mit 1.5.2020 neu zu laufen.
     

    Näheres zum Zustellgesetz, zur Zustellung bei Abwesenheit des Empfängers und zur möglichen Fristen-Unterbrechung per Gericht oder Verwaltungsbehörde lesen Sie auf www.verbraucherrecht.at .
  • Was ändert sich bei Fristen, Zahlungen und Gewährleistung?
    Darf mir ein Unternehmen die Kosten für notwendige COVID-19-Schutzmaßnahmen nachträglich in Rechnung stellen?
    Nein, der Unternehmer müsste vor Vertragsabschluss (!) darüber informieren. Das besagen die allgemeinen vorvertraglichen Informationspflichten und das Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG). Wenn Ihnen also z.B. eine Autowerkstatt beim Reifenwechsel drei Euro extra für Schutzhandschuhe und Desinfektionsspray verrechnet, ist das rechtlich nicht zulässig.
     

    Welche Auswirkungen hat die Coronakrise auf die Gewährleistungsfrist?

    Die Gewährleistungsfrist wurde verlängert. Im Zeitraum zwischen 22. März und 30. April wurde sie ausgesetzt. Die Fristen schieben sich nach hinten und laufen erst nach diesem Zeitraum weiter. Ein Beispiel: Sie haben vor einiger Zeit ein Auto gekauft, dessen Gewährleistung Anfang April endet. Nun wird die Verjährungsfrist durch eine neue gesetzliche Regelung gehemmt. Das bedeutet: Sollte Ihr Auto demnächst kaputt werden und diese Frist eigentlich schon vorbei sein, haben Sie trotzdem ein Recht auf Gewährleistung. Anders verhält es sich bei Garantien: Diese erfolgen immer freiwillig seitens der Hersteller und sind daher nicht Teil der gesetzlichen Ausnahmeregelung. 
     
    Mein KfZ-Pickerl läuft demnächst ab. Muss ich es jetzt erneuern?
    Hier wurden Fristen verlängert. Falls Ihr Kfz-Pickerl nach dem 13. März 2020 endete, bleibt es nach derzeitigem Stand mindestens bis 31. Mai 2020 gültig. Davon abgesehen kann das Kfz-Pickerl ohnehin bis zu vier Monate überzogen werden.
     
    Muss ich weiter meine Miete oder Kreditrate zahlen, wenn ich durch die Coronakrise in akute Finanznöte gekommen bin?
    Zwischen April und Juni mussten sie das nicht - vorausgesetzt, Sie waren in Ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt, weil Sie z.B. Ihren Job verloren haben. Bei Wohnungsmieten gilt aktuell: Der Vermieter hat kein Recht auf eine Kündigung oder Räumungsklage, nur weil der Mieter im Zahlungsrückstand ist (aus anderen Gründen schon). Die nicht bezahlten Mieten für April bis Juni 2020 müssen Sie spätestens bis Jänner 2021 nachzahlen.
    Bei Krediten, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden, haben Sie als Kreditnehmer in diesem Fall das Recht, die offenen Forderungen für drei Monate zu stunden. Mehr dazu lesen Sie hier: Schutz bei Mieten, Krediten und Zahlungsverzug
     
    Kann mein befristeter Mietvertrag verlängert werden, wenn er demnächst ausläuft?
    Ja. Falls Sie durch die Coronakrise in Finanznöte geraten sind und ein befristetes Mietverhältnis haben, können Sie es unter gewissen Voraussetzungen bis 31. Dezember 2020 verlängern. Möglich ist das, wenn der Wohnungsmietvertrag zwischen 30. März und 1. Juli 2020 endet.
     
    Was passiert, wenn ich jetzt meine Strom- und Gasrechnung nicht bezahlen kann?
    Wenn Sie durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, müssen Sie derzeit auch keine Strom- und Gasabschaltung befürchten. Eine Branchenlösung soll dafür sorgen, dass die Strom- und Wärmeversorgung von Haushalten, Ein-Personen-Unternehmen und Kleinunternehmen in jedem Fall aufrecht bleibt. „Auch, wenn Sie Ihre Rechnungen nicht pünktlich zahlen können, Strom und warmes Wasser werden weiter fließen, die Heizung bleibt warm“, so die Energieministerin. Falls Sie Zahlungsschwierigkeiten haben, wenden Sie sich an den Anbieter, um einen Zahlungsaufschub oder Ratenplan zu vereinbaren. Zusätzlich können Sie sich auch weiterhin an die Schlichtungsstelle der E-Control wenden. 

 

Unsere Corona-Reiserechtshotline wurde mit 30. September 2020 eingestellt. Hier beantworteten wir kostenlos Ihre Fragen rund um Ihren Urlaub.


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