Kundenkarten: Der gläserne Konsument

Kundenkarten 1060 px Africa Studio/eigene Montage

Kundenkarten nutzen in erster Linie den Unternehmen. (Bild: Africa Studio/shutterstock.com, VKI, Montage: Lisa Payreder)

Jeder Österreicher trägt im Schnitt fünf Kundenkarten in seiner Brieftasche spazieren. Sie versprechen den Kunden Vorteile wie Preisnachlässe oder exklusive Angebote. Nutzen kann diese aber nur, wer dem Unternehmen wertvolle Daten liefert.

Mit "Nimm drei, zahl zwei"-Angeboten oder "Minus 25 Prozent" werden Kunden in das Geschäft gelockt. Im Kleingedruckten steht dann aber meist so etwas wie "Nur für Vorteilscard-Kunden". Für die vermeintlich günstigeren Preise beantragen viele eine Kundenkarte. Bei jedem Einkauf werden dann die Datenbanken der Unternehmen befüllt. Mit den Daten können sie ihre Kunden gezielt in ihren Werbeaktionen ansprechen.

Preisvergleiche werden unmöglich

Kunden, die sich die Karten nicht aufdrängen lassen, subventionieren die Vorteile der Kartenbesitzer mit. Um Rabatte vergeben zu können, werden die Normal-Preise hochgehalten. Die individuellen Aktionen haben für den Kunden auch noch den Nachteil, dass Preisvergleiche fast unmöglich gemacht werden.

Datenschutzrechtlich heikel

Datenschutzrechtlich kann die Mitgliedschaft in Treueprogrammen heikel sein. In der Zustimmungserklärung für die Kundenkarte muss transparent dargelegt sein, was alles gespeichert wird. Werden die Daten zu Marketingzwecken verwendet, muss der Kunde seine Einwilligung geben. Diese Einwilligung ist oft in den Klauseln der AGB zu den Karten versteckt. Wir haben uns die Vertragsbedingungen von 14 Kundenkarten und ihre Rabattprogramme genauer angesehen.

    Informationen zu folgenden Kundenkarten finden sich in der Tabelle:

    • Billa
    • Bipa
    • dm
    • Hartlauer
    • Hervis
    • Ikea
    • Intersport
    • Libro
    • Merkur
    • Möbelix
    • Pagro
    • Penny
    • Tchibo/Eduscho
    • XXXLutz

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    KONSUMENT: 14 Kundenkarten unter der Lupe.

    Mehr zum Thema

    Hier der vollständige Report Kundenkarten 6/2017 (kostenpflichtig)


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