TEST: Olivenöl 6/2020

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TEST: Olivenöl

Viele Konsumenten schätzen beim Olivenöl die höchste Qualitätsstufe "natives Olivenöl extra" - auch bekannt als "extra vergine". Wir haben 15 Produkte getestet.

Olivenöl der höchsten Güteklasse "extra virgine" darf nur schonend durch mechanische Pressung gewonnen werden. Auch geschmacklich muss es höchsten Ansprüchen genügen.

Qualität wird besser

Die Qualität der Öle scheint jedenfalls besser zu werden. Fanden wir bei früheren Tests immer wieder Öle, die wahrscheinlich einer Wärmebehandlung unterzogen wurden, schnitten dieses mal 9 von 15 Olivenölen mit "gut" ab. Kein einziges Produkt stand im Verdacht, thermisch behandelt worden zu sein.

Geschmack und Schadstoffe

Zwei der getesteten Öle wurden aber wegen erhöhter Belastung mit Mineralölrückständen bzw. Weichmachern abgewertet.

Ein Öl fiel bei der Expertenverkostung durch, ein weiteres wurde geschmacklich gerade noch als nativ extra eingestuft.

Gemischter Satz

Bei der Kennzeichnung der Produkte gibt es weiterhin Verbesserungsbedarf. Wollen Sie Olivenöl aus einer bestimmten Region, dann lesen Sie das Kleingedruckte genau. Die Aufmachung allein sagt nichts über die Herkunft aus.

So verbirgt sich manchmal hinter einer italienisch anmutenden Verpackung ein gemischter Ölsatz aus verschiedenen EU-Ländern. 

Diese Olivenöle haben wir getestet:

  • Bona Olivenöl extra vergine
  • Castello Olio Extra Vergine di Oliva
  • Clever Natives Olivenöl Extra
  • Conte de Cesare Olio extra vergine di oliva
  • DeSpar Olio Extra Vergine di Oliva
  • dmBio Natives Olivenöl extra
  • Fandler Bio Olivenöl
  • Iliada Kalamata Olivenöl kaltgepresst
  • Ja! Natürlich Natives Olivenöl Extra
  • Mani Olivenöl
  • Monini Classico Olivenöl
  • Natur aktiv Bio Griechisches Olivenöl
  • San Fabio Olio Extra Vergine di Oliva
  • S-Budget Natives Olivenöl Extra
  • Spar Natur pur Natives Bio-Olivenöl extra

 

 

 

 

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: Sensorik (Expertenverkostung, Laienverkostung), Chemische Zusammensetzung (NIR-Screening, Chemische Nachuntersuchung), Schadstoffe (Weichmacher, Mineralölrückstände), Kennzeichnung, Herkunftsangabe etc.

Mehr zum Thema

Lesen Sie den gesamten (kostenpflichtigen) Test auf: konsument.at/olivenoel062020.

VKI-Tipps

  • Haltbarkeit und Lagerung: Kaufen Sie Öle besser in kleineren Mengen mit einer langen Resthaltbarkeit. Vor Hitze, Licht und Sauerstoff geschützt lagern.
  • Preis: Der Preis ist bei Olivenöl kein Qualitätskriterium. In unserem Test gewannen zwei der günstigsten Öle, und vergleichsweise teure Produkte belegten Plätze im hinteren Drittel.
  • Ölwechsel: Wechseln Sie ab und zu auch einmal die Olivenölmarke. Sollte Ihr Lieblingsöl zu stark mit Schadstoffen belastet sein, können Sie die Schadstoffaufnahme durch einen Wechsel der Marke reduzieren. Die Schadstoffwerte können allerdings von Charge zu Charge unterschiedlich sein.
  • Gesundheit: Olivenöl ist aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung für die Gesundheit sehr empfehlenswert. Die Ölsäure beeinflusst den Cholesterinspiegel günstig, enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe können vor Krankheiten schützen.
  • Abwechslung: Verwenden Sie neben Olivenöl auch andere hochwertige Pflanzenöle wie Rapsöl oder auch Lein-, Soja- und Walnussöl. Sie sind reich an Omega-3-Fettsäuren.
  • Kochen: Olivenöl eignet sich auch zum Braten und Dünsten. Es sollte aber nicht über 170 Grad Celsius erhitzt werden.
  • Noch in Ordnung: Wenn Öl verdorben ist, riecht und schmeckt es ranzig. Ist eine Flasche schon länger offen, riechen und kosten Sie also am besten, bevor Sie das Öl verwenden.

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