Vienna City Marathon: Ihre Rechte nach der Absage

vcm_teamdaf_shutterstock_1363766855_vki.jpg

Vienna City Marathon, Absage, Corona-Krise, COVID-19, Teilnehmer-Rechte, VKI-Musterbrief
Nach der Absage des Vienna City Marathon 2020 steht den angemeldeten Läufern eine angemessene Rückerstattung zu.
Wir vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) helfen Ihnen dabei, Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Was haben die Olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft, der Eurovision Song Contest, das Donauinselfest und der Vienna City Marathon 2020 gemeinsam? Alle diese Großveranstaltungen wurden heuer wegen der Coronakrise verschoben oder abgesagt. 

Unzulässige Angebote des Veranstalters

Laut Veranstalter haben Sie als angemeldeter Teilnehmer jetzt drei Möglichkeiten:

  1. Sie übertragen Ihren Startplatz auf den Vienna City Marathon 2021 oder 2022.
  2. Sie starten nächstes Jahr als „Unterstützer“ beim Vienna City Marathon 2021 und zahlen eine freiwillige Nenngebühr Ihrer Wahl.
  3. Sie bekommen 30 Prozent der gezahlten Gebühren rückerstattet.

Wer Variante 1 oder 2 nicht wählen möchte, wird also mit nur 30 Prozent der gezahlten Gebühren abgespeist. Der Rest soll offenbar verfallen. Wir vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) sind überzeugt: Diese Angebote des Veranstalters sind rechtlich unzulässig.

Ihre Ansprüche seit der Gesetzesänderung

Vor kurzem hat die Bundesregierung das Kunst-, Kultur- und Sportsicherungsgesetz (KuKuSpoSiG) beschlossen – wir berichteten hier detailliert darüber. Laut diesem Gesetz darf der Veranstalter bei einem Preis von bis zu 70 Euro dem Teilnehmer nur einen Gutschein geben. Ist der Preis höher (zwischen 70 und 250 Euro), muss er den darüber hinausgehenden Betrag ausbezahlen.

Haben Sie für die Teilnahme am Vienna City Marathon z.B. 100 Euro gezahlt, müssen Sie rechtlich 30 Euro zurückbekommen. Den Rest erhalten Sie als Gutschein. Falls Sie zusätzlich für die Chipmiete gezahlt haben, sollten Sie diesen Betrag gänzlich zurückbekommen.

Mit dem VKI-Musterbrief zu Ihrem Recht

Fest steht: Sie müssen sich nicht damit zufrieden geben, dass Ihnen der Veranstalter nur 30 Prozent rückerstattet und der Rest verfällt. Wir vom VKI stellen Ihnen deshalb einen Musterbrief zur Verfügung. Damit können Sie die Rückzahlung der Chipmiete und die Ausstellung eines Gutscheins beantragen.


Diesen Beitrag teilen