Skigebiete: Preisvergleich

skigebiete_slider_gorillaimages_shutterstock_1284449851.jpg

Preisvergleich Skigebiete: Wir haben die Preise von mehr als 100 Gebieten in ganz Österreich verglichen. Die Preise steigen – und zwar geschmalzen (Foto: gorillaimages/shutterstock)

Vergleich zu 2018 zeigt saftigen Preisanstieg, der weit über der Inflation liegt.

Seit sechzehn Jahren erheben wir die Preise von Skigebieten. Es sind mehr als 100 in ganz Österreich und es zeigt sich: Die Preise steigen – und zwar geschmalzen. Im Vergleich zu 2018/19 legten die Preise für Erwachsenen-Tageskarten um durchschnittlich 3,4 Prozent zu. Noch steiler kletterten die Preise für die 6-Tage-Tickets: Diese lagen um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr. Damit sind die Preise für Tages- und 6-Tage-Karten weit stärker gestiegen als die Inflation. Sie lag im Oktober 2019 im Vergleich zum Vorjahrsmonat Oktober 2018 bei 1,1 Prozent. Erstmals haben mehrere Skigebiete die 300-Euro-Marke für 6-Tage-Tickets überschritten.

Die Teuersten

Die teuersten Tageskarten in Österreich hat das Skigebiet Kitzbühel. Hier schlägt in der Hauptsaison ein Tagesbesuch mit 58 Euro zu Buche. Es folgen mit 56,50 Euro gleichauf Arlberg, Saalbach und die Schmittenhöhe.

Bei den 6-Tage-Tickets hingegen liegen preislich die Skigebiete Ischgl/Samnaun (307,50 Euro), Sölden (302,50 Euro), Obergurgl/Hochgurgl (302,50 Euro) sowie Arlberg (300 Euro) voran.

Die Günstigsten

Kleinere Skigebiete sind deutlich günstiger: Am preiswertesten kurvt man die Hänge der Wachtberglifte in Weyregg am Attersee hinunter. Es ist eines der wenigen verbliebenen Naturschneegebiete Österreichs. Ein Erwachsener zahlt hier 18 Euro für eine Tageskarte. Auch das zweitgünstigste Skigebiet, die Viehberglifte in Sandl in Oberösterreich, setzt ganz auf Naturschnee. Eine Tageskarte kostet hier 20,50 Euro. Die Nummer 3 unter den günstigsten Skigebieten Österreichs arbeitet mit künstlicher Beschneiung: Raggal im Großen Walsertal in Vorarlberg. Ein Tagesticket für einen Erwachsenen beläuft sich hier auf 22,50 Euro.

Naturschnee-Skigebiet als Rarität

Künstliche Beschneiung ist teuer. Daher können Naturschnee-Skigebiete ihre Preise zuweilen sehr konsumentenfreundlich gestalten. Diese zählen aber zu einer bedrohten Art, wie ein Zahlenvergleich zeigt: 2007 produzierten etwa 3.000 Schneekanonen und -lanzen Kunstschnee auf Europas Skipisten Schnee. Nun ist diese Zahl mittlerweile alleine in Österreich auf knapp 30.000 angewachsen. Entsprechend gestiegen ist der Bedarf an Energie, Wasser, Speicherseen. Massiver sind auch die damit verbundenen Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere.

Echter Schnee

In unserem Preisvergleich sehen Sie, welche Skigebiete auf künstliche Beschneiung verzichten. Bei 10 österreichischen Skigebieten wurden wir fündig. Skischaukeln oder dreistellige Pistenkilometer findet man dort zwar vergebens, doch insbesondere für Familien und Anfänger stellen diese Naturschneegebiete eine günstige Alternative dar.

MEHR ZUM THEMA

Lesen Sie die ganze Marktübersicht (kostenpflichtig) auf: www.konsument.at/skigebiete2020


Diesen Beitrag teilen