JETZT TESTE ICH: Gewinner 2017/18

Wie gut sind Smoothies? Welche Finanzprodukte für Jugendliche gibt es? Sind Solarladegeräte die Zukunft der mobilen Stromversorgung? Mit diesen und vielen anderen Themen beschäftigten sich die 680 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Wettbewerbes JETZT TESTE ICH!

145 Arbeiten wurden eingereicht und bewertet. Die zehn besten Projekte wurden am 8.6.2018 im Kassensaal der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) prämiert. Die Preisgelder in der Höhe von 8.500 Euro teilen sich Projektteams aus Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Wien – darunter die GewinnerInnen des OeNB-Sonderpreises „Jugend & Geld“ und des heuer zum dritten Mal vergebenen „Umweltzeichen-Preises“.

Über die sechs Gewinnerprojekte des Hauptwettbewerbes entschieden: Christian Kornherr (VKI), Gerhard Früholz (Testmagazin KONSUMENT), Marvin Wolf (ORF), Beate Blaschek (BMASGK/Sozialministerium) und Martin Gebhart (Kurier).

Der Schülerwettbewerb JETZT TESTE ICH! findet als Projekt zur Förderung der Verbraucherbildung seit 2006 im zwei- bis dreijährigen Rhythmus statt. Der diesjährige Wettbewerb wird von der Oesterreichischen Nationalbank, dem Österreichischen Umweltzeichen des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH unterstützt.

Die Gewinnerprojekte im Detail:

Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“:

  • Jahrgang 1998-2001 - Platz 1: Mathe-App

    1. Platz: Mathe-App

    Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“: Altersgruppe Jahrgang 1998-2001
    Eingereicht von: HBLW Ried im Innkreis, 4910 Ried im Innkreis
    Gruppensprecherin: Michaela Scheibl
    Beratende Lehrperson: Alexander Pointecker
    Preisgeld: € 1000,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    „Mittagspause an unserer Schule. Wie so häufig wird diese für schulische Zwecke verwendet. In diesem Fall: Mathematik-Hausübung.“, so die einleitenden Worte zum Projekt der vier SchülerInnen der HBLW Ried im Innkreis. Für ihr Projekt haben sie sich ein Produkt ausgesucht, welches ihnen bei der Bewältigung ihres Schulalltages weiterhelfen soll: Sie haben Mathe-Apps getestet.

    In der ersten Phase ihrer Testung haben sie anhand von objektiven Kriterien fünf verschiedene Mathe-Apps vergleichen. Anschließend wurden insgesamt 60 Probanden und Probandinnen gefunden, die sich der Testung gestellt haben. Es waren SchülerInnen verschiedener Altersklassen und jeweils verschiedener Schulformen, die einmal mit und einmal ohne Mathe-App drei mathematische Probleme lösen mussten. Anschließend wurden die SchülerInnen, die am Test teilgenommen haben, noch gebeten, einen Evaluationsbogen auszufüllen.

    Bei der Auswertung der Rechen-Ergebnisse kamen die ProjektleiterInnen zu folgendem Fazit: Der Einsatz der Mathe-Apps war nicht immer gewinnbringend, viele mathematischen Aufgaben konnten prozentuell ohne einer technischen Hilfestellung (ausgenommen Taschenrechner!) eher richtig gelöst werden, als mit einer App. Trotzdem haben viele der SchülerInnen angegeben, auch in Zukunft weiterhin auf eine der Mathe-Apps zurück zu greifen. Und zwar auf jene, die die Testung auch klar gewonnen hat.

    Die testenden Personen waren:

    • Flora Gaisbauer
    • Lorenz Hofer
    • Elisabeth Penninger
    • Michaela Scheibl
  • Jahrgang 1998-2001 - Platz 2: Joghurt und Milch

    2. Platz: Joghurt und Milch: Im Test und als Test

    Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“: Altersgruppe Jahrgang 1998-2001
    Eingereicht von: Alexandra Waldherr
    Preisgeld: € 850,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    „Jedes Jahr werden pro Kopf in Österreich durchschnittlich 22 kg Joghurt konsumiert.“ Unter diesem Credo wollte Alexandra im Rahmen ihrer Testung herausfinden, wie sie ein Joghurt herstellen kann, das ganz individuell auf ihren Geschmack abgestimmt ist.

    Für die Herstellung von Joghurt hat sie fünf gänzlich unterschiedliche Joghurtsorten und sechs gänzlich unterschiedliche Milchsorten verwendet, um diese jeweils einmal mit einander zu kreuzen und mit Hilfe eines chemischen Verfahrens, der sogenannten Milchsäuregärung, einen neuen Joghurtsatz herzustellen. „Je nach Zusammensetzung der Milch werden also andere Joghurts entstehen.“, so Alexandra. Alle getesteten Produkte wurden so ausgewählt, dass sie sich in mindestens einem Merkmal wie beispielsweise dem Fettgehalt unterscheiden. Insgesamt sind so 30 Proben angesetzt worden, die anschließend auf ihren Glukosegehalt, ihren pH-Wert und auf ihre organoleptischen Eigenschaften getestet wurden.

    Klare Gewinner oder Verlierer gab es bei den insgesamt dreißig Proben nicht, einige neu geschaffene Kombinationen konnten punkten. In manchen Verbindungen ist die Herstellung von Joghurt gar nicht geglückt – so hat Alexandra herausgefunden, dass alternative Milchprodukte wie beispielsweise Soja-Milch nur unter sehr strengen Produktionsverfahren zu Joghurt weiterverarbeitet werden können.

    Die testende Person war:

    • Alexandra Waldherr
  • Jahrgang 1998-2001 - Platz 3: Taschentücher

    3. Platz: TOPP ODER FLOPP? JETZT TESTE ICH! TASCHENTÜCHER

    Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“: Altersgruppe Jahrgang 1998-2001
    Eingereicht von: Expositur der HLMW9 für Hörbeeinträchtigte, 1130 Wien
    Gruppensprecher: Patrick Pullmann
    Beratende Lehrperson: Michaela Burgstaller
    Preisgeld: € 700,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    Die SchülerInnen der Klasse 2FHH der HLMW9 mit dem Schwerpunkt Humanökologie in Wien, haben beschlossen, für den Schülerwettbewerb „Jetzt teste ich“ Taschentücher drei verschiedener Anbieter zu testen. Das zentralste Kriterium war dabei die Produktion von Fusseln. Entsprechend hoch gewichtet wurde dieser Aspekt am Ende auch bei der Bewertung.

    Um herauszufinden, welches Produkt das Beste ist, wurden verschiedene Testungen vorgenommen, wie zum Beispiel ein „Waschmaschinen-Test“. „Um zu überprüfen ob die Taschentücher fusseln, haben wir sie bei 30° Grad und 600 Umdrehungen für 14 Minuten gewaschen.“, so die Testpersonen. Das Taschentuch, welches am unversehrtesten wieder aus der Maschine gekommen ist, hat diesen Testdurchgang gewonnen.
    Bei einem weiteren der insgesamt fünf Testdurchgänge, dem „Fussel-Test“, wurde die Zeit gestoppt, wie lange es dauert, alle Fusseln von einem Kleidungsstück zu entfernen.

    Am Ende wurden die Ergebnisse zusammengetragen und gewichtet. „Am wenigsten wichtig war uns ob Taschentücher die Feuchtigkeit halten können, weil man Taschentücher nach dem Gebrauch normalerweise gleich wegwirft.“ Bei den verschiedenen Produkten gab es dabei einen klaren Testsieger.

    Trotzdem gab es am Ende noch einen extra Verbrauchertipp: „Stofftaschentücher verwenden.“

    Die testenden Personen waren die SchülerInnen der Klasse 2FHH.

  • Jahrgang 2002-2005 - Platz 1: Smoothies

    1. Platz: Smoothies im Test

    Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“: Altersgruppe Jahrgang 2002-2005
    Eingereicht von: PORG Volders St. Karl, 6111 Volders
    Gruppensprecher: Michael Gatt
    Beratende Lehrperson: Isabella Blasbichler
    Preisgeld: € 1000,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    „Da der Trend ‚Smoothies‘ immer populärer wird, haben wir uns dazu entschieden, eine Auswahl in dem Projekt ‚Jetzt teste ich‘ zu untersuchen.“ In diesem Sinne haben drei SchülerInnen aus Tirol, Michael, Eva und Stefan, Marken- und Diskounterprodukte getestet. Dabei wurden Preis, Zusammensetzung, eine sensorische Prüfung und eine Verkostung zur Bewertung der Smoothies herangezogen. „Für alle diese Kriterien haben wir so objektiv wie möglich Noten vergeben und daraus einen gewichteten Mittelwert errechnet.“

    Für die Verkostung wurden fünf VersuchsteilnehmerInnen anonyme Proben vorgesetzt. Diese sollten dann auf Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz, Fruchtgehalt und einen Gesamteindruck mit Schulnoten bewertet werden.
    Von sechs getesteten Produkten erreichte ein einziger Smoothie, ein Produkt eines Diskonters, die Note „Sehr gut“. „Überzeugen kann er vor allem im Preis, bei der Verkostung und der sensorischen Prüfung, bestehend aus den Kriterien Konsistenz und pH-Wert. In der Kategorie Zusammensetzung liegt er im Mittelfeld.“, so die Bewertung.

    „Alles in Allem waren die Ergebnisse für uns ein wenig überraschend.“ – die SchülerInnen haben mit dem Gewinnerprodukt nicht gerechnet. Dafür berichten sie: „Wir wissen jetzt, welchen Smoothie wir mit gutem Gewissen für unsere Gesundheit und unseren Geldbeutel kaufen können.“

    Die testenden Personen waren:

    • Stefan Bacher
    • Michael Gatt
    • Eva Kühner
  • Jahrgang 2002-2005 - Platz 2: Kakao

    2. Platz: Wir lassen uns nicht durch den Kakao ziehen!

    Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“: Altersgruppe Jahrgang 2002-2005
    Eingereicht von: Praxismittelschule der PH Wien, 1100 Wien
    Gruppensprecher: David Milivojevic
    Beratende Lehrperson: Michael Wukowitsch
    Preisgeld: € 850,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    Die Klasse 3ab der Praxismittelschule in Wien hat im Rahmen des Wahlpflichtfachs „AFA – Arbeit, Freizeit, Alltag“ mit dem Semesterschwerpunkt Verbraucherbildung am Wettbewerb „Jetzt teste ich“ teilgenommen. Nach einiger Diskussion kam die Klasse zu ihrem Thema: Sie wollen Kakao testen. Ihre Fragestellung dabei sollte „Ist Zucker gleich Geschmack? Welcher Kakao überzeugt uns am meisten?“ lauten.

    Nachdem inhaltlich über die Produktion(sbedingungen) gesprochen wurde, gab es einen Lehrausgang in den Supermarkt, um zu entscheiden, welche Kakaosorten getestet werden sollten. Für die Bewertung der unterschiedlichen Produkte wurden die Verpackung, der Preis und der Geschmack näher betrachtet (und gekostet). Dafür wurden Schulnoten eingesetzt.

    Für die Auswertung wurde fächerübergreifend gearbeitet. Im Wahlpflichtfach wurden die Produkte getestet, im Mathematik-Unterricht wurden die Ergebnisse der Testungen berechnet, im Informatik-Unterricht wurden die Tabellen mit den Ergebnissen erstellt.

    Die SchülerInnen berichten nach der Testung, dass der Zuckergehalt vieler Kakao-Produkte sie stark überrascht hat. „Der auf den Verpackungen angegebene hohe Zuckergehalt in den Kakaos hat unsere Befürchtungen bei weitem übertroffen.“
    Um weiterführende Informationen einzuholen, haben sie sich auch an die Vertreiber der Produkte direkt gewandt, wobei sie hier telefonisch negative Erfahrungen gemacht haben. „Dass man uns als zu jung für Verbraucherinformationen einstufte, ärgerte uns sehr und wurde trotz brauchbarer Mailauskunft mit 3 Minuspunkten bewertet.“ – auch dies ist in die letzte Bewertung der verschiedenen Produkte eingeflossen.

    Die testenden Personen waren:

    • Fatmana Avci
    • Kaan Badan
    • Vanessa Bauer
    • Baran Cinar
    • Eren Coskun
    • Nermin Dzankic
    • David Milivojevic
    • Chiara Minarik
    • Emir Musliu
    • Lucas Ramer
    • Sebastian Schanes
    • Albin Sheamo
    • Mariela Stanojevic
  • Jahrgang 2002-2005 - Platz 3: Binden, Tampons, Menstruationstassen

    3. Platz: Alle Tage wieder – Der Vergleich von Binden, Tampons, Menstruationstassen und Stoffbinden

    Hauptwettbewerb „Jetzt teste ich“: Altersgruppe Jahrgang 2002-2005
    Eingereicht von: BAfEP 8, 1080 Wien
    Gruppensprecherin: Sophie Plaß
    Beratende Lehrperson: Marietta Mallinger
    Preisgeld: € 700,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    „Unsere Produkte haben uns insofern interessiert, da wir jeden Monat unsere Menstruation bekommen und es eine sehr große Auswahl an Damenhygieneprodukten gibt.“ – die fünf Schülerinnen der BAfEP 8 in Wien wollten sich näher mit der riesigen Auswahl an Damenprodukten auseinandersetzen. Ist das teuerste Produkt auch wirklich das Beste, oder gibt es Alternativen?

    Im ersten Schritt haben sie sich überlegt, welche Faktoren bei eben jenen Produkten von größter Relevanz für sie sind und haben schließlich folgende Kategorien für die Testung beschlossen: Preis, Flüssigkeitsaufnahme, Einschränkung im Alltag, Umweltfreundlichkeit, Benutzungsdauer und Inhaltsstoffe. Insgesamt wurden vier verschiedene Produkte von neun verschiedenen Anbietern getestet: Tampons, Binden, Menstruationstassen und Stoffbinden.

    Abgesehen von den vermeintlich eher offensichtlichen Aspekten der Testung wie Aufnahmefähigkeit und Einschränkung im Alltag wurde auch ein großes Augenmerk auf die Umweltfreundlichkeit gelegt. Der Grund dafür: „Eine Frau durchlebt ihre Periode im Schnitt rund 500 Mal in ihrem Leben. Das macht einen riesengroßen Müllanteil. Der Großteil dieses Mülls landet dort, wo er aufgrund der Plastikbestandteile über 500 Jahre braucht, um zu verrotten. Insgesamt werden ca. 45 Milliarden Damenhygieneprodukte pro Jahr entsorgt.“ Bei Binden wurde hier beispielsweise folgende Rechnung angestellt: „Eine Binde wiegt rund 5g. So kommt man auf eine Müllbelastung von 2,100 kg pro Jahr pro Frau und in einem ganzen Frauenleben kommt man auf 84 kg Müllbelastung.“

    Die Testergebnisse bieten einen guten Produkt-Überblick für alle Menschen, die diesen brauchen.

    Die testenden Personen waren:

    • Amelie Chmela
    • Samantha Faubel
    • Karin Haider
    • Sophie Plaß
    • Celine-Denise Unden

OeNB-Sonderpreis

  • Jahrgang 1998-2001 - Gewinnerprojekt: Analyse von Finanzprodukten

    Gewinnerprojekt: Analyse von Finanzprodukten für Jugendliche

    OeNB-Sonderpreis: Altersgruppe Jahrgang 1998-2001
    Eingereicht von: Vienna Business School Augarten, 1020 Wien
    Gruppensprecherin: Verena Angerer
    Beratende Lehrperson: Claudia Tusek
    Preisgeld: € 850,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    Vier SchülerInnen der Vienna Business School Augarten haben es sich mit ihrem Projekt zur Aufgabe gemacht, nicht nur sich selbst sondern auch anderen Jugendlichen mit ihrer Testung von Finanzprodukten eine Hilfestellung bieten zu können. Um genauer zu sein, wurden Jugendkonten von insgesamt vier verschiedenen Banken genauer unter die Lupe genommen. Zentrale Kriterien der Bewertung waren hier neben den Kosten der jeweiligen Konten und den damit durchgeführten Transaktionen auch die Bereitstellung von Bankomatkarten und dem Online-Banking. Auch die Beratung in den Filialen wurde miteinkalkuliert. Zusätzliche Leistungen wie Ermäßigungen bei Konzerten oder Geschenke bei der Eröffnung von Konten wurden ebenso positiv berücksichtigt.

    Für die Testung selbst haben sich die vier SchülerInnen auf den Weg in die Filialen gemacht, um sich dort unabhängig voneinander die Produkte vorstellen und erklären zu lassen. Am Ende haben sie ihre Ergebnisse zusammengetragen und diese verglichen. Gemeinsam wurde dann entschieden.

    Fazit: Alle Jugendkonten sind kostenlos, sobald eine gewisse Altersgrenze jedoch überschritten wird, ist es notwendig, sich erneut beraten zu lassen – hier kann es schon einmal teuer werden. Vor allem Jugendliche, die nach der Schule ihren Präsenzdienst ableisten, sind von kostenlosen Konten ausgenommen, da sie formal nicht in Ausbildung sind.

    Die testenden Personen waren:

    • Verena Angerer
    • Milica Jovanovic
    • Natalie Maurer
    • Seth Skopek
  • Jahrgang 2002-2005 - Gewinnerprojekt: Jugendwarenkorb

    Gewinnerprojekt: Jugendwarenkorb

    OeNB-Sonderpreis: Altersgruppe Jahrgang 2002-2005
    Eingereicht von: Bundesgymnasium Dornbirn, 6850 Dornbirn
    Gruppensprecher: Paul Hollenstein
    Beratende Lehrperson: Erika Schuster
    Preisgeld: € 850,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    Im Bundesgymnasium Dornbirn hat sich eine ganze Schulklasse, die 6ar, dazu entschlossen, sich näher mit den Begriffen der Inflation und Deflation zu beschäftigen und zu beobachten, welchen realen Einfluss diese auf ihr alltägliches Leben haben.

    Dafür haben sie einen sogenannten Warenkorb erstellt. „In unserem Warenkorb haben wir bewusst Produkte ausgewählt, die in unserem Alltag als SchülerIn eine Rolle spielen und auch von uns gekauft werden“, so der Gedanke der Klasse.

    Bevor eine Auswahl getroffen wurde, wurden allgemeingültige Kriterien für einen Warenkorb ausgemacht. Dieser beinhaltet in der Regel Produkte aus den Kategorien Wohnung und Energie, Verkehr, Freizeit, Kultur und Unterhaltung und Nahrungsmittel. Anhand dieser Informationen sind die 23 SchülerInnen über den Zeitraum von vier Monaten regelmäßig in Märkte gegangen, um die Preisentwicklung ihrer ausgewählten Produkte zu beobachten. Auch ein Vergleich mit dem Warenkorb der Statistik Austria sollte aufgestellt werden. Das Fazit dieses Vergleichsversuchs: „Mit der Zeit wurde mir klar, dass das nicht so einfach ist, weil z.B. Aktionen in unserem Jugendwarenkorb die Inflations- bzw. Deflationsrate durch die kleinräumige Betrachtung deutlich beeinflussen, während sie im Warenkorb der Statistik Austria durch die vielen Anbieter eher neutralisiert werden. Je größer das ,,Produktefeld“ ist, desto eher gleichen sich Preisabweichungen aus.“

    Insgesamt beschreiben die SchülerInnen ihre Testung als geglückt, da die Auseinandersetzung mit dem Thema „Warenkorb“ ihnen einen klareren Einblick in die komplexen Begriffe der Deflation und Inflation verschafft haben. Paul Hollenstein, der Sprecher der Gruppe, sagt am Ende der Testung: „Ich darf zum Abschluss noch erwähnen, dass uns dieses Projekt wirklich interessiert hat, weil es uns zeigt, dass wir auch in unserem Alltag als SchülerIn einen realen Bezug zum wirtschaftlichen Denken fassen können.“

    Die testenden Personen waren: Die SchülerInnen der Klasse 6ar.

Umweltzeichen-Sonderpreis

  • Jahrgang 1998-2001 - Gewinnerprojekt: Solarladegeräte

    Gewinnerprojekt: Solarladegeräte. Zukunft der mobilen Stromversorgung?

    Umweltzeichen-Sonderpreis: Altersgruppe Jahrgang 1998-2001
    Eingereicht von: HTL Villach, 9500 Villach
    Gruppensprecher: Christian Aichner
    Beratende Lehrperson: Isabella Polligger
    Preisgeld: € 850,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    Christian, Simeon, Michael, Sebastian und Sascha, fünf Schüler der Höheren Technischen Lehranstalt Villach, haben festgestellt: „Fossile und atomare Energiegewinnung zerstören langsam unsere Umwelt und Substanzen wie Öl sind weiters auch nur begrenzt verfügbar, was bedeutet, dass diese uns irgendwann zur Neige gehen werden.“ Alternativen dazu gibt es jedoch bereits – und deren praktikabler Einsatz im täglichen Leben wurde von den SchülerInnen getestet. Genauer wurden sogenannte mobile Solarkollektoren getestet. Diese kommen in verschiedensten Formen und Ausführungen. Für diese Testung wurden ein Rucksack mit abnehmbarem Solarpanel, eine Ledertasche mit integrierten Solarpanels, ein alleinstehendes anklippbares Solarpanel und eine Solar-Powerbank herangezogen. „Als Tage für die Messung wurden jeweils zwei sonnige- und ein bewölkter Tag gewählt, um reale Einsatzbedingungen zu simulieren.“ Die Ergebnisse der Messungen wurden verglichen, wobei hier auch weitere Faktoren berücksichtigt wurden. Der Preis oder das Aussehen der Produkte hat hier auch Beachtung gefunden.

    Mit den selbst generierten Ergebnissen haben sich die vier dann aufgemacht, um Menschen in ihrer Umgebung zu den Produkten zu befragen. Einer der Fragen lautete hierbei: „Finden Sie die Idee gut, Ihre portablen Elektrogeräte mit umweltfreundlichem Sonnenstrom aufzuladen?“ Ganze 82,5% der Befragten antworteten auf diese Frage mit einem klaren „Ja“.

    Ein eindeutiges Urteil, welches für das eine oder andere Produkt spricht, lässt sich nicht fällen. Alle Produkte haben bei der Testung der Schüler gut abgeschnitten – sie bringen jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich.

    Die testenden Personen waren:

    • Christian Aichner
    • Sebastian Oberrauner
    • Aleksander Polzer
    • Michael Reinsperger
    • Simeon Rutter
  • Jahrgang 2002-2005 - Gewinnerprojekt: Versorgung mit Trinkwasser

    Gewinnerprojekt: Versorgung mit Trinkwasser

    Umweltzeichen-Sonderpreis: Altersgruppe Jahrgang 2002-2005
    Eingereicht von: Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik Tamsweg, 5580 Tamsweg
    Gruppensprecher: Kevin Weißensteiner
    Beratende Lehrperson: Lisa Gfrerer
    Preisgeld: € 850,-

    Testdesign und Zusammenfassung

    „Menschen, Tiere, Pflanzen brauchen sauberes Wasser zum Leben.“ Mit diesem Grundgedanken haben sich die SchülerInnen Kevin, Alex, Christoph, Nathalie, Paul und Thomas daran gemacht, sowohl Wasserproben aus ihrer Umgebung zu testen, als auch eine Umfrage unter der SchülerInnenschaft durchzuführen. Ziel dabei war, auf Wasserverschwendung aufmerksam zu machen und Überlegungen anzustellen, wie Wasser gespart werden kann.

    Im ersten Schritt haben sich die SchülerInnen mit der Generierung von Trinkwasser auseinandergesetzt. Daran anschließend wurden MitschülerInnen über ihren Umgang mit Trinkwasser befragt. „Sparst du Wasser? Wie viel Wasser verbrauchst du täglich? Für welchen Zweck verwendest du am meisten Wasser? Wo oder wie verwendest du Wasser?“ Fazit der Umfrage war, dass zwar alle angegeben haben, aktiv Wasser zu sparen, aber es doch noch die ein oder anderen Tipps und Tricks gibt, die man sehr einfach in den Alltag integrieren kann, um noch mehr zu sparen. Beim Besuch auf der Toilette wird beispielsweise in den meisten Haushalten sehr viel Trinkwasser für die Spülung verwendet. Beim Betätigen der Spartaste kann man dem Einhalt gebieten, wie es Kevin, Alex, Christoph, Nathalie, Paul und Thomas beschreiben.

    Auch eine Kläranlage sollte im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Frage der Versorgung mit Trinkwasser besucht werden.

    Zum Abschluss des Projekts wurden auch noch Wasserproben aus der Umgebung Lungaus gesammelt und auf ihren PH-Wert und ihren Geschmack getestet. Die Ergebnisse wurden in einer Tabelle und mit Fotografien dokumentiert.

    Die testenden Personen waren:

    • Nathalie Doppler
    • Christoph Ehrenreich
    • Paul Gfrerer
    • Alexander Kocher
    • Kevin Weißensteiner
    • Thomas Wieland

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