Urlaubshotel: Mängel bei Pauschalreisen

Das Hotelzimmer ist schmutzig oder nicht verfügbar, statt „feinem Sandstrand“ findet man eine Felsenbucht und Baulärm nervt. Wir sagen, was Sie tun können.

Gerade in der Hauptreisezeit häufen sich die Beschwerden von Urlaubern, deren Aufenthalt nicht so verlaufen ist, wie erwartet. Doch was kann man bei Problemen im Urlaub tun? Dr. Barbara Forster, Juristin beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich, gibt Auskunft, welche Möglichkeiten Konsumentinnen und Konsumenten bei Pauschalreisen zur Verfügung stehen.

Vorteile von Pauschalreisen

"Als Pauschalreisender hat man mit dem Reiseveranstalter einen Vertragspartner für das gesamte Reisepaket, der in der Regel in der EU sitzt. Auch bei einer möglichen Insolvenz ist man rechtlich besser gestellt“, erklärt EVZ-Juristin Dr. Barbara Forster. "Der Reiseveranstalter muss – unabhängig ob ihn ein Verschulden an Mängeln trifft oder nicht – für die versprochenen Leistungen einstehen, die er in der Buchungsbestätigung zugesagt hat. Lesen Sie aber bereits vor Buchung die Hotelbeschreibungen mit einem kritischen Blick. ‚Meerseitig‘ heißt nicht automatisch auch ‚Meerblick‘, ein ‚schöner Strand‘ ist nicht per se ein ‚Sandstrand‘ und ein Hotel in ‚verkehrsgünstiger Lage‘ sollte von lärmempfindlichen Touristen besser gleich gar nicht in Betracht gezogen werden."

Ist die Unterbringung im Hotel nicht Teil einer Pauschalreise, dann ist das Hotel selbst der Vertragspartner des Reisenden. Liegt das Hotel außerhalb der EU, kann die Rechtsdurchsetzung – insbesondere eine außergerichtliche – in der Praxis schwierig werden.

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