Greenwashing 02/2019

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Unternehmen verpassen sich immer öfter einen "grünen Anstrich". Alles Fassade oder ernst zu nehmende Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit?  (Bild: 24novembers/shutterstock.com)

Unternehmen verpassen sich immer öfter einen "grünen Anstrich". Ist das Fassade oder ernst zu nehmen? Wir haben bei Experten nachgefragt.

Mit wachsendem Bewusstsein der Konsumenten steigt der Druck auf Unternehmen, nachhaltige Produkte anzubieten. Immer mehr Unternehmen und PR-Profis springen auf diesen Zug auf und bieten "grüne" ­Lösungen an. Sie erscheinen  auf den ersten Blick umweltfreundlich, ethisch korrekt und fair. Doch sie halten bei näherer Betrachtung nicht immer, was sie versprechen.  

Was ist Greenwashing?

Kunden und  Investoren wollen mehr Nachhaltigkeit und ethischen Konsum (www.konsument.at/ethik). In gleichem Maß werden die Ideen der PR-Profis immer frecher. Die Palette reicht von Beschönigungen bis zu glatten Lügen.

1. Versteckte Kompromisse: Produkte werden mit einem umweltfreundlichen Aspekt beworben; andere, weniger ethisch korrekte, werden unter den Tisch gekehrt.

2. Fehlende Nachweise: Etiketten wie "ökologisch" oder "nachhaltig" sagen ohne Zertifizierung nichts über die  Produktionsbedingungen aus.

3. Unschärfe: Unklare Aussagen wie "nachhaltigere Baumwolle" klingen zwar gut, sind aber nicht gleichbedeutend mit ökologisch produzierter Ware.

4. Irrelevanz: Darüber, dass z.B. eine Avocado, die ja ganz klar pflanzlicher Natur ist, das Etikett "vegan" trägt, kann man sich schon wundern.  

5. Das geringere Übel: Das Unternehmen lenkt von den schwerwiegenden Auswirkungen eines Produktes ab. Ein Klassiker ist das "benzinsparende Auto".

6. Lügen: Dazu gehören alle falschen Aussagen, die Verbraucher gezielt in die Irre führen.

7. Falsches Label: Es gibt seriöse Zertifizierungen und solche, die schlichtweg erfunden sind. 

MEHR ZUM THEMA

Wir beleuchten Firmen und Marken: Mars, Nespresso, H & M, IKEA, OMV und Vöslauer. Wie Konsumenten Greenwashing erkennen können, erklären drei Experten anhand von Beispielen.
www.konsument.at/greenwashing022019 

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http://www.thegreenlie.at/ 
 


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