TEST: Käsekrainer 8/2018

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Test: Käsekrainer (Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / shutterstock.com)

Wir haben 28 Käsekrainer, darunter 6 Puten-Käsekrainer, untersucht. Mehr als drei Viertel der getesteten Produkte schnitten tadellos ab, bei drei Käsekrainern stellten wir eine erhöhte Keimzahl fest. Eine Wurst war für den Verzehr nicht mehr geeignet.

Unter die Lupe genommen haben wir nur verpackte Produkte. Ob es einem gefällt oder nicht: Haupteinkaufsquelle für Würste sind mittlerweile die Supermärkte. Beim Fleischhauer kaufen dagegen immer weniger Kunden Käsekrainer & Co ein.

Neun der untersuchten Käsekrainer tragen ein AMA-Siegel. Bei diesen Würsten muss das verarbeitete Fleisch, aber auch der Käse zu 100 Prozent aus Österreich kommen. Und auch sonst gelten strengere Anforderungen, was die Zutaten betrifft.

Was drin steckt

Die meisten unserer untersuchten Käsekrainer enthalten Schweine- und Rindfleisch, einige nur Schweinefleisch. Eingefüllt wird die Wurstmasse überwiegend in Schweinedarm. Bei den Käsekrainern aus Geflügelfleisch kommt ausschließlich Putenfleisch zum Einsatz. Ihre Wursthülle stammt meist vom Schaf, aber auch vom Schwein.

Das Besondere an dieser Wurst ist natürlich der Käse. In den von uns untersuchten Würsten steckt häufig Emmentaler. Oft findet sich in den Zutatenlisten aber lediglich das Wort „Käse“, ohne weitere Spezifizierung. Da kann der Kunde dann nur Rätsel raten, worum genau es sich handelt.

Laien- und Expertenverkostung

Verkostet haben wir die Würste natürlich auch: Während unsere Experten fünf mal die volle Punktezahl vergaben, konnte unsere Laienverkoster kein einziges Produkt wirklich vom Hocker reißen.  "Versalzen, Haut kaum zu beißen" notierten einige Prüfer in ihrem Testprotokoll.

Käsekrainer im Test

Folgende Käsekrainer haben wir getestet:

Puten-Käsekrainer

  • Hofstädter
  • Hubers - Mini-Käsekrainer
  • Hütthaler
  • Spar Natur Pur - Bio-Mini-Käsekrainer
  • Windisch

Käsekrainer

  • Berger
  • Clever
  • Ein gutes Stück Heimat - Bio-Mini-Käsekrainer
  • F. Krainer - geräuchert
  • Greisinger
  • Hofmann
  • Hofstädter
  • Holzbauer
  • Ich bin Österreich
  • Ja! Natürlich - Bio-Käsekrainer
  • Josef Gissinger
  • Kletzl
  • Landhof
  • Natürlich für uns - Bio-Käsekrainer
  • Radatz
  • Reiner - AMA
  • Schirnhofer
  • Tann
  • Transgourmet Economy
  • Wiesentaler
  • Windisch - Mangalitza
  • Zurück zum Ursprung

In unseren Testtabellen finden Sie Informationen zu:

  • Mikrobiologie
  • Zutaten
  • Beschaffenheit
  • Kollagenwert
  • Informationen zur Herkunft
  • Kennzeichnung
  • Experten- und Laienverkostung

Lesen Sie den kompletten Testbericht auf: konsument.at/Kaesekrainer082018.


VKI-Tipps

  • Auswahl: Bei so vielen tadellosen Testergebnissen lohnt ein Blick auf den Preis. Erstklassige Käsekrainer gibt es auch um wenig Geld.
  • Herkunft: Alle unsere untersuchten Würste kommen aus Österreich. Eine Herkunftsgarantie für verarbeitete heimische Rohstoffe wie Fleisch und Käse gibt es bei Produkten mit einem AMA-Siegel.
  • Richtig braten: Mit etwas Fett einstreichen und mit einer (Spick-)Nadel anstechen. Während des Bratens noch einige Male wiederholen. Sobald die Wurst heiß genug ist, tritt der Käse aus und bildet eine Kruste. Sanft weiterbraten, nicht mehr wenden.
  • Abwechseln: Der Großteil unserer untersuchten Käsekrainer enthält Pökelsalz bzw. Natriumnitrit. Beim Grillen besteht die Gefahr, dass sich Nitrosamine bilden, die krebserregend sind. Daher besser nicht zu oft auf den Rost legen.

 

 


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