VW-Abgasskandal 2018

Der Abgasskandal zieht breitere Kreise. Audi und Ford sind erwischt worden; Affen mussten Abgase inhalieren, Behörden und Politik wissen nicht, wie sie vorgehen sollen. - Hier unsere Chronologie:

Jänner 2018: VW-Abgastest mit Affen

Abgastest mit Affen
31.1.2018: Aus dem umstrittenen Abgastests mit Affen zieht Daimler personelle Konsequenzen. Udo Hartmann, der Leiter für Umweltschutz, der den Autobauer im Vorstand der Lobbyorganisation EUGT vertreten hatte, wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Einen Tag vorher hatte Volkswagen seinen Cheflobbyisten Thomas Steg beurlaubt. Daimler hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung eingeleitet und lässt sich dabei von einer Kanzlei unterstützen. Man werde den Sachverhalt lückenlos aufklären und sicherstellen, dass sich derartige Vorgänge nicht wiederholen, hieß es.

Razzia bei Audi
31.1. 2018: Neuerlich Razzia bei Audi, diesmal bei Managern: Die Staatsanwaltschaft München II hat bei einer Razzia nach weiterem Beweismaterial gesucht, um herauszufinden ob der Audi-Vorstand in den Abgasskandal verwickelt ist. In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden die Wohnungen von sechs Audi-Beschäftigen durchsucht, berichten Süddeutschen Zeitung (SZ), NDR und WDR exklusiv. Es ist die zweite Razzia; die erste Razzia fand im März 2017 statt. Diesmal waren 38 Beamte der Staatsanwaltschaft und der Landeskriminalämter Bayern und Baden-Württemberg im Einsatz. 13 Verdächtige gibt es bei Audi. Der einzige Beschuldigte aus dem oberen Management ist Wolfgang Hatz, ehemaliger Chef der Aggregate-Entwicklung bei Audi und später Porsche-Vorstand. Er sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet alle Vorwürfe.

Audi: Leichen im Keller, Unterlagen gelöscht
Mindestens zwei Beschuldigte haben inzwischen zugegeben, bei Audi Dieselautos manipuliert oder daran mitgewirkt zu haben und umfangreiches Material zur Verfügung gestellt, meldet die SZ. Einer der bisherigen Beschuldigten hat ausgesagt, nach dem Auffliegen des VW-Skandals durch US-Behörden Mitte September 2015 habe bei Audi in Ingolstadt Panik geherrscht. Man habe in der Motorenentwicklung gewusst, dass man Leichen im Keller habe. Zahlreiche Unterlagen seien gelöscht oder beiseitegeschafft worden, sagte der Beschuldigte, der dem mittleren Management bei Audi angehört hatte.

Grenzwerte auf der Straße weit überschritten
Einer der Hauptzeugen der Staatsanwaltschaft ist Ulrich Weiß, Ex-Chef der Motorenentwicklung bei Audi in Neckarsulm. Weiß hat umfassend über Vorgänge bis 2015 ausgesagt und dabei auch den damaligen Konzernvorstand belastet. Ein wichtiges Gremium bei Audi, der Arbeitskreis Produktstrategiekommission (PSK), habe intern Schadstoffwerte bei Dieselautos genehmigt, die weit über den Messergebnissen bei den Zulassungstest der Behörden gelegen hätten. Audi habe auf dem Prüfstand die Grenzwerte für gesundheitsschädliche Stickoxide eingehalten, auf der Straße aber weit überschritten. Bei Audi geht es um 253.000 manipulierte Fahrzeuge.

Cheflobbyist Steg muss gehen
30.1.2018:
Volkswagen beurlaubt seinen Cheflobbyisten Thomas Steg, der für VW im Lobbyverein EUGT gewesen war. Das ist jener Verein, der Abgastests mit Affen und Menschen beauftragt hat.

Abgastests auch mit Menschen
29.1.2018: Abgastests auch mit Menschen. Der Lobbyverein EUGT hat nicht nur Abgastests mit Affen durchführen lassen, sondern auch mit Menschen. An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen wurden im Rahmen eines Auftrages, den sich EUGT knapp 76.000 Euro kosten ließ, 25 Versuchspersonen Belastungen mit Stickstoffdioxid (NO2) ausgesetzt. Wie der Affentests sollte auch mit Menschen bewiesen werden, wie ungefährlich NO2 sei. Die öffentliche Empörung über Tier- und Menschenversuche ist weltweit enorm. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert Aufklärung und lässt über ihren Sprecher mitteilen: "Diese Tests an Affen oder sogar Menschen sind ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen. Obwohl sich die Konzernspitzen von Daimler, BMW und VW in der Öffentlichkeit über diese Test überrascht geben, sollten sie längst darüber Bescheid wissen, schreibt die SZ. Zu den Vereinsvorständen des Vereins zählten hochkarätige Manager wie Udo Hartmann von Daimler, Hans-Georg Kusznir von VW und ein enger Mitarbeiter von VW-Cheflobbyisten Thomas Steg.

Lobbyisten mit wissenschaftlicher Fassade
28.1.2018:
Deutsche Medien wie SZ decken auf, dass im EUGT-Vorstand nicht nur Manager von BMW, Daimler und Volkswagen vertreten waren, sondern ein Vertreter der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport. In seinem Beirat gab es sieben Professoren und Doktoren, angeführt von Prof. Dr. Helmut Greim von der TU München. „Bei genauer Betrachtung erweist sich der vermeintliche Forschungsverein aber als etwas ganz anderes. Vielmehr handelte es sich um eine Lobbyisten-Truppe mit wissenschaftlicher Fassade“, schreibt die SZ. Deutlich wird das beispielsweise in einem Newsletter vom Juni 2013 (PDF), in dem der Dieselantrieb als "Motor des Fortschritts" gefeiert wird. Der Diesel-Pkw werde Benzinern beim CO₂-Ausstoß und beim Kraftstoffverbrauch "auch in Zukunft ... überlegen sein", heißt es.

Prof. Keil: Empört zurückgetreten
Im Gegensatz zu Greim ist Ulrich Keil, einer seiner Kollegen im Forschungsbeirat und Professor an der Uni Münster, nach dem Auffliegen der VW-Manipulationen empört zurückgetreten.  Gegenüber der SZ sagte Keil dass "wir betrogen worden sind" und dass er da nicht mehr mitgemacht habe. "Es war beschämend, dass Wissenschaftler so vorgeführt wurden." Als er im Verein über Tempolimits habe reden wollen, weil sich so die Abgase enorm reduzieren ließen, sei ihm beschieden worden: "Das wird hier nicht diskutiert." Auch zwei andere Wissenschaftler seien aus dem Beirat ausgetreten.

„Widerlich und absurd"
27.1.2018: VW entschuldigt sich im Affen-Abgasskandal für „ für das Fehlverhalten und die Fehleinschätzung Einzelner". VW war bei diesem Tierversuch federführend gewesen. Daimler kündigte an, die Hintergründe aufklären zu wollen. Auch das Land Niedersachsen, Großaktionär von VW, kündigte eine vollständige Aufklärung der Geschehnisse an. Für den Ministerpräsidenten Niedersachsens und VW Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) ist dieser Test „widerlich und absurd".

Abgastests mit Affen
26.1.2018:
Abgastests mit Affen: Zehn Affen mussten bei Versuchen in den USA die Autoabgase des VW Beetle einatmen - angeblich ohne Schaden für die Tiere. Wie die New York Times aufdeckt, sollte dieses Experiment 2014 im US-amerikanischen Albuquerque die „Sauberkeit“ deutscher Diesel-Autos dokumentieren. VW gibt das Experiment zu, das vom deutschen Lobbyverein "Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor" (EUGT) beim US-Institut Lovelace Respiratory Research Institute (LRRI) in Auftrag gegeben worden war. Die EUGT wurde 2007 von BMW, Daimler, Volkswagen und Bosch gegründet und am 30.06.2017 aufgelöst, wobei Bosch bereits 2013 ausgetreten war. Daimler distanziert sich vor diesem Experiment: „Wir halten solche Versuche für vollkommen sinnlos“, wird Daimler in der SZ zitiert.

Deutsche Umwelthilfe: nächste Instanz
24.1.2018:
Deutsche Umwelthilfe (DUH) legt gegen Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf Rechtsmittel ein. Das Gericht hatte den Antrag der Deutschen Umwelthilfe auf Stilllegung von Euro5-Diesel-Pkw mit Betrugssoftware abgewiesen. Mit einer „Sprungrevision“ soll die Rechtsfrage durch das Bundesverwaltungsgericht geklärt werden. Notfalls will die DUH bis zum europäischen Gerichtshof gehen.

Audi: „unzulässige Abschaltvorrichtungen“
21..1.2018:
Audi will fast 130.000 weitere Dieselmodelle in die Werkstätten zurückholen und umrüsten, davon 77.600 in Deutschland. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat über V6-Dieselfahrzeuge von Audi einen Zwangsrückruf verhängt. Bei A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 seien „unzulässige Abschaltvorrichtungen“ festgestellt werden.

Zwei Kontrollen, eine ist zu wenig
19.1.2018:
Die deutschen Prüfanstalten beharren auf zwei Abgastests: Sie seien notwendig, um mehr Mängel aufspüren zu können, berichtet der Standard. Die Projektgemeinschaft Emission Check 2020, der Prüfanstalten wie TÜV und Dekra angehören, kam zum Ergebnis, dass das Auslesen des elektronischen Fehlerspeichers der On-Board-Diagnose (OBD) allein nicht genügt. Lediglich bei 1,9 Prozent der Fahrzeuge konnten Mängel aufgespürt werden, wenn ausschließlich die On-Board-Diagnose-Daten geprüft werden. Nur minimal höher war die Quote an auffällig gewordenen Fahrzeugen mit 2,4 Prozent beim zweistufigen Verfahren, bei der die Endrohrmessung nur durchgeführt wurde, wenn die OBD nicht vollständig prüfbereit war, also Fehlermeldungen auswarf.

7,1% Abgas-auffällige Fahrzeuge
Signifikant mehr mangelhafte Abgasreinigungssysteme wurden erst bei einem echten Kombibetrieb von OBD und Endrohrmessung aufgespürt. Der Anteil der abgasdefekten Kfz schnellte in die Höhe, es wurden 7,1 Prozent auffällige Fahrzeuge erkannt. Für Deutschland mit 43,2 Millionen Kfz bedeute dies, dass allein rund eine Million Pkws mit abgasrelevanten Mängeln nicht identifiziert und in der Folge repariert werden können, so die Schlussfolgerung des Verbands der Prüfanstalten. "Eine Abgasuntersuchung mit obligatorischer Endrohrmessung ist daher zwingend notwendig. Mit "Dieselgate" habe die Untersuchung nichts zu tun. Sie wurde bereits im Februar 2015 veröffentlicht, also sieben Monate bevor die Abgasmanipulationen bei Volkswagen in den USA aufgeflogen sind.

VW investiert 1,8 Mrd. € in nächsten Golf
19.1.2018: Die Marke VW investiert 1,8 Mrd. Euro in den nächsten Golf (Golf 8), der 2019 auf den Markt kommen soll. Die neue Bezeichnung für die ab 2020 geplante Reihe reiner Elektroautos von VW heißt „ID“. Die neuen E-Autos der ID-Modellreihe sollen in Zwickau produziert werden.

Ö: Treibhausgas-Emissionen um 0,8% gestiegen
17.01.2018: Österreich hat 2016 (aktuellste Daten) die Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % gesteigert. Sorgenkind sei der Mobilitätsbereich, sagte die neue Umweltministerin Elisabeth Köstinger.
Bis März 2018 soll eine integrierte Klima- und Energiestrategie vorgelegt werden. Bis 2050 soll es, so Verkehrsminister Norbert Hofer, einen CO2-neutralen Verkehrssektor geben. Das höhere Tempolimit von 140 km/h auf Autobahnen soll nur „streckenweise“ und „unter optimalen“ Bedingungen kommen.

Köstinger: Dieselprivileg bleibt
Gegenüber der "Tiroler Tageszeitung“ kündigte Bundesministerin Köstinger an: "Am Dieselprivileg wird nicht gerüttelt“. Das Regierungsprogramm sehe keine Steuererhöhungen vor.

Perspektive für die Branche gesucht
17.1.2018: Nach dem Dieselgipfel im August 2017 hatte die deutsche Bundesregierung vier hochrangig besetzte Expertengruppen eingesetzt, die Alternativen zu drohenden Fahrverboten und eine Perspektive für die Branche entwickeln sollten. Stattdessen gibt es nach Informationen der Süddeutschen Zeitung unter den Fachleuten Streit. Die wichtige Expertengruppe IV, die Alternativen bei Antrieben und Kraftstoffen vorschlagen sollte und die dem Bundeswirtschaftsministerium unterstellt ist, endete mit einem Eklat. Die Umweltorganisation BUND verweigerte die Zustimmung zu einem Abschlusspapier und verfasste aus Protest ein eigenes. Auch aus den Bundesländern kommt heftige Kritik. Den Umweltschützern kommen der Diesel und andere Verbrennungsmotoren zu gut weg. Die Elektromobilität werde dagegen nur am Rande behandelt. Aussagen zu geringeren Feinstaub-Emissionen von Benzinfahrzeugen könne der BUND ebenso wenig teilen wie die neueste Diesel-Generation "wieder uneingeschränkt empfohlen werden könnte". Auch die als Lösung propagierten synthetischen Kraftstoffe hält der BUND für problematisch.

D: Regierung gerät unter Druck
Die deutsche Regierung gerät unter Druck. Am 30. Jänner ist sie zum Rapport in Brüssel bestellt und wollte mit diesen Expertengruppen-Ergebnisse zeigen, wie sehr man sich anstrengt, Stickstoffdioxidbelastungen zu senken, um Fahrverbote zu verhindern.

Bisherige Konzepte werden Fahrverbote „nicht verhindern“
Streit gibt es auch um die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen, die in einer weiteren Gruppe thematisiert wird. Es sei etwa ein Unding, dass das dort zuständige Verkehrsministerium die Nachrüstung bestimmter Benzinfahrzeuge mit Partikelfiltern nicht in den Abschlussbericht aufnehmen wolle, heißt es von Teilnehmern. Aus dem Verkehrsministerium hieß es lediglich, die beauftragten Untersuchungen zu den Nachrüstungen liefen noch. Ein Teilnehmer der Gruppen wird dagegen deutlich: "Was in den Expertengruppen bislang an angeblichen Lösungen auf dem Tisch liegt, wird Fahrverbote sicher nicht verhindern."

Ö: Verkehrsministerium plant ungenaueren Abgastest
17.1. 2018:
Das österreichische Verkehrsministerium unter Norbert Hofer will im Zuge der §-57a-Überprüfung („Pickerl“) den Abgastest erleichtern: Autos, die ab 2006 zugelassen sind, sollen diesen Test nur mehr mit Computer machen müssen (mit Hilfe des On-Board-Diagnosesystems OBD) und nicht mehr durch Messungen im Auspuff („Endrohr-Prüfung“). Bei Diesel-Pkw geht es darum zu prüfen, ob Russ („Feinstaub“) aus der Röhre kommt. Laut Bericht des Standard (17. Jänner 2018, 23) kritisiert die Umweltanwaltschaft Niederösterreich diesen geplanten Verzicht auf die Endrohr-Messung und verweist auf Deutschland, wo diese Endrohrabgasmessungen 2018 wieder eingeführt wurden, nachdem sie 2012 abgeschafft worden sind. Reine Computer-Prüfungen haben sich als zu ungenau erwiesen. Der Autofahrerklub ÖAMTC unterstellt den Umweltschützern „technische Unwissenheit“. Das Umweltamt verweist auf renommierte Studien, die sowohl das Auslesen der On-Board-Diagnose-Daten (OBD) als auch eine Endrohr-Abgasmessung empfehlen.

BMW: „City-Diesel-Garantie“
17.1.2018: Mit einer „City Diesel Garantie“ möchte BMW Austria Käufer von Neufahrzeugen vor „äußerst unwahrscheinlichen“ Diesel-Fahrverboten in Österreich schützen.
Im Falle von dauerhaften Fahrverboten können BMW-Fahrer auf ein anderes Leasing-Modell umsteigen, berichtet die AUTO-Information (Nr. 2403)

VW-Rekord 2017: 10,74 Millionen Neuwagen
17.1.2018: VW bestätigt, weltweit 10,74 Millionen Neuwagen im Jahr 2017 verkauft, damit einen noch nie dagewesenen Rekord erzielt zu haben und weltweit die Nummer 1 zu sein. In Europa betrug das Wachstum 3,3%, in Nordamerika 4%, in China 5,1 % und in Südamerika +23,7%. Die Verluste in den USA seien verringert worden und 2020 will VW im US-Geschäft den Dieselskandal verkraftet haben und wieder in den schwarzen Zahlen sein, kündigte VW-Markenchef Herbert Diess an.

Gerichtsergebnisse sollen geheim bleiben
14.1.2018:
Der VW-Konzern wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, dass Ergebnisse gerichtlicher Untersuchungen nach außen dringen und so Kunden die Möglichkeit gegeben wird, Schadenersatz-Ansprüche geltend zu machen. Die Konzernführung hat daher beschlossen, bis zum Bundesverfassungsgericht zu klagen, berichtet die SZ.

Strafzahlung wird höher
12.1.2018:
Es bleibt nicht bei den 1,4 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. kanadische Dollar), die VW 2016 in Kanada für einen Vergleich mit 105.000 Dieselauto-Haltern zahlen musste. Zu der Summe kommen jetzt noch 191 Millionen Euro für Entschädigungen und 1,6 Millionen Euro Geldstrafe für 20.000 größere Dieselautos mit illegaler Abgastechnik hinzu. Es handelt sich um VW Touareg, Porsche Cayenne und Audi Q7 der Modelljahre 2009-2016. Das Gericht muss dem Vergleich noch zustimmen. Bisher hat VW bereits über 25 Mrd. Euro für Vergleiche und Strafzahlungen in Nordamerika aufgewendet.

Bosch und Conti stellen um
11.1.2018:
Die Autozulieferfirmen Bosch und Conti bereiten sich darauf vor, dass Autos bald elektrisch und von Computer gesteuert fahren. Beide verkaufen Teile ihres Traditionsgeschäfts, um in neue Technik zu investieren.

Härtere Gangart gegen die Autohersteller?
10.1.2018:
Bei den Koalitionsgesprächen zwischen CDU und SPD zeichnete sich eine härtere Gangart gegen die Autohersteller ab: Es soll nun doch Hardware-Nachrüstungen geben.

400 Firmen arbeiten am autonomen Fahren
10.1.2018:
Bei der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas geben Volkswagen und der Chiphersteller Nvidia eine Partnerschaft für hoch automatisiertes Fahren bekannt. Sie wollen einen selbständig handelnden Co-Piloten entwickeln, der mit dem Fahrer spricht und ihn warnt. Seit Vorjahr ist Bosch Partner von Nvidia. VW ist schon Partner von Chris Urmson, einem ausgewiesenen Experten für fahrerloses Fahren. Weltweit arbeiten bereits 400 Firmen am autonomen Fahren.

Ö: Mehr Pkw-Zulassungen
10.1.2018:
In Österreich wurde 2017 mit 353.320 Pkw-Zulassungen ein Plus von 7,2% erreicht, und damit der höchste Wert seit 2011. Obwohl Benziner stärker zulegen konnten (+24,2%) als Diesel-Pkw (+7,1%) überwogen mit 175.458 Stück noch immer Diesel-Pkw vor Benzinern mit 163.701 Stück. Es wurden 5.433 E-Autos zugelassen, um  42% mehr als im Jahr davor, was einem Marktanteil von 1,5% entspricht. Auch bei Hybrid dasselbe Bild: kleine Stückmengen (8.293), aber gigantische prozentuelle Zuwächse (76%). VW blieb Marktführer (16%), gefolgt von Skoda (7.1%). Rückläufig waren die Neuzulassungen von Audi, BMW und Opel. Stärker waren sie bei Seat, Ford, Renault, Hyundai und Mercedes.

Zum Vergleich: In Westeuropa steigen 2017 die Pkw-Neuzulassungen um 2,5% auf 14,3 Mio. Pkw.

Ford: illegale Abgas-Software
10.1.2018: US-Kunden beschuldigen Ford, den zweitgrößten US-Autohersteller, bei mindestens 500.000 Diesel-Trucks mit Hilfe illegaler Software die Messwerte des Schadstoffs Stickoxid gefälscht zu haben und reichten in Detroit eine Sammelklage ein.

8.1.2018: Ex-VW-Manager Oliver Schmidt wehrt sich gegen seine fristlosen Entlassung, bestätigt das Arbeitsgericht in Braunschweig. Schmidt wurde in erster Instanz wegen des Dieselskandals verurteilt.

IG Metall fordert 6% mehr Lohn
8.1. 2018: Die IG Metall startete mit bundesweite Warnstreiks, darunter bei Porsche Stuttgart. Die Gewerkschaft will für vier Millionen Beschäftigte sechs Prozent mehr Lohn und flexiblere/kürzere Arbeitszeiten. Die Arbeitgeber bieten zwei Prozent und fordern länger Arbeitszeiten.

VW: 220 Mrd. Euro Rekord-Umsatz
7.1.2018:
Laut Bild am Sonntag hat der VW-Konzern 2017 so viel Autos verkauft wie noch nie und bleibt mit über 10,7 Mio. verkauften Autos weltweit die Nummer 1. Auch beim Umsatz soll es mit 220 Mrd. Euro einen neuen Rekord geben. Bei VW Skoda und Seat lief es gut, bei Audi weniger gut.

GB: Neuwagenverkauf gesunken
5.1.2018:
Der britische Automarkt erlitt 2017 den größten Einbruch seit acht Jahren. Der Absatz von Neuwagen fiel um mehr als fünf Prozent auf rund 2,54 Millionen Fahrzeuge, die Nachfrage nach Diesel-Pkw sank um 17%. Grund sei vor allem die Verunsicherung über die Zukunft der Dieseltechnologie und die Folgen des britischen EU-Austritts.

„Größte Rabattschlacht seit dem Zweiten Weltkrieg“
4.1.2018: Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Institutes an der Universität Duisburg-Essen meint im Interview mit der Fachzeitung Auto & Wirtschaft (01/2018, Seite 53), die Eintauschaktion habe in Deutschland „die größte Rabattschlacht seit dem Zweiten Weltkrieg“ ausgelöst, mit mehr als 40% Rabatt bei Verschrottung eines alten Autos. Der „Autoprofessor“ rechnet mit einem Verkaufsloch Anfang 2018.


Diesen Beitrag teilen