TEST: Kaffeemaschinen 10/2020

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Perfekten Espresso und Cappuccino für zu Hause, ganz ohne Übung? Wir haben 10 Maschinen getestet. (Bild: FTiare/shutterstock.com)

Perfekten Espresso und Cappuccino für zu Hause, ganz ohne Übung? Pad- und Kapselsysteme versprechen schnellen, unkomplizierten Kaffee-Genuss. Wir haben 10 Maschinen getestet.

Es ist eine Erfolgsgeschichte mit zwei Seiten: Preisgünstigen Portionskaffeemaschinen stehen hohe Kaffeepreise gegenüber, dem Komfort die Müllproblematik. Trotzdem mögen die Österreicher individuellen Kaffeegenuss auf Knopfdruck: Laut GfK Marktforschung besitzen 44 % der heimischen Haushalte eine Einzelportions- bzw. eine Kapselmaschine. Diese Zahl soll sich seit 2007 nahezu versiebenfacht haben.  (Stand 2019)  

Der Druck macht den Unterschied

Ein großer Vorteil ist die einfache Bedienung der Kaffeemaschinen. Die Handhabung ist sauber, weil die richtige Menge Kaffeepulver (im Test 5 bis 8 Gramm) in Kunststoff, Aluminium oder Filterpapier vorverpackt ist. Wobei man Kapsel- und Pad-Kaffee nur bedingt vergleichen kann. Pad-Maschinen wie die Philips Senseo bauen lediglich ein Bar Druck auf, das Wasser rinnt – ähnlich wie bei der altbekannten Filtermaschine – durchs Kaffeepulver. Kapselmaschinen hingegen imitieren die großen Siebträgermaschinen. Sie bauen je nach Modell einen Druck von 8 bis 20 Bar auf und pressen das Wasser durch die Kapsel mit fein gemahlenem Kaffeepulver. All das hat trotzdem einen hohen Preis – vor allem, wenn man die Kosten pro Portion auf den Kilopreis hochrechnet und mit jenem für gemahlenen Kaffee oder geröstete Bohnen vergleicht. 

Teurer Genuss: 80 Euro pro Kilogramm 

Da landet man bei den Kapseln im günstigsten Fall bei 30 bis 40 Euro, eher jedoch bei 80 Euro und mehr, während sich herkömmlich verpackter Kaffee meist zwischen 8 und 16 Euro pro Kilogramm bewegt. Vergleichsweise günstig steigt man noch mit der Philips Senseo aus – die Pads kosten 19 Cent pro Stück und somit um 10 Cent weniger als die Kapseln für K-fee oder Tchibo und mindestens 22 Cent weniger als jene für Nespresso.  

Erfolg mit Folgen für Müllvolumen 

Den Erfolg von Nespresso und Co kann man leider auch am gestiegenen Müllvolumen ablesen. Am unproblematischsten sind Pads mit Filterpapier aus Baumwolle oder Zellulose (sofern sie nicht einzeln verpackt sind). Sie können kompostiert werden. Kaffeekapseln aus Kunststoff müssen laut Verpackungsordnung über den Restmüll entsorgt werden, weil sie den Kaffeesatz enthalten. Im günstigeren Fall betreibt der Anbieter selbst ein Rücknahme- und Wiederverwertungssystem, wie es in Österreich etwa bei Tchibo vorhanden ist. 

Folgende Portionskaffeemaschinen haben wir getestet:

  • Cremesso Viva Elegante
  • Beanarella Nori V 4
  • Bosch Tassimo happy
  • De'Longhi Nescafé Dolce Gusto MiniMe EDG155
  • De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85
  • K-fee One
  • Krups Nespresso Essenza Mini XN1108
  • Lavazza Joli
  • Philips Senseo HD66554/68
  • Tchibo Cafissimo easy

Die Testtabelle informiert über: Testurteil, Preis und laufende Kosten, technische Details (Getränkevolumen von Espresso und Lungo, Größe des Wassertanks), Zubereitungszeit, Inbetriebnahme, Reinigen, Entkalken, Stromverbrauch, Geräusch, Sicherheit und Schadstoffe.

MEHR ZUM THEMA

Lesen Sie den gesamten Artikel hier: www.konsument.at/test-portionskaffeemaschinen-102020


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