VKI-Test: Bedenklicher Basmati-Reis

Reich an Schadstoffen, schwach im Geschmack

Der Verein für Konsumenteninformation untersuchte in Supermärkten und bei Diskontern eingekauften Basmati-Reis. Basmati bedeutet „Duft“ auf Hindi. Die Hälfte der getesteten Produkte ist allerdings nicht so „dufte“. Gleich 7 von 15 Reis-Packungen mussten sich mit dem Urteil „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“ abspeisen lassen. Im Oktober-KONSUMENT wird über die Qualität der Proben mit Kilopreisen von 2,19 bis 6,04 Euro berichtet. Darunter 4 Produkte aus biologischer Landwirtschaft, 3 Fair-Trade-Artikel und 2 Erzeugnisse im Kochbeutel. Alle Bio-Produkte waren „sehr gut“ oder „gut“. Die ausführlichen Testergebnisse und zahlreiche Tipps für den Reis-Genuss gibt es auf www.konsument.at und ab 27. September im KONSUMENT.

Basmati ist Basmati
Die erste Frage, die es zu beantworten galt, lautete: Ist der untersuchte Basmati-Reis überhaupt ein echter Basmati-Reis? Die Tester orientierten sich hier am „Code of Practice on Basmati Rice“. Damit muss der Reis jedenfalls aus bestimmten Regionen Indiens oder Pakistans stammen und einer der 15 Basmati-Sorten angehören. Fremdreis von bis zu 7 Prozent wird toleriert. Die Laboruntersuchung ermöglicht ein pauschales Ja: Alle untersuchten Produkte sind echter Basmati-Reis. Bei zwei Artikeln war der Anteil von Fremdreis allerdings grenzwertig.

Zu viele Schadstoffe
Viel bedenklicher fiel das Ergebnis bei der Analyse auf Schadstoffe aus. Zwar wurden in den meisten Produkten keine oder kaum Pestizide festgestellt, in 2 Fällen wurde der Grenzwert jedoch überstiegen. In 4 Reispackungen wurde das Schwermetall Bromid gefunden, sie wurden deswegen abgewertet. Alle anderen waren frei von Bromid.

Zwei Geschmacks-Ausreißer
Nicht unwesentlich bei Lebensmitteln ist natürlich der Geschmack. Der wurde von Laien und Experten bewertet. Erstere waren von Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz generell nicht sonderlich begeistert und vergaben am häufigsten ein „durchschnittlich“. Die Experten waren hier strenger. Sie ließen 2 Basmati-Reis-Proben durchfallen. Einerseits wegen chemischen Fremdgeruchs und -geschmacks, andererseits wegen deutlich muffigen und feuchtschimmligen Geruchs und Geschmacks. Beide Produkte waren „für den Verzehr durch Menschen ungeeignet“.

Testsieger ist bio
Käufer von Bio-Lebensmitteln wird freuen, dass alle 4 Bio-Basmati-Produkte mit „sehr gut“ oder „gut“ unter den Top-7 im Ranking landeten. Ein Vertreter davon wurde sogar Testsieger. Hier ist der eher hohe Preis von 5,98 Euro pro Kilo wohl gerechtfertigt. Aber schon auf Platz 2 folgt mit 2,19 Euro pro Kilo ein konventionell hergestelltes Produkt aus dem untersten Preissegment. Gute Qualität muss also nicht teuer sein.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es auf www.konsument.at und ab 27. September in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

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