Datenschutz: Vernetzte Autos

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Bild: a-image / Shutterstock.com

Die neue Generation vernetzter Autos sammelt mehr Daten über ihre Fahrer als nötig. Was damit geschieht, bleibt meist im Dunkeln.

Moderne Autos sind mit allerlei Sensoren ausgestattet, die Reifendruck, Tempo, Tankfüllung oder Bremsverhalten erfassen.  In Oberklassemodellen finden sich sogar bereits vermehrt fix eingebaute SIM-Karten. Oder das Bordsystem wird via Bluetooth mit dem Smartphone samt dazu passender App gekoppelt.

Auch wenn es vordergründig um den Komfort des Fahrers geht (Fernortung, Werkstattsuche, Fernbedienung der Standheizung, …), gilt insgesamt: das Fahrverhalten wird zunehmend protokolliert, das Auto und sein Lenker werden gläsern.

Datenhunger bei Tesla

Tesla zum Beispiel bezieht laut „Kundendatenschutzrichtlinien" Daten nicht nur über seine Autos und Apps, sondern "möglicherweise" auch über Dritte wie Marketingfirmen, Datenbanken oder Facebook.
Daten zum Fahrstil und Videoaufnahmen werden ebenfalls gesammelt und können weitergegeben werden – auch an den Arbeitgeber, wenn das Auto einem nicht selber gehört. Ein Tesla ist im Prinzip ein rollender PC, auf den der Hersteller immer und in Echtzeit zugreifen kann.

"Risikoadäquate" Versicherungen

Eines ist bei der fortschreitenden Vernetzung der Autos auch noch gewiss: dass sich Versicherungen für diese Daten interessieren. Polizzen, die sich am Fahrstil des Kunden orientieren, sind bereits Realität und werden in Zukunft wohl noch weiter forciert.

Autohersteller-Apps im Datenschutz-Check

Die Stiftung Warentest hat sich das Daten-Handling von 13 Automobilherstellern genauer angesehen. Diese Smartphone-Apps wurden dabei unter die Lupe genommen:

  • Audi - MMI connect
  • BMW - Connected
  • Ciao Fiat Mobile
  • Hyundai - Service Guide
  • Mercedes - me
  • myOpel
  • MyPeugeot - App
  • Renault - R&Go
  • Seat - DriveMii App
  • Škoda - Connect
  • Tesla - Motors
  • Toyota - Service
  • Volkswagen - Media Control

Beurteilt wurden das Datensendeverhalten in Bezug auf die im Datenstrom identifizierten Informationen sowie Informationen zum Datenschutz. Außerdem wurde auch der von Werkstätten genutzte Fehlerspeicher der Autos ausgelesen und geschaut, ob dieser sensible Daten wie den Standort erfasst.

Lesen Sie den vollständigen (kostenpflichtigen) Bericht auf konsument.at/vernetzteautos052018.


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