Vitalakademie: Urteil bestätigt Irreführung

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Die Vitalakademie bildet „diplomierte Ernährungstrainer“ aus. Dass Ernährungstrainer aber keine persönliche Ernährungsberatung machen dürfen, verschwieg das Unternehmen. (Bild: kitzcorner/Shutterstock.com)

Die Vitalakademie bildet „diplomierte Ernährungstrainer“ aus. Dass Ernährungstrainer aber keine persönliche Ernährungsberatung machen dürfen, verschwieg das Unternehmen.

Ernährungstrainer vs. Ernährungsberater

Ernährungstrainer und Ernährungsberater sind unterschiedliche Berufe. Diplomierte Ernährungstrainer dürfen keine persönliche Beratung in Ernährungsfragen durchführen. Sie dürfen nur allgemeines Wissen weitergeben, etwa im Rahmen von Vorträgen. Ernährungsberater ist hingegen ein gesetzlich geregeltes Gewerbe, für das man ein Hochschulstudium abgeschlossen haben muss (Ernährungswissenschaft oder Diätologie).

Böse Überraschung für Kursteilnehmer

Anders ist das bei der Ausbildung zum Ernährungstrainer, wie sie die Vitalakademie (Akademie Mea Vita GmbH) anbietet. Über die engen rechtlichen Grenzen ihres Tätigkeitsbereichs waren einige Kursteilnehmer aber überrascht. Aufgrund der Kursbeschreibung und Werbung der Vitalakademie waren sie davon ausgegangen, als Ernährungstrainer künftig auch persönliche Beratung durchführen zu können.

29 gesetzwidrige Vertragsklauseln

Wir vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) haben deshalb die Vitalakademie wegen Irreführung geklagt. Schon das Landesgericht (LG) Linz gab uns in erster Instanz Recht: Das Unternehmen klärte seine Kursteilnehmer zu wenig darüber auf, was sie nach abgeschlossener Ausbildung dürfen und was nicht. Das bestätigte jetzt auch das Oberlandesgericht (OLG) Linz. Alle 29 eingeklagten Vertragsklauseln sind demnach gesetzwidrig.

MEHR ZUM THEMA

Das Urteil im Volltext und Details zu weiteren rechtswidrigen Klauseln finden Sie auf unserer Webseite www.verbraucherrecht.at.


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