VKI-Test: Menstruationscups

Gute Alternative zu Tampons und Binden

Menstruationstassen oder Menstruationscups sind eine Alternative zu Tampons und Monatsbinden. Die becherförmigen Behälter zum Auffangen der Monatsblutung werden im Körperinneren getragen, daher muss das verwendete Material möglichst frei von Schadstoffen sein. Zudem sollten die Tassen sich gut falten lassen und trotzdem ausreichend reißfest sein. Der Verein für Konsumenteninformation hat die physikalische und chemische Eignung untersucht und auch die Handhabung in einem Praxistest geprüft. Die 9 Menstruationscups mit Preisen von 15,90 bis 29,95 Euro lieferten 2 „sehr gut“, 5 „gut“ und 2 „durchschnittlich“. Die vollständigen Ergebnisse mit dem österreichischen Testsieger gibt es ab 24. Mai in der Juni-Ausgabe der Monatszeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Leicht erhältlich und nachhaltig
Die Menstruationstassen waren ursprünglich nur schwer und vor allem über das Internet zu bekommen. Mittlerweile werden sie von großen Drogerieketten wie „dm“ oder „BIPA“ angeboten. Ihre größer werdende Akzeptanz verdanken sie sicher auch dem Nachhaltigkeitsgedanken. Denn sie sind wiederverwertbar, halten jahrelang und verursachen in der Zeit keinen Müll.

Gute Noten im Praxistest
Die Anwendung ähnelt der eines Tampons. Die Cups werden in den Körper eingeführt um das Monatsblut aufzufangen. So können sich Frauen während Ihrer Tage frei bewegen wie an allen anderen. Während der Periode werden die Menstruationstassen – wie auch Tampons – regelmäßig entfernt. Dabei werden sie an einer meist stielartigen Verlängerung des Cups aus der Scheide geholt, ausgeleert und warm ausgespült; nach der Regel dann ausgekocht. Der Praxistest der 9 in Drogerien und im Internet gekauften Menstruationstassen zeigt, dass die Produkte viel aushalten und von den Testerinnen in den Kriterien Handhabung, Komfort, Dichtheit und Sicherheitsgefühl gut beurteilt wurden.

Schadstoffarm
Gute Noten gab es auch bei der chemischen Prüfung: Alle Produkte sind farbecht, geben so gut wie keine krebserregenden Weichmacher oder Nitrosamine und auch kein Formaldehyd ab. Trotzdem gibt es Unterschiede –  nur in den zwei Besten fanden sich keine flüchtigen organischen Bestandteile. In allen anderen schon, sie wurden daher in diesem Punkt abgewertet.

Testsieger aus Österreich
Die eindeutig beste Menstruationstasse im Test kommt aus Österreich und erreichte 85 von 100 Punkten. Das bei „dm“ und online erhältliche Produkt besteht wie die meisten Cups aus Silikon und kostet im Schnitt knappe 20 Euro.

SERVICE: Den vollständigen Bericht gibt es ab 24. Mai in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.


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