Zum Inhalt

VKI-Test: Günstige Kinderzahnpasten überzeugen

Fünf Produkte bieten keinen ausreichenden Kariesschutz

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest 16 Kinderzahnpasten getestet. Das Ergebnis: Nur elf Kinderzahnpasten schützen kleine Zähne zuverlässig vor Karies. Fünf fallen durch, sie enthalten kein oder zu wenig Fluorid. Die gute Nachricht: Wer zu einer empfehlenswerten Kinderzahnpasta greift, muss dafür kein Vermögen ausgeben. Unter den elf „guten“ und „sehr guten“ Produkten befinden sich zahlreiche preiswerte Zahnpasten. Welche Kinderzahnpasten Karies vorbeugen und ohne umweltkritische Stoffe auskommen, darüber informiert der VKI ab 26. Februar 2026 in der März-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/kinderzahnpasten-2026.

Fluorid ist der einzige bewiesene Inhaltsstoff, der Karies verhindern kann. Das ist wissenschaftlich gut belegt – und gilt ausdrücklich auch für Milchzähne: Deren Zahnschmelz ist besonders dünn. Empfohlen wird für Kinderzahnpasten ein Fluoridgehalt von 1.000 ppm (parts per million/Teile pro eine Million). „Das entspricht einem Fluoridanteil von 0,1 Prozent“, erklärt VKI-Projektleiter Christian Undeutsch. Diese Anforderungen erfüllen fünf der getesteten Produkte nicht (Alverde Naturkosmetik, Karex Kinder, Lavera Naturkosmetik, Nordics und Woom). Sie enthalten entweder gar kein Fluorid oder deutlich zu wenig. „Es wird stattdessen auf Substanzen wie Hydroxylapatit, Kalziumlactat, Sorbit und Xylit gesetzt“, so Christian Undeutsch weiter. „Doch keiner dieser Stoffe kann Fluorid nachweislich gleichwertig ersetzen.“

Bei der Bewertung der Umweltkriterien enthalten 6 der 16 Kinderzahnpasten umweltkritische Stoffe. Nenedent setzt den Komplexbildner EDTA ein, der das Trinkwasser belasten kann. Die von Elmex verwendete Hydroxyethylcellulose gilt als biologisch schlecht abbaubar. Weitere vier Produkte enthalten umweltkritische Farbstoffe, allerdings in sehr geringer Konzentration (Gum, Happybrush, Odol-med3, Sensodyne). „Die Verwendung dieser Stoffe in einer Zahnpasta ist verzichtbar, wie auch andere Hersteller vorzeigen“, betont Christian Undeutsch. Erfreulich für den Experten ist, dass der umstrittene Farbstoff Titandioxid in keiner der getesteten Zahnpasten mehr zu finden ist.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse sowie Tipps zur richtigen Pflege von Kinderzähnen gibt es ab 26.02.2026 im März-KONSUMENT und auf www.vki.at/kinderzahnpasten-2026.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

Zum Seitenanfang