Urlaubsunterkunft – besser direkt buchen 2/2019

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Urlaubsunterkünfte: Wenn bei der Buchung einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses über Vermittlungsportale etwas schiefgeht, hat der Kunde oft das Nachsehen. (Bild: Anrey Popov, Tero Vesalainen/shutterstock.com)

Vorsicht bei Vermittlungsplattformen wie Airbnb und Co.! Wenn bei der Buchung einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses über Vermittlungsportale etwas schiefgeht, hat der Kunde oft das Nachsehen.

In Österreich vertrauen bei der Quartiersuche für den Urlaub immer mehr Menschen auf Vermittlungsplattformen. Die Vorzüge der teils privaten Zimmervermietung liegen auf der Hand: Insidertipps über die Heimatregion gibt es meist inklusive und selbst an teuren Destinationen lassen sich günstige Angebote finden. Doch Vorsicht: Oft haben die Darstellung im Internet und das, was Kunden vorfinden, wenig miteinander zu tun. So wird das „Traumhaus in ruhiger Lage“ zu einem Luftschloss, die Enttäuschung ist oft groß. Beim Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) in Wien häufen sich Beschwerden unzufriedener Kunden.  

Größeres Risiko bei Buchung über Vermittlungsplattform 

Vermittlungsplattformen bringen nicht nur private Vermieter und Reisende zusammen, sondern locken auch Betrüger an. Sie wollen beispielsweise Vorschüsse für Wohnungen kassieren, die es gar nicht gibt, liefern völlig falsche Beschreibungen der Unterkünfte oder bieten Urlaubsquartiere an, die von Schimmel befallen sind. Auch die rechtliche Lage, z. B. bei Mängeln der Unterkunft, gestaltet sich für Konsumenten und Konsumentinnen schwierig.  

„Wir sind nur Vermittler“ 

Bei möglichen Entschädigungsleistungen ist nämlich nicht die Vermittlungsplattform, sondern der Vermieter verantwortlich. Um diesen belangen zu können, benötigt man jedoch Name und Anschrift, was sich nicht immer einfach gestaltet. Bei einer juristischen Auseinandersetzung bezüglich des Mietvertrages gilt das Recht des Landes, in dem der Vermieter lebt. Wer seine Unterkunft über eine Vermittlungswebsite bucht, sollte sich des Risikos bewusst sein. Man hat nicht denselben Schutz wie bei der Buchung einer Pauschalreise und das kostet in manchen Fällen Nerven und viel Geld. 

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