TEST: Diabetes - welche Medikamente? 5/2019

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Test: Medikamente bei Diabetes (Bild: Africa Studio / Shutterstock.com)

Diabetiker sind häufig auf blutzuckersenkende Medikamente angewiesen. Doch nicht alle Mittel sind auch geeignet.

In Österreich leiden rund 600.000 Menschen unter Diabetes mellitus (im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt), Tendenz steigend. 90 Prozent davon haben einen Typ-2-Diabetes ("Altersdiabetes").

Zu viel Zucker im Blut

Entscheidend ist, den Blutzuckerwert zu senken. Ist dieser dauerhaft erhöht, steigt das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten wie etwa Herzinfarkte und Schlaganfälle. Betroffene haben auch häufig Probleme mit der Durchblutung der Beine und Füße. Enthält das Blut sehr lange Zeit zu viel Zucker, können auch Augen, Nerven und Nieren geschädigt sein. Manche Menschen müssen nach der Diagnose nur ihren Lebensstil ändern, um den Diabetes in den Griff zu bekommen.
Patienten, bei denen dies nicht zum Erfolg führt, sind dauerhaft auf eine Behandlung mit Tabletten oder Insulin angewiesen.

Acht Wirkstoffe im Test

Blutzuckersenkende Medikamente werden vom Arzt verordnet. Wir haben uns Präparate, die frei verschreibbar – also nicht chefarztpflichtig – sind, genauer angesehen und bewertet. Alle besprochenen Wirkstoffe können den Blutzucker senken. Der wesentliche Unterschied zwischen den Mitteln besteht in den möglichen unerwünschten Wirkungen.

Folgende Medikamente haben wir getestet:

  • Actos - 15 mg Tabletten
  • Amaryl - 1 mg Tabletten
  • Diabetalan - 15 mg Tabletten
  • Diabetex - 500 mg Filmtabletten
  • Diabetormin - 850 mg Filmtabletten
  • Diamicron MR - 30 mg Tabletten
  • Glucophage - 500 mg Filmtabletten
  • Gliclada - 30 mg Tabletten
  • Gliclazid Arcana - 30 mg Tabletten 
  • Gliclazid Genericon - 30 mg Tabletten 
  • Gliclazid ratiopharm - 30 mg Tabletten 
  • Gliclazid Sandoz - 30 mg Tabletten
  • Glimepirid 1A Pharma - 1 mg Tabletten 
  • Glimepirid Hexal - 1 mg Tabletten 
  • Glimepirid ratiopharm - 1 mg Tabletten 
  • Glimepirid Sandoz - 1 mg Tabletten 
  • Glimepirid Stada - 2 mg Tabletten 
  • Glurenorm - 30 mg Tabletten
  • Meglucon Sandoz - 850 mg Filmtabletten 
  • Metformin 1A Pharma - 850 mg Filmtabletten 
  • Metformin Arcana - 850 mg Filmtabletten 
  • Metformin Bluefish - 850 mg Filmtabletten 
  • Metformin Genericon - 850 mg Filmtabletten 
  • Metformin Hexal - 500 mg Filmtabletten 
  • Metformin ratiopharm - 850 mg Filmtabletten 
  • Metformin Stada - 850 mg Filmtabletten
  • Minidiab - 5 mg Tabletten
  • Pioglitazon Accord - 15 mg Tabletten 
  • Pioglitazon Hexal - 15 mg Tabletten
  • Repaglinid Accord - 0,5 mg Tabletten 
  • Repaglinid Actavis - 0,5 mg Tabletten 
  • Repaglinid ratiopharm - 0,5 mg Tabletten 
  • Repaglinid Sandoz - 0,5 mg Tabletten 
  • Repaglinid Stada - 0,5 mg Tabletten

Lesen Sie den gesamten (kostenpflichtigen) Test auf konsument.at/medikamententest-diabetes052019.

VKI-Tipps

  • Diabetes: Ein Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft unbemerkt über Jahre. Je eher die Erkrankung erkannt wird und Maßnahmen dagegen ergriffen werden, desto weniger gravierend sind die Folgen. Treten folgende Symptome auf, sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt kontaktieren: häufiges und sehr starkes Durstgefühl, übermäßiger Harndrang, ständige Müdigkeit und Leistungsabfall, geringer Appetit, starker Gewichtsverlust, Heißhungerattacken, Mundtrockenheit und nächtliche Wadenkrämpfe.
  • Ursachen: Risikofaktoren für einen Typ-2-Diabetes sind Übergewicht, zu wenig Bewegung, Rauchen sowie eine fett- und zuckerreiche Ernährung. Häufig tritt Diabetes auch bei Personen mit erhöhtem Blutdruck sowie erhöhten Blutfettwerten auf. Bei Frauen kommt es nicht selten auch infolge einer Schwangerschaft zum Ausbruch der Erkrankung. Diabetes kann aber auch genetische Ursachen haben. Menschen, in deren Familie bereits eine Diabeteserkrankung festgestellt wurde, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko.
  • Behandlung: Eine Diabeteserkrankung muss unbedingt behandelt werden. Abhängig von den Ausgangswerten sollte man zunächst versuchen, die erhöhten Blutzuckerwerte durch eine Änderung des Lebensstils mit Gewichtsabnahme, mehr Bewegung sowie eine Umstellung der Ernährung in den Griff zu bekommen. Hilft das nicht weiter, kommt man nicht um eine medikamentöse Behandlung herum. Bei der Behandlung ist es unerlässlich, immer wieder den Blutzucker zu messen, um eine gefährliche Unterzuckerung (Hypoglykämie) zu verhindern.

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