TEST: Butter 6/2017

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Bild: Timmary / shutterstock.com

Die Butterpreise sind im heimischen Lebensmittelhandel in letzter Zeit rasant gestiegen. Wir haben ungesalzene Buttermarken, darunter auch Bioprodukte, im Frühsommer dieses Jahres geprüft. Im Folgenden unsere Testergebnisse.


Teebutter, Sauerrahm- und Süßrahmbutter, Sommerbutter, Fassl­butter, ... bei Butter ist die Auswahl groß. Wir haben 23 Produkte getestet, viele davon waren tadellos.

Der Rohstoff für Butter ist ausschließlich Milch. Lange Zeit war die Herstellung von Butter eine schweißtreibende Angelegenheit. Der von der Milch abgeschöpfte Rahm wurde in ein Butterfass gefüllt und gestampft, um das Milchfett von der Buttermilch zu trennen. Heute erfolgt die Herstellung von Butter in den Molkereien industriell.

Außer Milchfett und Wasser sind in Butter auch Milchzucker sowie Eiweiß enthalten.

Buttersorte nicht immer angegeben

Was als Süßrahmbutter deklariert ist, muss milder, was als Sauerrahmbutter ausgelobt wird, pikanter schmecken. Mild gesäuerte Butter liegt geschmacklich dazwischen. Leider steht auf vielen Verpackungen nicht drauf, welche Buttersorte drin ist. Für Konsumenten wird so zum Glücksspiel, was genau sie nach Hause tragen.

Die Marktführer

Die meiste Butter im Test kommt von Marktführer Berglandmilch, gefolgt von der NÖM, Österreichs zweitgrößter Molkerei. Auch Pinzgau Milch war stark vertreten.

Die Verkostung

Den Geschmack haben wir diesmal von Laien und Experten beurteilen lassen. Die volle Punktezahl in Sachen Geschmack vergaben die Experten lediglich an drei Produkte. Eine Butter fiel überhaupt durch. Das Laienpanel war im Durchschnitt nicht ganz so streng.

Fragwürdige Angaben

Auf etlichen Butterpackungen fanden wir absurde Hinweise wie "nach dem Öffnen innerhalb weniger Tage verbrauchen". Lassen Sie sich davon nicht verunsichern. Butter hält auch bei geöffneter Packung problemlos bis zum Ende der Mindesthaltbarkeit!

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Alle Infos zu Mikrobiologie, Zusammensetzung, Kennzeichnung, Verkostung und Herstellerangaben lesen Sie auf konsument.at (kostenpflichtig).

Wir haben Butter von folgenden Herstellern getestet:

  • Alpengut Österreichische Teebutter
  • Besser Bio Bio-Butter
  • Billa Bergbauern Heumilch Teebutter
  • Bio+ Teebutter
  • Clever Teebutter
  • Ein gutes Stück Heimat Bio-Butter
  • Ich bin Österreich Teebutter
  • Ja! Natürlich Alpenbutter
  • Kerrygold Butter aus Irland
  • Milfina Teebutter
  • Nöm Original Waldviertler Bio Butter
  • Nöm Teebutter
  • Nöm Teebutter (Becher)
  • SalzburgMilch Teebutter streichzart
  • S-Budget Butter
  • Schärdinger Fasslbutter
  • Schärdinger Primina
  • Spar Natur pur Bio-Butter
  • Spar Teebutter
  • Tirol Milch Bergbauern Butter
  • Zurück zum Ursprung Bergbauern Sauerrahm Butter
  • Merkur Immer gut Bergbauern Heumilch Teebutter

Video: Butter oder Margarine?

Tipps

  • Aufheben: Butter gehört ins Butterfach der Kühlschranktür. Ihre Haltbarkeit liegt bei etwa vier Wochen. Am besten ist sie in einem Gefäß aus Porzellan oder Glas aufgehoben. So nimmt sie keine Fremdgerüche an.
  • Einfrieren: Butter hält auch tiefe Temperaturen aus. Bei –18 Grad C kann man sie mindestens sechs Monate lagern. Vor dem Einfrieren unbedingt luftdicht verpacken.
  • Belegt? Dunkelgelber Belag auf der Butter kommt durch die Wechselwirkung von Fett und Sauerstoff zustande und ist hygienisch unbedenklich.
  • Verwenden: Zum Braten und Frittieren ist Butter ungeeignet. Ihr Rauchpunkt liegt bei nur 175 Grad C, darüber verbrennt sie bzw. beginnt, sich zu zersetzen. Für scharfes Anbraten von Fleisch ist Butterschmalz die bessere Wahl. Geeignet ist auch ein raffiniertes Öl mit Buttergeschmack, falls man dieses Aroma haben möchte.

Dieser Artikel ist am 30.6.2017 auf vki.at erschienen. Wir haben ihn am 11.9.2017 aktualisiert.


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