Sammelaktion: PIP-Brustimplantate

brust_implantate_schmerzen_esb-professional_ss_300025802_1060px.jpg

Tausenden Frauen wurden mangelhafte Brustimplantate eingesetzt. Wir haben geklagt (Bild: esb-professional/Shutterstock)

Im Dezember 2011 erschütterte der Skandal um gesundheitsgefährdende Brustimplantate die Öffentlichkeit. Der französische Hersteller Poly Implant Prothèse (PIP) hatte für seine Produkte offenbar billiges Industriesilikon verwendet.

Platzende Brust-Implantate und Entzündungen

Hunderttausende Frauen weltweit waren betroffen, sie litten unter platzenden Implantaten und Entzündungen. Manche Ärzte rieten, die Implantate auch ohne akute Beschwerden austauschen zu lassen, was für die Betroffenen erneute Operationen, Schmerzen und Angst vor Folgeschäden bedeutete. Wir vom VKI unterstützten österreichische PIP-Opfer vor Gericht in Marseille, das die Täter auch in zweiter Instanz verurteilte. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, besteht die Möglichkeit auf Schadenersatz. Es laufen weiters Klagen gegen den Haftpflichtversicherer der PIP - die Allianz Versicherung in Paris, gegen den TÜV Rheinland (Deutschland) und TÜV Frankreich in Toulon, die die Implantate zertifizierten.

Der Fall im Überblick

  • Teilnehmerinnen aus Österreich: 69
  • Schadenssumme: 570.000 Euro
  • Strafverfahren: Gericht sprach PIP in 2. Instanz schuldig; das Urteil ist - Stand Oktober 2016 - noch nicht rechtskräftig
    Schadenersatz Zuspruch 360.000 Euro
  • 69 Klagen gegen die französische Allianz-Versicherung in Paris anhängig
  • 69 Klagen gegen TÜV-Rheinland in Toulon anhängig

Lesen Sie mehr auf www.verbraucherrecht.at


Diesen Beitrag teilen