Supermärkte: Verantwortung der Lieferketten

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Supermarkt: Lieferketten (Bild: non c/ Shutterstock.com)

Eine europaweite Kampagne setzt sich für soziale und ökologische Verbesserungen entlang der Lieferketten von Lebensmittelkonzernen ein. Denn eine Bestandsaufnahme zeigt: Bislang haben sich die Supermärkte eher auf Alibiaktionen beschränkt.

Österreichische Marktkonzentration

In Österreich kontrollieren drei Handelsketten etwa 85 Prozent des Marktes: Rewe Group, Spar und Hofer/Aldi. Während die großen Anbieter ein immer größeres Stück vom Umsatzkuchen bekommen, führt ein auf enorme Effizienz-Steigerung und Gewinnmaximierung ausgerichtetes System dazu, dass sich die Bedingungen für die meist kleinen landwirtschaftlichen Produzenten in der Lieferkette verschlechtern. Auch die Ausbeutung von Arbeitern auf Feldern und Fabriken sowie die Umweltverschmutzung nehmen zu. Öffentlich bekennen sich die Supermarktketten zwar zu ihrer unternehmerischen Verantwortung und sind oft Mitglied freiwilliger Standards wie BSCI (ein Verhaltenskodex über den Aufbau einer ethischen Zulieferkette) oder SA-8000 (ein Sozial-Audit System mit dem Ziel, Arbeitsbedingungen zu verbessern).

Jedoch haben sich dadurch die Lebensbedingungen der Menschen, die auf den Feldern und in den Fabriken arbeiten, kaum verbessert. Eine wirklich nachhaltige Verbesserung der Situation – im Sozial- wie im Umweltbereich – kann letztlich nur durch fair gestaltete Preise und Handelsbeziehungen geschaffen werden.

Wie es um die Verantwortung der großen Ketten derzeit bestellt ist, lesen Sie auf www.konsument.at 

Mehr zum Thema

  • Details zur sozialen Verantwortung in den Lieferketten
  • Welcher Supermarkt hat das nachhaltigste Angebot, wer hat die glaubwürdigsten Gütesiegel? Diesen Fragen gingen unsere Tests im Jahr 2011 sowie 2013 nach.
  • Wie die Arbeitsbedingungen in den Supermärkten sind, untersuchten wir in einem Test im Jahr 2016.

 


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