Mehl auf dem Tisch - Person reibt sich die mehligen Hände Wir haben 28 Weizen-, Dinkel- und Buchweizenmehle auf Schimmelpilzgifte und Keime getestet. Die meisten Produkte schnitten gut ab. Bild: Kryuchka Yaroslav/Shutterstock

TEST: Mehl – mehrheitlich „gut“ 11/2021

Wir haben 28 Mehle (Weizen-, Dinkel- und Buchweizenmehl) auf Schimmelpilzgifte und Keime getestet. Die meisten Produkte schnitten mit dem Testurteil „gut“ ab.

Die Weihnachtszeit mit ihren zahlreichen Plätzchen, Lebkuchen und Stollen steht vor der Tür. Viele backen die Weihnachtssüßigkeiten selbst, sodass auch heuer wieder auf vielen Einkaufslisten Mehl steht.

Im Test: 28 Weizen-, Dinkel- und Buchweizenmehle

In Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer Steiermark haben wir elf Weizenmehle, 13 Dinkelmehle und vier glutenfreie Buchweizenmehle in Reformhäusern und Mühlen sowie bei Ab-Hof-Automaten und Supermärkten in der Steiermark gekauft. Konkret wollten wir wissen, ob in den gekauften Mehlen Spuren von Schimmelpilzgiften und Keimen enthalten sind.

Schimmelpilzgifte: Gefährlich für Mensch und Tier

In der Produktion von Mehl stellen Schimmelpilzgifte ein regelmäßiges Problem dar. Oft erfolgt der Befall schon auf dem Getreidefeld oder in späterer Folge durch falsche Lagerung. Bereits in kleinen Mengen können Schimmelpilzgifte bei Menschen und Tieren akute Vergiftungserscheinungen auslösen. Bei längerfristiger Aufnahme können sogar chronische Gesundheitsschäden entstehen.

Unter gesetzlichen Höchstgrenzen

Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass in allen getesteten Dinkel- und Weizenmehlen das Schimmelpilzgift Deoxynivalenol (DON) enthalten war. Die Menge lag jedoch unter den gesetzlich festgelegten Höchstgehalten und meist in einem niedrigen Bereich. Lediglich eines der getesteten Weizenmehle wies deutlich höhere Werte auf und bekam daher nur eine „durchschnittliche“ Bewertung. Auch bei diesem Mehl besteht aber kein akutes Gesundheitsrisiko.

Pilzgiftbelastung kann nie ausgeschlossen werden

Insgesamt zeigt unser Test, dass Mehl lediglich in geringen Mengen Schadstoffe aufnimmt. Um einer erhöhten Schadstoffaufnahme vorzubeugen und im Sinne einer ausgewogenen Ernährung, empfiehlt sich ein regelmäßiges Wechseln der Mehl-Marke und Mehlsorte.

 

Folgende Mehle haben wir für Sie getestet:

Weizenmehl

  • Alnatura Type 1050 Mehl (Müller)
  • dm Bio Vollkornmehl
  • Ein gutes Stück Heimat Vollkornmehl (Lidl)
  • Fini’s Feinstes Vollkornmehl (Billa Plus)
  • Haindl Mühle Vollkornmehl
  • Ja! Natürlich Vollkornmehl (Billa Plus)
  • Natürlich für uns Vollkornmehl (Unimarkt)
  • Rosenfellner Mühle Brotmehl Typ 1600 (Martin Reform)
  • Spar Natur Pur Vollkornmehl (Interspar)
  • Spielberger Mühle Typ 1050 Mehl (Bioladen Matzer)
  • Zurück zum Ursprung Vollkornmehl (Hofer)

 

Buchweizenmehl

  • Bauckhof Vollkornmehl (Martin Reform)
  • dm Bio Vollkornmehl
  • Haindl Mühle Gemahlen
  • Spar Natur Pur Vollkornmehl (Eurospar)

Dinkelmehl

  • Alnatura Vollkornmehl (Müller)
  • Der Hofveitl Vollmehl
  • dm Bio Vollkornmehl
  • Echt Bio! Vollkornmehl (Penny)
  • Fini’s Feinstes Type 700 Mehl (Unimarkt)
  • Grottenhof Vollmehl
  • Haindl Mühle Vollkornmehl
  • Ja! Natürlich Vollkornmehl (Billa Plus)
  • Omas Backstube Vollkornmehl (Lidl)
  • Rosenfellner Mühle Urgetreide Brotmehl Typ 1700 (Prokopp)
  • Spar Natur Pur Vollkornmehl (Interspar)
  • Südsteirisches Weinland Mehl Vollkornmehl (Kiendler)
  • Zurück zum Ursprung Vollkornmehl (Hofer)

 

In unserer Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: Testurteil, Preis, Getreideherkunft, Verarbeitungsort, Bio-Siegel, Mikrobiologie, Mykotoxine.

MEHR ZUM THEMA

Das ausführliche Testergebnis finden Sie im neuen KONSUMENT-Heft 11/2021 sowie (kostenpflichtig) unter: www.konsument.at/test-mehl-112021

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