Datenhandel: Milliardengeschäft

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Datenhandel: postprivates Zeitalter? (Bild: a-image / Shutterstock.com)

Internetriesen wie Facebook oder Google verdienen mit den Daten ihrer Nutzer Milliarden. Wie viel die Daten einer Einzelperson wert sind, geben Sie aber nicht preis.

Die Währung, mit der Facebook-Chef Mark Zuckerberg oder die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin zu Milliardären wurden sind unsere Daten.

Wir tauschen die Möglichkeit der Nutzung von Youtube, WhatsApp und Co gegen unsere Daten, aus denen die Unternehmen Profit schlagen. Gratis sind diese Internet-Anwendungen nur auf den ersten Blick.

Wie viel sind unsere Daten wert?

Der Wert unserer Daten ist schwer zu beziffern. Je genauer unsere Daten aber kategorisiert werden können, desto wertvoller werden diese Informationen zum Beispiel für Werbetreibende.
Faktum ist: Unsere Daten müssen enorm viel wert sein. Sonst wären Zuckerberg & Co nicht zu Milliardären geworden. Je nachdem, wie umfangreich und aktuell die Datensätze sind und woher konkret sie stammen, kann der Daten-Preis einer Person zwischen Cent-Beträgen und Hunderten Euro liegen.

Wenn man sich dann vor Augen führt, dass rund 3,5 Milliarden Menschen weltweit das Internet nutzen und die Daten einer Person klarerweise mehrfach, von unterschiedlichen Nachfragern, genutzt werden, sieht man das unglaubliche Potenzial dieses Geschäftsmodells.

Totale Überwachung

Wohin führt der Weg der Zusammenführung von immer mehr personenbezogenen Daten? Zu einem „Sozialkredit-System“ wie in China, wo mithilfe eines Algorithmus berechnet wird, welchen sozialen Stellenwert ein Bürger hat und welche gesellschaftlichen Dienste er nutzen darf?

Auch bei uns gibt es im Versicherungsbereich bereits erste Programme rund um eine „datenbasierte Individualisierung“ der Angebote, für die der Versicherer laufend sensible und personenbezogene Daten sammelt und auswertet (z.B. Kfz-Telematiktarife oder sog. "Vitality Punkte").

Ferner gibt es Ansätze, die Bonität von Menschen auch von deren Internetnutzung sowie Social-Media-Daten abhängig zu machen (z.B. Kreditech).

Lesen Sie mehr auf konsument.at/wert-von-daten072018 (inkl. Tipps gegen Datenkraken).


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