Poring Studio | Shutterstock.com Einweggeschirr: 57 Einwegalternativen im Test   |  Bild: Poring Studio | Shutterstock.com

TEST: Einweggeschirr - 57 Plastik-Alternativen 8/2021

Über Einmal-Strohhalme, -Besteck und -Geschirr aus Plastik hat die EU ein Verbot verhängt. Wie gut sind nun die alternativen Produkte aus Karton, Palmblättern oder auf Zuckerrohrbasis?

Einmalbesteck und Einweggeschirr, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen oder To-go-Lebensmittelbehältnisse dürfen nicht mehr neu auf den Markt gelangen. Es wird allerdings noch eine Weile dauern, bis diese Plastikprodukte gänzlich aus dem Handel verschwinden. Die alternativen Einwegprodukte sind jedoch nicht immer unproblematisch für Gesundheit und Umwelt. Dies ergibt eine aktuelle Erhebung von europäischen Verbraucherorganisationen.

Ersatzprodukte gesucht

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich natürlich schon jetzt für Plastikalternativen. Die Ersatzprodukte, die nun die Regale füllen sind aus folgenden Materialien: Karton, Palmblättern, Weizenfasern oder Zuckerrohrbagasse (gemahlene Überreste, die bei der Zuckerproduktion nach dem Auspressen von Zuckerrohr anfallen).

An der Untersuchung nahmen Verbraucherorganisationen aus Dänemark, Frankreich, Italien und Spanien teil. Die geprüften Produkte stammen von Herstellern und Großhändlern, bei denen Gastronomieunternehmen ihre Ver­packungen für Catering und Lieferungen beziehen. Österreichische Konsumentinnen und Konsumenten können mit dieser Ware beispielsweise in Kontakt kommen, wenn sie Essen über einen Lieferservice kaufen oder essfertig, verpackte Ware im Supermarkt holen. 

57 Produkte getestet, 5 davon unbelastet

Bei der angesprochenen Erhebung wurden bei 31 von 57 Produkten problematische Substanzen wie Pestizidrückstände, fluorierte Stoffe oder potenziell krebserregende Chlorpropanole gefunden. Sie lagen über empfohlenen nationalen Richtwerten. 26 der getesteten Produkte sind auch in Österreich erhältlich. In nur 5 Produkten davon konnten keine problematischen Schadstoffe nachgewiesen werden. Vier dieser Alternativprodukte bestehen aus Palmblättern, eines aus Papier. Wir vom VKI (Verein für Konsumenteninformation) orten Handlungsbedarf. Hier fehlen Vorschriften für Chemikalien in alternativen Verpackungsmaterialien.

 

Folgende Produkte finden Sie in unseren Testtabellen:

 

  • Be Pulp Schüssel Bagasse (gemahlene Überreste, die bei der Zuckerproduktion nach dem Auspressen von Zuckerrohr anfallen)
  • BioPak Burgerbox, Bagasse
  • Dumi Teller, Bagasse 
  • Biozyg Teller, Palmblatt
  • Ecofriendly Teller, Bagasse 
  • Ecogreenware Teller, Palmblatt
  • Ecotableware Strohhalm, Papier
  • GreenArt Teller (Bagasse , Palmblatt)

 

 

 

  • Naturesse Schüssel (Palmblatt), Teller (Bagasse)
  • Party Deco Strohhalm, Papier
  • PapStar Teller (Palmblatt, Bagasse), Strohhalm (Papier)
  • Plant2Plast Teller (Bagasse, Palmblatt)
  • Sabert Schüssel, Bagasse 
  • Utopia Strohhalm, Papier
  • Vegaooparty Strohhalm (Papier), Teller (Palmblatt), 
  • Vegware Teller (Palmblatt), Schüssel (Bagasse)

Die überprüften Produkte haben wir in drei Kategorien eingeteilt:

  • Produkte ohne nachweisbare problematische Stoffe. Das sind Produkte, die keine problematischen Chemikalien enthalten oder ihr Gehalt lag deutlich unter den Empfehlungen, die die einzelnen EU-Mitgliedstaaten ausgearbeitet haben. 
  • Produkte, in denen Spuren problematischer Stoffe nachweisbar waren.
  • Produkte, die problematische Stoffe enthalten. Hier befand sich der Gehalt an unerwünschten Chemikalien oberhalb der Empfehlungen. 

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Die detaillierten Ergebnisse der Untersuchung finden Sie (kostenpflichtig) unter https://www.konsument.at/test-einweggeschirr-082021

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