VW- Abgasskandal 2005 bis 2013

2005 entscheidet sich VW für den US- amerikanischen Markt. Die strengen US- Abgasnormen machen dem VW- Konzern bald Probleme.

Jänner 2013: Einem Manager ist der Einsatz der Schummel-Software zu riskant. Er warnt, aber im Jänner 2013 wird das neue Programm dennoch getestet. Ab Modelljahr 2014 geht die neue Betrugssoftware in Serie.

2011: Die Schummel-Software wird von VW-Technikern optimiert. Auto startet auf Straße nun sofort im Schmutzmodus, sodass die Partikelfilter nicht verschmutzt werden. Es wird Lenkwinkel-Erkennung eingebaut. So erkennt das Auto noch besser, ob es auf dem Prüfstand ist.

Oktober 2011: Der Leiter der Antriebselektronik, der in den Betrug eingeweiht wird, besucht den neuen Chef der Motorentwicklung, Heinz-Jakob Neußer. Er sagt heute, er hätte Neußer in den Betrug eingeweiht, ist sich aber nicht sicher, ob Neußer alles verstanden habe. Das tut er offensichtlich nicht. So passiert nichts. Sicher ist: Sie haben sich getroffen.

August 2008: Jetta Blue TDI Clean Diesel wird in USA eingeführt.

Juni 2008: In einer "Executive Order" fordert die kalifornische Umweltschutzbehörde CARB von VW  eine Erklärung, dass keine "Defeat Device" in die Motorsteuerung eingebaut sei.  

Frühjahr 2008: Einführung Jetta Blue TDI in USA wird auf August verschoben. Clean Diesel Kampagne in den USA wird durchgeführt.

24./25.4.2008: Beim 29. International Vienna Motor Symposium präsentieren VW-Techniker vor den versammelten internationalen Motorexperten, wie VW die strengen Abgaswerte in den USA einhalten wird. Von einer Schummel-Software ist nicht die Rede.

18.10.2007: San Francisco, VW, Audi, Bosch kündigen beim „German Tec Day“ den sauberen Diesel im Jetta für Frühjahr 2008 an.

1.1.2007: Martin Winterkorn wird Vorstandsvorsitzender von VW („VW-Chef“).

20.11.2006: Top-Manager aus VW-Motortechnik in Wolfsburg treffen sich und sind verzweifelt, weil die strengen US-Abgasnormen (31 mg/km) mit vorgegebenen niedrigen Kosten nicht einzuhalten ist. Ausweg: Manipulations-Software nur für den Prüfstand. Eine entscheidende Rolle soll laut NDR-Dokumentation „45 Min - Der VW Krimi“ der damalige Leiter der Motorenentwicklung Rudolf Krebs gespielt haben (später Leiter der Motorwerke Salzgitter). Er erinnert sich nicht mehr an die Sitzung. Er soll den Betrug gebilligt haben. "Wir tun es, dürfen uns nicht erwischen lassen“, wird Krebs von Sitzungsteilnehmern zitiert. Selbst VW gibt im März 2016 zu:Die Entscheidung, die Motorsteuerungssoftware zu verändern, wurde vielmehr von VW-Mitarbeitern unterhalb der Vorstandsebene auf nachgeordneten Arbeitsebenen des Bereichs Aggregate-Entwicklung von Volkswagen getroffen“ Möglich wird der Betrug durch eine Motorsteuerung von Bosch aus Stuttgart. Das Auto kann erkennen, ob es am Prüfstand oder auf der Straße fährt. In einem Brief an VW warnen die Leute von Bosch, dass der Einbau dieser Software zur Erkennung von Testzyklen illegal wäre.

2005 trifft VW die strategische Entscheidung eine Diesel-Offensive in den USA zu starten, um Nr.1 zu werden.


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