VKI-Test: Wanderrucksäcke

Drei Viertel sind gut

Bei mehrtägigen Wanderungen spielt der Rucksack eine entscheidende Rolle. Größe, Gewicht, Tragekomfort und Wasserdichtheit sind hier wesentliche Kriterien. Für die September-Ausgabe der Monatszeitschrift KONSUMENT hat der VKI 20 Rucksäcke untersucht. Das Fassungsvermögen der Produkte lag zwischen 40 und 55 Litern laut Herstellerangaben. Das Resümee der Tester ist erfreulich, drei Viertel der Rucksäcke wurden als gut beurteilt. Die ausführlichen Ergebnisse gibt es ab 30. August in der Testzeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Große Auswahl
Vor dem Kauf eines Wanderrucksackes sollte als erstes die Größe überlegt werden. Einerseits muss die gesamte Ausrüstung gut verstaut werden können, andererseits darf der Rucksack nicht zu schwer sein und unten über den Rücken hinausragen. Ist eine mehrtägige Tour geplant, könnte die ideale Größe zwischen 40 und 55 Litern Volumen liegen. Aus diesem Segment wurden für den Test 20 Artikel ausgewählt. Die Preispalette reichte hier von 20 bis 220 Euro.

Ungenaue Größenangaben
Falls möglich, sollte der Rucksack vor dem Erwerb mit der persönlichen Ausrüstung zur Probe gepackt werden. Denn erstens spielt der Schnitt der Taschen eine Rolle und zweitens ist auf die Größenangabe der Hersteller selten Verlass. Nur bei 3 von den untersuchten 20 Produkten entsprach das tatsächliche Volumen dem vom Hersteller angegebenen. Der größte Unterschied lag bei 8 Litern. Dieser Artikel hatte somit statt 48 nur 40 Liter Fassungsvermögen. Ein anderer hingegen hatte statt der genannten 45 sogar 52 Liter Rauminhalt.

Umfassende Kategorien
Den größten Wert legten die Tester auf die Praxistauglichkeit. Darunter fielen etwa der Tragekomfort, die Belüftung am Rücken, der Hüftgurt oder das Öffnen und Schließen der Fächer. Weitere wichtige Kriterien waren die Nutzbarkeit des Stauraumes und die Wasserdichtheit – ohne und mit Regenhülle und extra im Bodenbereich gemessen. Gerade hier beim Schutz vor eindringender Feuchtigkeit verspielten einige Rucksäcke wertvolle Punkte. Außerdem wurden die Produkte einem Belastungstest unterzogen, die Verarbeitung bewertet, auf Reflektoren überprüft und untersucht, wie leicht die Rucksäcke zu reinigen sind.

Wasserdichter Testsieger
Das Testergebnis ist erfreulich: 15 Mal wurde die Note „gut“ vergeben, 4 Mal „durchschnittlich“ und nur 1 Mal „weniger zufriedenstellend“. Der Testsieger war der einzige, der mit und ohne Regenhülle wasserdicht war wie auch im Bodenbereich. Er bestach außerdem durch großzügigen, gut zugänglichen Stauraum, hielt mechanischen Belastungen hervorragend stand, war gut verarbeitet, leicht zu reinigen, mit guten Reflektoren und gut sitzendem Hüftgurt versehen.

Gut ist nicht günstig
Eine Tendenz ließ sich im Verhältnis der Kosten zum Testergebnis erkennen: Ein guter Rucksack hat seinen Preis. Alle 15 mit „gut“ ausgezeichneten Artikel kosteten zwischen 100 und 200 Euro. Die von 40 bis 72 Euro deutlich günstigeren Erzeugnisse kamen über „durchschnittlich“ nicht hinaus. Das mit 20 Euro absolut preiswerteste Modell eines Supermarktes wurde mit weniger zufriedenstellend abgeschlagen Letzter. Am enttäuschendsten endete der Test für das mit 220 Euro teuerste Produkt. Es konnte in kaum einer Kategorie überzeugen und wurde Vorletzter.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 30. August im KONSUMENT und auf www.konsument.at.


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