TEST: Diabetesberatung 12/2019

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Wird Diabetes frühzeitig behandelt, sinkt das Risiko für Folgeerkrankungen. (Bild: yuliya baranych/shutterstock.com)

Hoher Blutdruck, starker Durst und erhöhte Blutzuckerwerte? Bei ersten Diabetes-Anzeichen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Doch wie steht es um die Beratungsqualität? Wir haben 78 Ordinationen in Wien und der Steiermark getestet.

Diabetes ist nicht heilbar, aber man kann sich gut darauf einstellen. Deshalb ist vor allem eine gute Beratung von entscheidender Bedeutung. Dem Arzt kommt die Aufgabe zu, die Betroffenen im richtigen Umgang mit der Krankheit anzuleiten. Wir wollten wissen, wie gut sie Betroffene Patienten auf das Leben mit Diabetes vorbereitet werden. Dazu haben wir eine Patientin mit einem Vorbefund ausgestattet, der auf eine Diabeteserkrankung hindeutet und sie zu Ärzten in der Steiermark und in Wien geschickt.

Späte Diagnose: lebensbedrohliche Risiken  

Sie tragen ein erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken und sollten sich vom Arzt untersuchen lassen, wenn mehrere der folgenden Faktoren zutreffen: 

  • Genetisch belastet: Bei einem Ihrer Blutsverwandten wurde bereits Diabetes festgestellt.
  • Bauch: Ihr Taillenumfang (auf Nabelhöhe) liegt über 88 cm (Frau) beziehungsweise 94 cm (Mann). 
  • Hoher Blutdruck: Es wurden Ihnen bereits Medikamente gegen Bluthochdruck verordnet. 
  • Erhöhte Zuckerwerte: Bei einer ärztlichen Untersuchung wurden erhöhte Blutzuckerwerte festgestellt. 
  • Übergewicht: Ihr BMI liegt über 25 (Body-Mass-Index: ab 25 beginnt Übergewicht). 
     
  • Kein Sport: Sie bewegen sich pro Tag weniger als 30 Minuten. 
  • Durst: Sie spüren vermehrt starken Durst. 
  • WC: Sie müssen verstärkt Wasser lassen. 
  • Müde: Sie sind häufig sehr müde. 
  • Abgenommen: Sie haben aus unerklärlichen Gründen stark an Gewicht verloren. 
  • Augen: Sie sehen immer wieder etwas verschwommen. 
  • Stress:  Sie erleben immer wieder Stress-Situationen. 
  • Nikotin:  Sie sind Raucher.
     

Bei zu spät erkannten Zuckerkrankheiten steigt das Risiko für lebensbedrohliche Erkrankungen wie etwa eine Herzerkrankung massiv an, zudem drohen Nieren- und Augenschäden. Deshalb ist es wichtig, Diabetes rechtzeitig zu erkennen und bestmöglich zu behandeln.

Beratungsqualität alarmierend

Die Beratungsqualität fällt– so viel vorweg - besorgniserregend aus. Nur ein Mal konnten wir ein „sehr gut“, 15 Mal ein „gut“, 32 Mal ein „durchschnittlich“, 29 Mal ein „weniger zufriedenstellend“ und ein Mal ein „nicht zufriedenstellend“ vergeben. In Wien fiel die Beratung insgesamt etwas besser aus als in der Steiermark. 

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Lesen Sie den gesamten (kostenpflichtigen) Test hier: www.konsument.at/test-diabetesberatung122019


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