TEST: Sous-vide-Garer 4/2018

Sous-vide-Garer

Sous-vide-Garer, Bild: Cuisinette/Shutterstock.com

Der französische Begriff Sous-vide bedeutet „unter Vakuum“. Speisen werden dazu in Plastikbeutel eingeschweißt und im Wasserbad in beheizbaren Behältern (Tanks) oder mit Hilfe von Sticks mit eingebautem Heizelement gegart. Dies ermöglicht, Speisen punktgenau zu kochen. Im Test hatten die Sticks die Nase vorn. Drei Tanks und ein Stick stellten sich jedoch als gefährlich heraus.

Langsam Garen im Wasserbad

Wie funktioniert die Sous-vide-Technik? Fleisch, Fisch oder Gemüse werden inklusive Gewürzen und Marinaden in Plastiksäckchen eingeschweißt und bei niedriger, möglichst konstanter Temperatur im Wasserbad gegart. Der Unterschied zum herkömmlichen Kochen: Die Gerichte bleiben besonders saftig, Aromen entfalten sich intensiver. Der Grund: Die in den Lebensmitteln enthaltene Flüssigkeit verdunstet nicht.

Sticks und Tanks

Insgesamt wurden sechs Sticks und fünf Tanks geprüft. Bei den Tanks handelt es sich um Behälter mit Heizung, Steuerung der Wassertemperatur und Deckel. Die Stäbe oder Sticks befestigt der Koch mittels Halterung am Rand eines herkömmlichen Kochtopfes. Die Sticks sind mit Heizelement, Steuerung und Rührer ausgestattet. Sie schnitten insgesamt besser ab als die Tanks. Vier Sticks erreichten eine gute Gesamtbewertung.

Für das Kochen unter Vakuum sind Temperatur und Garzeit besonders wichtig. Für den Test wurde die Aufheizdauer gemessen und die Abweichung der Geräte von der eingestellten Temperatur bewertet. Insgesamt waren die Vakuum-Garer im Dauertest 336 Stunden bei 85 Grad durchgehend in Betrieb. 

Anders als gewohntes Kochen

Vakuumgaren unterscheidet sich vom sonst gewohnten Kochen. Den Produkten sind zwar Gartabellen beigefügt, allerdings liefern sie nur Richtwerte. Wer diese Kochtechnik ausprobieren will, besorgt sich am besten Sous-vide-Kochbücher oder besucht einen Kochkurs, um sich einzuarbeiten. 

Vakuumierer: Garen im Plastikbeutel

Der Test bietet außerdem Infos zu Vakuumiergeräten. Bevor die Lebensmittel ins Wasserbad kommen, werden sie in spezielle Beutel vakuumverpackt. Herkömmliche Gefrierbeutel eignen sich nicht. Mit den Vakuumierern lässt sich die Luft aus dem Beutel saugen. Sechs Geräte kamen ebenfalls auf den Prüfstand. Getestet wurden: Vakuumieren und Verschweißen. Außerdem begutachteten die Tester Bedienung, Reinigung und Sicherheit. 

 

Diese Sous-vide-Garer finden Sie im Test

Sticks

  • Allpax SVU
  • Caso SV 200
  • Klarstein Quickstick
  • Proficook PC-SV 1126
  • Steba SV50
  • Unold Sous vide Stick

Tanks

  • Melissa Sous vide
  • Severin SV 2447
  • Steba SV1 Precise
  • Steba SWV2
  • Proficook PC-SV1112

Die Testtabelle enthält folgende Prüfpunkte:

Garen (Aufheizdauer, Temperaturabweichung, Halten der Zieltemperatur), Auf- und Abbau sowie Bedienung der Geräte, Stromverbrauch und Sicherheit.

Diese Vakuumierer finden Sie im Test

  • Caso VC 10
  • Steba VK4
  • Severin FS 3609
  • Proficook PC-VK 1080
  • Unold Vakuumierer Design
  • Rommelsbacher VAC155

Getestet wurde:

Vakuumieren und Verschweißen (Sauggeschwindigkeit, Schweißnaht), Handhabung (Bedienung, Reinigung und Aufbewahrung), Sicherheit (Schutz gegen einen elektrischen Schlag), Geräusch, Stromverbrauch und Schadstoffe.

Mehr zum Thema

Wie die Geräte im einzelnen abgeschnitten haben, warum einige Produkte gescheitert sind und was Nutzer bei dieser Kochvariante unbedingt beachten sollten, darüber informiert der Test (kostenpflichtig) auf www.konsument.at/vakuumgarer042018


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