Light-Produkte: Schwere Kost

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Sie werden als fettarm, kalorienreduziert oder zuckerfrei beworben - doch sind Light-Produkte wirklich gesünder? Wir haben einige davon unter die Lupe genommen. (Bild: Stiftung Warentest, VKI, Shutterstock.com)

Sie werden als fettarm, kalorienreduziert oder zuckerfrei beworben - doch sind Light-Produkte wirklich gesünder? Wir haben einige davon unter die Lupe genommen.

Tatsächlich gesünder und kalorienärmer?

Die Verpackungen sind oft in dezentem Hellblau gehalten und mit Aufschriften wie „fettarm“, „fettreduziert“ oder „ohne Zuckerzusatz“ versehen. Nicht von ungefähr erfreu­en sich Light-Lebensmittel reger Nachfrage. Viele Konsumentinnen und Konsumenten glauben, dass sie sich damit gesünder und kalorienärmer ernähren. Doch stimmt das überhaupt und was unterscheidet „leichte“ Lebensmittel von „normalen“ Produkten?

Fett oder Zucker

Vorweg: Light bedeutet keineswegs, dass ein Lebensmittel automatisch weniger Fett und Zucker und deshalb auch weniger Kalo­rien enthält. Um als „leicht“ verkauft wer­den zu dürfen, genügt es bereits, wenn ein Produkt entweder weniger Fett oder weni­ger Zucker enthält. Viele Light-Lebensmittel sind fettreduziert.

Da Fett jedoch ein wichti­ger Geschmacksträger ist, kommt es bei fettreduzierten Produkten zwangsläufig zu Geschmackseinbußen. Das kompensieren viele Hersteller durch Beigabe eines anderen Geschmacksträgers – häufig Zucker, Süßungsmittel oder andere Zusatzstoffe. Bei zuckerreduzierten Marmeladen, Fruchtjo­ghurts oder Softdrinks wird gerne mit Süßungsmitteln nachgeholfen. Bei Käse, Milch, Naturjoghurts und Topfen enthalten die fettreduzierten „Light-Varianten“ dage­gen selten Zusatzstoffe; sie haben auch weniger Kalorien.

Geschmacksverlust mit Zusatzstoffen ausgeglichen

Anders sieht es bei Bro­taufstrichen oder Ersatzprodukten für Schla­gobers oder Mascarpone aus. Hier wird der Geschmacksverlust häufig mit Zusatzstof­fen ausgeglichen. Light-Produkte sind also nicht per se gesünder als normale Lebens­mittel. Beispielsweise können „fettreduzier­te“ Chips wahre Salzbomben sein. Und auch was die Kalorien angeht, ist man mit „leich­ten“ Produkten nicht unbedingt besser bedient als mit normalen Lebensmitteln.

Nutri-Score als Hilfe für Konsumenten

Auf den Produkten aufgedruckte Nährwert­tabellen und Zutatenlisten sollten Konsu­menten eine Hilfestellung bieten, um her­auszufinden, welche Light-Produkte emp­fehlenswert sind. Doch dazu müsste man die „Leichten“ mit ihren normalen Pendants vergleichen, was ziemlich zeitaufwendig wäre. Eine sehr gute Hilfestellung bietet seit einiger Zeit der Nutri-Score. Dabei handelt es sich um eine Art Ampelkennzeichnung für Nährwerte. Immer mehr Hersteller dru­cken den Nutri-Score auf ihre Produkte auf. Eine umfassende Erläuterung dazu finden Sie in unserem Artikel Nutri-Score 1/2020.

Diese Produkte haben wir untersucht

Wir haben uns die Zutatenlisten einiger Light-Produkte genauer angesehen und mit denen ihrer normalen Pendants verglichen:

  • Alpro Kirsche Soja-Joghurt
  • Brunch Balance Kräuter
  • Clever Mayonnaise mit Freilandeiern 25 % Fett
  • Dr. Oetker Vitalis Weniger süß Schoko Müsli
  • Lorenz Naturals Kartoffelchips leicht, fein gesalzen
  • New Lifestyle Eiweißbrot
  • New Lifestyle Trinkjoghurt Rhabarber Vanille fettarm

MEHR ZUM THEMA

Den vollständigen Bericht mit detaillierten Vergleichen der Light-Produkte finden Sie auf www.konsument.at.


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