Reiseversicherungen: Sorgenfrei verreisen

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Bild: Fer Gregory / Shutterstock.com

Bei vielen Onlineportalen kann ein Versicherungsschutz gleich zur Reise dazugebucht werden. Das klingt verlockend, aber besser Vorsicht walten lassen!

Endlich alles für den Urlaub beisammen und dann ploppt am Bildschirm eine Frage auf: Wollen Sie auch eine Reiseversicherung abschließen? Oft werden diese Angebote weggeklickt, nur in manchen Fällen wird das Vericherungsprodukt genau unter die Lupe genommen. Unsere aktuelle Recherche zeigt, dass diese Polizzen oft mit gehörigem Druck angeprießen werden. Die Angebote sind unflexibel und teurer, als man denkt.

Verkaufsdruck auf Konsument

„Ist das wirklich eine gute Entscheidung?“. Werden diejenigen gefragt, die auf „Nein, danke, ich werde es riskieren“ oder „Ich verzichte ausdrücklich auf den angebotenen Versicherungsschutz“ klicken. Signalrote Fenster warnen davor, dass Umbuchungen und Stornierungen teuer werden können, zusätzliche Pop-ups listen auf, wie viel Prozent aller Reisenden erkranken, das Gepäck verlieren und so weiter. Versicherungsprämien, wie z. B. 2,99 Euro (Fluege.de) wirken niedrig. Häufig beziehen sich die Prämien nicht auf den gebuchten Flug, sondern für ein ganzes Jahr. Der massive Verkaufsdruck der Reiseportale wirkt sich auf den Konsumenten aus. Wer sich erneut zu einem Versicherungsabschluss bereit erklärt zahlt womöglich doppelt und dreifach.

Genau nachlesen

Wir empfehlen, Reisebuchung und Versicherungsschutz zu trennen. Mitunter decken bestehende Verträge schon einige Bereiche ab. Und was noch fehlt, wählen Sie besser gezielt aus. Auch Kreditkarten sehen gelegentlich einen Reiseversicherungsschutz vor – manchmal nur für den Inhaber, bisweilen auch für die Angehörigen. Oft gilt als Bedingung, dass in einem bestimmten Zeitraum vor der Reise mit der Karte bezahlt wurde oder dass die Reise selbst mit der Kreditkarte be­glichen wurde. Es kann sich lohnen, hier genau nachzulesen oder nachzufragen, in welchem Umfang man vielleicht bereits Versicherungsschutz genießt.

Den vollständigen Artikel finden Sie auf: www.konsument.at/Reiseversicherung


VKI-Tipps

  • Doppelpack vermeiden. Reisebuchungen auf Onlineportalen und den Versicherungsschutz voneinander trennen. Wer individuell günstigen Reiseversicherungsschutz sucht, sollte zuerst bestehende Verträge (Polizzen, Mitgliedschaften oder Kreditkarten) daraufhin überprüfen, ob darin nicht bereits eine vergleichbare Leistung enthalten ist, und nur sinnvolle Ergänzungen wie etwa einen Stornoschutz oder eine Auslandsreisekrankenversicherung separat abschließen.
  • Automatische Verlängerung. Die Polizzenpakete binden oft für ein ganzes Jahr, verlängern sich automatisch zum doppelten Preis und enthalten auch wenig Sinnvolles wie eine Reisegepäckversicherung oder einen Reiseunfallschutz mit viel zu niedrigen Versicherungssummen. Oft fallen zudem hohe Selbstbehalte an.
  • Risiko- und Polizzencheck. Versicherungsschutz nicht für jede Reise extra buchen, sondern eine grundsätzliche Strategie überlegen. Wer gut informiert ist, kann dem Abschlussdruck leichter widerstehen. Hilfreiche Infos zum individuellen Versicherungsbedarf bietet der VKI-Risiko-Check (www.vki.at/risiko-check).

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