TEST: Klimageräte 6/2020

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Test: Klimageräte

Fix verbaute Klimaanlagen (Splitgeräte) schaffen kühle Räumlichkeiten in Minutenschnelle - energieeffizient, aber zu seinem Preis. Monoblockgeräte sind für den gelegentlichen Einsatz gedacht.

Um den Klimawandel nicht weiter durch zusätzlichen Stromverbrauch oder Leckage klimaschädlicher Kältemittel anzuheizen, sollten, bevor Sie eine Klimaanlage in Erwägung ziehen, andere (bauliche) Maßnahmen angedacht werden, um die Sonneneinstrahlung so gut es geht zu reduzieren – z.B. Außenrollos, Markisen, Sonnenschutzfolien, eine gute Gebäudedämmung oder Schatten spendende Bäume.

Wer dann doch noch zu einem Klimagerät greifen will, der sollte ein möglichst effizientes kaufen. Wir haben zehn Klimaanlagen genau unter die Lupe genommen.

Splitgeräte

Die getesteten Geräte eignen sich für Räume von bis zu 50 Quadratmetern. Die schnellsten unter ihnen erreichten ihr Ziel schon nach rund sieben Minuten. Splitgeräte sind aber nicht gerade billig. Die getesteten Modelle kosten zwischen rund 1.000 und 2.800 Euro.

Schade: Die in Splitgeräten verwendeten Kältemittel sind teils stark klimaschädlich.

Wer sich ein Splitgerät zulegen möchte, sollte langfristig planen. Installation (und Deinstallation!) kann nur von geschulten Experten durchgeführt werden. Die haben gerade in heißen Sommern volle Auftragsbücher.

Mieter brauchen außerdem eine Genehmigung vom Vermieter (bauliche Veränderung an der Bausubstanz). Weiters sollten behördliche Genehmigungen vor der Installation eingeholt werden. Ihr Installateur berät Sie dabei.

Monoblockgeräte

Diese mobilen Geräte sind zwar deutlich günstiger als Splitgeräte und auch sehr einfach in Betrieb zu nehmen. Die Leistung reicht aber nur für kleine Räume mit rund 16 bis 20 Quadratmetern.

Monoblockgeräte verbrauchen im Vergleich zu Splitgeräten teilweise mehr als die doppelte Menge an Strom pro Sommer und sind zudem auch ziemlich laut. Sie sind also nicht für den Dauerbetrieb geeignet.

Von den Monoblockgeräten geht außerdem eine nicht zu unterschätzende Gefahr aus: Kohlenmonoxid-Vergiftungen, die in Hitzeperioden keine Seltenheit sind.

Diese Klimaanlagen haben wir getestet:

Klimageräte: Splitgeräte

  • Daikin FTXP25M5V1B (IG) - RXP25M5V1B (AG)
  • LG DC09RQ NSJ (S3NM09JL1ZA) (IG) - DC09RQ UL2 (S3UM09JL1ZA) (AG)
  • Mitsubishi Electronic MSZ-AP25VG (IG) - MUZ-AP25VG (AG)
  • Panasonic CS-Z25VKEW (IG) - CU-Z25VKE (AG)
  • Swegon Air Blue Ulisse 13DCI Eco
  • Toshiba RAS-10PKVPG-E (IG) - RAS-10PAVPG-E (AG)

Klimageräte: Monoblockgeräte

  • DeLonghi Pinguino PAC N90ECO Silent
  • Midea Europe GmbH Comfee MPPH-09CRN7
  • suntec wellness Impuls 2.6 Eco R290
  • TroTec PAC 2600X

 

Die Testtabellen enthalten Infos und Bewertungen zu: Kühlleistung, Temperaturverteilung, verwendetes Kältemittel, Stromverbrauch, Treibhauswirkung, Geräusch, per App bedienbar, Gewicht, Handhabung, ...

VKI-Tipps

  • Schatten: Sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen, um die Wohnung/das Haus durch bauliche Maßnahmen herunterzukühlen. Selbst wenn Sie dann immer noch ein Klimagerät benötigen, helfen diese Maßnahmen, Energie zu sparen.
  • Kältemittel: Kaufen Sie möglichst ein Klimagerät mit Kältemittel R290 – es hat das geringste klimaschädingende Potenzial.
  • Entsorgung: Klimageräte immer(!) auf kommunalen Mistplätzen entsorgen (bei Splitgeräten erledigt das der Installateur). Die Geräte werden fachgerecht zerlegt und recycelt und es wird kein klimaschädliches Kältemittel freigesetzt.
  • Energielabel? Die Werte auf dem Label stammen aus Normprüfungen – und sind leider praxisfern. Manche Geräte konnten die versprochene Leistung bei Weitem nicht erzielen.

Mehr zum Thema

Lesen Sie den gesamten (kostenpflichtigen) Test auf konsument.at/klimageraete072020.


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