TEST: Verpackter Toastschinken 11/2019

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TEST Toastschinken: Wir haben verpackten Toastschinken eingekauft, untersucht und verkostet. Am Ende der Mindeshaltbarkeit war nicht einmal jedes zweite Produkt hygienisch einwandfrei. (Bild: Jan Mach/shutterstock.com)

Wir haben verpackten Toastschinken eingekauft, untersucht und verkostet. Am Ende der Mindesthaltbarkeit war nicht einmal jedes zweite Produkt hygienisch einwandfrei. Versprechen die Hersteller bei der Haltbarkeit zu viel?

Fünf Jahre liegt unser letzter Test von Toastschinken bereits zurück. Zeit genug hygienische Bedenken aus dem Weg zu räumen. Damals machten die Experten im Labor einen unappettitlichen Fund: Sie entdeckten Fäkalkeime, und zwar in einem bereits stark erhöhten Ausmaß. Wenn Darmbakterien in einem Lebensmittel stecken, ist das nicht nur unappetitlich, es weist vor allem auf Hygienemängel im Herstellungsprozess hin. Nach einem Test, bei dem fast 50 Prozent der Testkandidaten abstürzten, kann es nur besser werden, dachten wir und machten uns erneut zum Einkauf von Toastschinken auf. Doch auch der aktuelle Test zeigt: in Sachen Frische und Hygiene gibt es noch Luft nach oben.  

10 Produkte im Test 

Für unseren Test kauften wir von jedem Toastschinken mehrere Packungen einer Charge. Bei Bio-Toastschinken waren zu wenige Packungen in den Regalen; Bio-Produkte konnten daher diesmal nicht mit getestet werden. Preislich waren die Produkte recht ähnlich. Für die meisten zahlten wir umgerechnet auf 100 g einen Euro. Am günstigsten war „Mein Leckerbissen Toaster“ (0,75 € /100 g), am teuersten kamen die Toastschinken von „Hofstädter“ (1,46 €/100 g) und „Tann“ (1,49 €/ 100 g).

Die Proben wurden sofort nach dem Kauf gekühlt ins Labor gebracht und dort wie auf den Packungen empfohlen bis zu den Untersuchungen aufbewahrt. Die Zusammensetzung und Kennzeichnung der Produkte wurde kontrolliert, die Mikrobiologie auf Keime und Milchsäurebakterien untersucht und schließlich wurde der Toastschinken von Experten und Laien verkostet. Bei der mikrobiologischen Analyse (genauer: bei der Untersuchung auf Verderbnis anzeigende Keime) fielen insgesamt vier Produkte durch. Krankheitserregende Listerien oder Salmonellen waren in keiner Probe nachweisbar. 

Diese Produkte finden Sie im Test:

  • Aibler - Toastschinken, saftig zarter Schinken
  • Berger - Toastschinken
  • Clever - Toastschinken, besonders saftig
  • Dorfgold - Toastschinken geschnitten
  • Hofstädter - Toastschinken, klassischer Genuss
  • Ich bin Österreich - Toastschinken geschnitten
  • Jeden Tag - Toastschinken
  • Mein Leckerbissen - Toaster
  • S-Budget XXL - Toastschinken
  • Tann - Toastschinken

VKI-Tipps

Kurz lagern. Lagern Sie Toastschinken im Kühlschrank nicht bis zum Ende der Mindesthaltbarkeit. Auch dann nicht, wenn die Packung noch geschlossen ist. Im Test waren am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit nur vier von zehn Produkten mikrobiologisch einwandfrei.
Rasch verbrauchen. Ist die Packung einmal geöffnet, sollte der Toastschinken rasch verbraucht werden. Kaufen Sie keine Großpackungen, wenn Sie nur hin und wieder Schinken essen. Riechen Sie am Schinken, bevor Sie ihn verzehren. Ein dumpfer Geruch weist auf beginnenden Verderb hin.
Reichlich Salz. Mit Toastschinken konsumiert man oft mehr Salz, als man meint. Der Salzgehalt war bei etlichen Produkten nicht korrekt deklariert.
Plastikfolien. Bei Ich bin Österreich Toastschinken und Mein Leckerbissen Toaster war die Verpackungsfolie leicht rosa gefärbt. Das lässt den Schinken farbintensiver wirken. Wer mit eigenem Geschirr Schinken offen einkauft, trägt weder gefärbte noch ungefärbte Plastikfolie mit nach Hause.

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