Online-Kriminalität 3/2019

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Internet-Betrugsdelikte unter missbräuchlicher Verwendung persön­licher Daten steigen sprunghaft an. Die Täter lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen. (Bild: Valery brozhinsky/shutterstock.com)

Vorsicht vor Betrügern im Internet! Täter lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen, um an Ihre persönlichen Daten zu gelangen. Die Zahl der Delikte steigt.

Die Fälle von Cybercrime häufen sich in Österreich. Im Jahr 2017 gab es laut einer Statistik des österreichischen Kriminalamtes 16.804 Anzeigen zu Kriminalität im Netz – ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2016. Im Bereich Cybercrime ist – wie bei kaum einem anderen Delikt - eine stetig steigende Kriminalitätsentwicklung zu beobachten. Und es spielt sich nicht nur im anonymen Darknet ab, sondern auch im von uns allen genutzten Clearnet, das wir als „das Internet“ kennen.  

Identitätsdiebstahl durch Phishing 

Für die Opfer bedeutet die missbräuchliche Verwendung ihrer Identität meist einen wirtschaftlichen Schaden. Cyberkriminelle versuchen, beispielsweise durch "Phishing", Zugriff auf persönliche Daten zu erhalten. Danach werden sie gewinnbringend verkauft oder für weitere Straftaten verwendet. Unter "Phishing" versteht man sämtliche Versuche, z. B. durch gefälschte Websites, E-Mails oder Kurznachrichten auf Facebook an persönliche Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen. Durch einige Klicks ist der Identitätsdiebstahl begangen. Bei den Betroffenen flattern dann Mahnungen ins Haus, in denen es heißt, man möge gefälligst die Rechnung eines sündteuren Produktes begleichen. Nur dass man selbiges nie gekauft hat. 

Schutz der digitalen Identität 

Gehen Sie vorsichtig mit ihren persönlichen Daten um und bleiben Sie bei Online-Käufen kritisch und aufmerksam:  

  • Gibt es eine Anschrift, ein Impressum sowie verständliche AGBs und eine Datenschutzerklärung? 
  • Haben Sie eine Firewall und einen Virenschutz?
  • Steht das Kürzel 'https' in der Adresszeile des Browsers? Nur dann erfolgt die Übertragung ihrer Daten bei Käufen im Netz verschlüsselt.
  • Bietet der Verkäufer die Ware ausschließlich auf Vorkasse? Unseriös!
  • Was sagen andere Kunden über den Anbieter? Gibt es (glaubhafte) Erfahrungsberichte?
  • Ist ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand?
  • Hände weg von Bargeldtransfer-Diensten wie Western Union, MoneyGram & Co

Überprüfen Sie außerdem die Privatsphäre-Einstellungen der häufig verwendeten Apps. Diese sollten so eingestellt sein, dass Sie maximale Privatsphäre genießen. (www.konsument.at/facebook-eine-spur-privater) Dazu gehört auch die Passwortsicherheit (www.konsument.at/passwortmanager042018). Wenn Sie bereits Opfer eines Betrugs geworden sind, bei dem Ihre Identität missbräuchlich verwendet wurde und sie einen wirtschaftlichen Schaden erlitten haben, sollten Sie das bei der Polizei und ihrer Bank melden.

Watchlist-Internet bietet außerdem eine (nicht vollständige) Liste von Fake-Shops im Internet unter:  https://www.watchlist-internet.at/news/liste-betruegerischer-online-shops/

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