Versicherung: Kündigung im Schadensfall 01/2020

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Wenn nach einem Schadensfall der Versicherer kündigt, sollte man unbedingt fachlichen Rat einholen. Denn nicht jede Kündigung ist korrekt. (Bild: Dmitry Kalinovsky/shutterstock.com)

Sie hatten einen Schaden und jetzt kündigt Sie der Versicherer? Holen Sie fachlichen Rat ein. Nicht jede Kündigung ist korrekt.

"Grade noch Glück im Unglück gehabt", dachte sich Herr F. nach einem Auffahrunfall. Sein Kaskoversicherer hatte die Kosten für den Schaden anstandslos bezahlt. Aber wenige Tage später kündigte der Versicherer den Vertrag. Das konnte doch nicht sein, Herr F. hatte immer alle Prämien pünktlich bezahlt! Herr F. erfuhr, dass er gute Chancen auf Aufhebung der Kündigung hat. Denn der Oberste Gerichtshof hatte solche Klauseln für unwirksam erklärt.

Kündigung hinterfragen

Als Kunde sollte man es nicht einfach hinnehmen, wenn ein Versicherer im Schadensfall die Leistung ablehnt. Dasselbe gilt auch bei einer Kündigung. Das ist deshalb wichtig, weil gekündigte Kunden bei den Versicherern nicht beliebt sind: Die Versicherungen befürchten, sich damit "schadensträchtige" Kunden einzuhandeln. Einige fragen mögliche Neukunden daher vor Vertragsabschluss, ob sie schon einmal von einem anderen Versicherer gekündigt wurden.

Schwierig, einen neuen Versicherer zu finden

Wer das bejahen muss, hat unter Umständen Schwierigkeiten, einen neuen und vor allem günstigen Vertrag zu erhalten. Speziell in der gesetzlich verpflichtenden Kfz-Haftpflicht kann das zu deftigen Aufschlägen führen. 

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