Hersteller lieben kleine Portionen (links im Bild). So können sie ihre Produkte besonders energiearm oder zuckerarm darstellen. Hersteller lieben kleine Portionen (links im Bild). So können sie ihre Produkte besonders energiearm oder zuckerarm darstellen. Bild: FoodPro/EU

Frühstücksflocken: Wie groß ist eine Portion?

Hersteller lieben kleine Portionen. So können sie ihre Produkte besonders energiearm oder zuckerarm darstellen. Kunden essen aber mehr und dementsprechend ändert sich auch der Nährwert.

Es gibt die Nährwertangabe pro 100 g und 100 ml eines Lebensmittels. Sie muss angegeben sein und erleichtert den Vergleich. Darüber hinaus geben Hersteller häufig den Nährstoffgehalt pro Portion an. Diese Angabe ist freiwillig und begrüßenswert – man isst schließlich nicht exakt 100 g eines Lebensmittels sondern eine Portion. Verbraucher sind aber oft überrascht, wie klein die auf den Verpackungen angegebenen Portionen tatsächlich sind.

Rechts 100g, links die tatsächlich gegessene Portion. Rechts 100g, links die tatsächlich gegessene Portion. Bild: FoodPro/EU

Wie groß ist eine Portion?

Die Portionsgrößen unterschiedlicher Produkte unterscheiden sich häufig – von Hersteller zu Hersteller und von Marke zu Marke. Bei Frühstückscerealien liegt sie normalerweise zwischen 30 und 50 Gramm. Wie soll man als Kunde die Portionen verschiedener Marken vergleichen?

Unser Tipp:

  • Nährwert/100g: Berücksichtigen Sie beim Kauf eines Produkts immer den Nährwert pro 100 Gramm oder 100 ml des Produkts. So können Sie die Nährwerte zwischen verschiedenen Marken desselben Produkts vergleichen.  
  • NutriScore: Achten Sie auf den NutriScore. Auch dieser bezieht sich auf 100 Gramm bzw. 100 ml.

Nur wenige richten sich nach empfohlener Portionsgröße

Hintergrund: In einer Online-Umfrage wurden mehr als 1.000 Verbraucher gefragt, ob sie normalerweise die vom Hersteller empfohlenen 30 Gramm pro Portion essen. Diese 30 Gramm Portion wurde ihnen auch als Bild gezeigt. Das Ergebnis ist wenig überraschend. Nur 12 Prozent der Befragten halten sich konsequent an diese Vorgabe, während mehr als die Hälfte diese Portionsgröße zu klein findet und jedes Mal mehr isst.

Übergewicht und Diabetes

Das halten wir für ziemlich problematisch. Im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes kommt es auf ausgewogenes Essen an. Daher sollten Verbraucher „Zuckerbomben“ auf den ersten Blick erkennen können und Unternehmen den Zuckergehalt nicht durch unrealistisch kleine Portionsgrößen schönrechnen. Mehr Transparenz oder eine anderes Kennzeichnungssystem wie der NutriScore sind hier dringend notwendig!

LINKS

KONSUMENT: Nutri-Score: Ampel mit Sinn
https://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318917264203

BLOG: Ja zum Nutri-Score! Die gscheiteste Nährwertkennzeichnung derzeit
https://blog.vki.at/article/ja-zum-nutri-score

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